Lopp

1288 hatte Bischof Arnold von Bamberg dem Theodor Berner (von Berndorf) seinen Teil an der Burg zu Thurnau für jährlich 300 Pfennig Zins zu bischöflichem Lehen übertragen. Nach dessen Tode überließ der Bischof der Witwe Berners und ihrem 2. Gatten Raittenbucher 1296 für die gleiche Summe die Dörfer Seubersdorf, Luppe und Döllnitz zu Leibgeding.

1323 wurde im bischöflichen Urbar A zu Bamberg verzeichnet, dass das Kloster Michelsberg in Sloppe vier Lehen besitzt.

1348 gehörte ein ‘Aichenholz“ bei Slop zu Burg Wildenberg (Ldkrs. Kronach), das ausgerodet werden könnte.

1401 verzeichnet das bischöfliche Lehenbuch 2 Seldengüter zu Lopp als bischöfliches Lehen der Förtsch von Thurnau. Während 1456 das Dorf Lopp mit Ausnahme eines Kindsbergischen Hofes Bamberger Lehen der Giech von Thurnau war, gehörten

1476 drei Höfe und sechs Selden zum Rittergut der Giech von Buchau. Das bischöfliche Kastenamt in Weismain, bestätigte 1420, dass das Dorf Loppe auch ohne bischöfliche Nutzung der Halsgerichtsbarkeit Weismain unterliegt.

1596 nennt das Kastenamt in Lopp zwei Grunduntertanen, die den Kindsberg von Wernstein, sieben, die den Giech von Thurnau und sechs, die den Giech von Brunn zinsen.

Dass die Wirren des 30-jährigen Krieges auch an Lopp nicht spurlos vorübergegangen waren, beweist ein Eintrag im Urbar der Giech von Buchau, nach welchem von den zum hinteren und vorderen Buchauer Schloss gehörigen 4 Höfen und 9 Selden nicht weniger als 6 Anwesen öd gelegen seien, d. h. wegen Zerstörung und Tod verlassen waren.

1699 wurde Lopp durch die neu festgelegte Territorialgrenze zwischen der v. Giechschen Herrschaft Thurnau und dem Bamberger Centamtsbezirk Weismain geteilt.

Der Lopper Bach bildete von nun an die Grenze zwischen den beiden Herrschaftsbereichen.

Bei der Deutung des Ortsnamens ist auszugehen von den beiden, fast zeitgleichen Formen von 1323 Sloppe und 1348 Slop. Eine exakte Erklärung ist schwierig. Zugrunde liegt wohl der altslavische Begriff “slapu“ Strömung, diesem ähnlich das tschechische „slap“ Wasserfall; auszugehen ist vielleicht auch vom serbischen „slopa“ Wasserströmung im Bach, wie der nordsorbischen Verkleinerungsform „Slopice“ =  Quellfluren, Rieselfeldern mit nassem Boden, wo beim Gehen Wasser hervorquillt.

(Aus dem Heimatbuch des Marktes Kasendorf)

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