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Ein neuer Abschnitt für Döllnitz: Die lang ersehnte Umgehung ist Realität

Döllnitz hat an diesem Tag etwas erlebt, das viele Einwohner kaum noch für möglich hielten. Nach rund 40 Jahren voller Diskussionen, Planungen und Verzögerungen ist die Ortsumgehung nun offiziell eröffnet – und mit ihr beginnt für den Ort eine spürbar ruhigere Zeit. Für die Menschen in Döllnitz bedeutet das vor allem eines: Aufatmen.

Weniger Verkehr, mehr Sicherheit – eine klare Entlastung

Täglich drängten sich bislang bis zu 3.000 Fahrzeuge durch die enge Ortslage, darunter ein erheblicher Anteil Schwerlastverkehr. Nun werden 85 Prozent dieses Verkehrs, also etwa 2.500 Fahrzeuge pro Tag, an Döllnitz vorbeigeführt. Der Effekt ist unmittelbar und nachhaltig: weniger Lärm, weniger Gefahrensituationen, mehr Lebensqualität.

Die feierliche Verkehrsfreigabe wurde von einer bemerkenswert großen Zahl an Ehrengästen begleitet. Neben Martin Schöffel, dem Bayerischen Finanz- und Heimatstaatssekretär, MdL Rainer Ludwig, Regierungspräsident Florian Luderschmid, Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Norbert Groß nahmen zahlreiche Amtsträger aus Politik, Verwaltung, aus den Fachbehörden, aus regionalen Gremien sowie Vertreter der beteiligten Baufirmen teil. Ihre Anwesenheit verdeutlichte, welche überregionale Bedeutung die Maßnahme besitzt. Das breite Interesse zeigte, dass dieses Projekt weit über Döllnitz hinaus als wichtiger Schritt für die gesamte Infrastruktur des Landkreises verstanden wird.

Landrat Klaus Peter Söllner brachte die Erleichterung vieler Beteiligter klar zum Ausdruck:


„Das ist ein großer Tag für Döllnitz, für Kasendorf und für den gesamten Landkreis. Wir sind alle froh, dass diese über viele Jahre extrem schwierige Verkehrssituation nun endlich aufgelöst wird. Die neue Umgehung bringt spürbare Entlastung, mehr Sicherheit und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen vor Ort.“

Staatssekretär Martin Schöffel betonte die Bedeutung der Maßnahme mit einem ausführlichen Statement, das klar machte, welchen Stellenwert der Freistaat dem Projekt zuschreibt:


„Endlich weniger Durchgangsverkehr in Döllnitz, endlich mehr Sicherheit auf der Straße und besserer Schutz des Eigentums! Für die Bürgerinnen und Bürger von Döllnitz geht ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. Durch gezielte Investitionen in unsere Straßen bleibt der ländliche Raum für Familien und Unternehmen attraktiv und lebenswert. Mit der Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung Döllnitz und den Ausbauprojekten bei Krumme Fohre machen wir unsere Straßen noch sicherer, entlasten die Ortsdurchfahrt und sorgen für einen reibungslosen Verkehrsfluss – ein Gewinn für alle! Der Freistaat Bayern unterstützt diese Maßnahmen mit über 11,5 Millionen Euro, um eine starke Infrastruktur zu schaffen, die verbindet, Arbeitsplätze sichert und die hohe Lebensqualität erhält. Allen Nutzern der neuen Straße wünsche ich stets eine gute und sichere Fahrt!“

 

MdL Rainer Ludwig stellte den übergeordneten Zusammenhang heraus und betonte die historische Bedeutung des Tages:

Für mich ein geschichtsträchtiger Tag und historischer Moment. Das tägliche Verkehrschaos gehört der Vergangenheit an. Mit der offiziellen Verkehrsfreigabe der Umgehung kann Döllnitz endlich aufatmen: Der Ort wird ruhiger, sicherer und lebenswerter. Dieses Verkehrsprojekt ist wegweisend, zukunftsorientiert und somit ein Meilenstein in punkto Verkehrsberuhigung. Die neue Tangente bringt eine spürbare Entlastung für die Menschen vor Ort und erhöht die Verkehrssicherheit – besonders für Kinder und ältere Menschen. Über zwanzig Jahre lang haben die Anwohner für diese Verbesserung gekämpft; das verdient Anerkennung und größten Respekt. Als Repräsentant des Bay. Landtags freue ich mich sehr über die hohe staatliche Förderung in die Infrastruktur gerade hier im ländlichen Raum, dem Rückgrat Bayerns. Eine intakte Infrastruktur ist Lebensgrundlage- sie stärkt die Lebensqualität und schafft notwendige Lebensräume, in denen man sich wohlfühlen kann.“

 

Regierungspräsident Luderschmid machte deutlich, wie lange die Region auf diesen Moment hingearbeitet hat und welche Rolle die Regierung von Oberfranken im gesamten Verfahren übernommen hat:


„Nach 40 Jahren kann Döllnitz aufatmen – die Regierung von Oberfranken hat hier aktiv mitgewirkt, nicht nur durch Umsetzung der Förderung mit einem maximalen Fördersatz von 90 Prozent und baufachlicher Unterstützung, sondern auch als Planfeststellungsbehörde. Trotz der insgesamt langen Zeit der Diskussionen und Klärung der Finanzierung ist erfreulich, dass wir vier Jahre nach Erlass des Planfeststellungsbeschlusses die Verkehrsfreigabe feiern können. Hilfreich war hier sicherlich auch, dass gegen die Maßnahme keine Gerichtsverfahren angestrengt wurden. Insgesamt haben Marktgemeinde Kasendorf und Freistaat Bayern mit seiner Staatlichen Bauverwaltung gemeinsam mit den Baufirmen bewiesen, dass Projekte immer dann am besten funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen.“

 

Auch Bezirkstagspräsident Henry Schramm, der aus terminlichen Gründen erst verspätet der Veranstaltung beiwohnte, schickte vorab herzliche Grüße nach Döllnitz und ließ durch den Landrat des Landkreises Kulmbach ausrichten, wie sehr er sich über die erfolgreiche Umsetzung des Projekts freut:

 „Auf Worten folgten Taten! Ich freue mich für alle Döllnitzer Bewohnerinnen und Bewohner, dass die so lange ersehnte Ortsumgehung nun endlich Realität wurde und danke allen am Projekt Beteiligten für das stetige vorantreiben. 

Bürgermeister Norbert Groß betonte die jahrzehntelange Arbeit der Gemeinde und die Bedeutung des Erfolgs:
„Wir haben jahrzehntelang für diese Straße gekämpft. Alle waren sich einig, dass etwas passieren muss – und nun ist es endlich gelungen. Ich freue mich sehr, dass wir dieses wichtige Projekt für Döllnitz erfolgreich auf den Weg gebracht haben. Ich habe den Bürgerinnen und Bürgern vor sechs Jahren zugesagt, dieses Vorhaben voranzubringen – und heute kann ich sagen: Dieses Versprechen ist eingelöst.“

Technisch anspruchsvoll – und termingerecht fertiggestellt

Die neue Umgehung verläuft östlich von Döllnitz, beginnt an der Staatsstraße 2190 bei Krumme Fohre und mündet südlich wieder in die Staatsstraße 2689 Richtung Thurnau. Ein neu gebauter Kreisverkehr bindet die KU5 an, ein Brückenbauwerk führt über den Friesenbach. Lärmmindernder Asphalt sorgt für eine ruhige Fahrbahn.

Begleitend wurden die St 2689 und St 2190 umfassend modernisiert. Dazu gehören:

  • eine optimierte Linienführung zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
  • neu angeordnete Einmündungen
  • eine neue Buswendeschleife
  • Leitungsverlegungen für Wasser, Strom und Telekommunikation
  • eine Erschließungsanbindung für ein geplantes Gewerbegebiet

Insgesamt investierte der Freistaat Bayern rund 12 Millionen Euro in das Gesamtvorhaben. Bemerkenswert ist die kurze Bauzeit: Nach nur eineinhalb Jahren konnte das Projekt termingerecht abgeschlossen werden.

Ein Projekt, das weit über Döllnitz hinauswirkt

Mit der Eröffnung der Ortsumgehung endet für viele Familien ein jahrzehntelanger Belastungszustand. Gleichzeitig stärkt die neue Verkehrsführung die gesamte Achse zwischen Kulmbach, Kasendorf und Thurnau. Die Region verfügt nun über eine moderne, sichere und leistungsfähige Straßenverbindung, die dem aktuellen Bedarf gerecht wird und zukünftige Entwicklungen ermöglicht.

Für Döllnitz bedeutet diese Straße spürbar mehr Ruhe und Sicherheit. Für den Landkreis ist sie ein konsequenter Schritt hin zu einer starken und dauerhaft verlässlichen Infrastruktur.

 

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