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Informationen und Berichte zum Gemeindegeschehen

Zug um Zug zum Ziel – „Marktplatz 2“ weiter im Zeitplan

Der erste Stock ist aufgerichtet, das Dach gedeckt, die Fenster eingebaut und das Obergeschoss isoliert – in den vergangenen Wochen konnten beinahe täglich Fortschritte am und im neuen Jugendtreff mitverfolgt werden. Seitdem diese groben Arbeiten abgeschlossen werden konnten, sind äußerlich mittlerweile weniger Veränderungen zu beobachten und die Baustelle wirkt somit etwas ruhiger. Doch dieser Schein trügt. Im Inneren laufen die Baumaßnahmen weiter auf Hochtouren. Das Projekt rückt seinem Ziel immer näher.

Einmal mehr stand die Bauangelegenheit „Marktplatz 2“ auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 10. Juni. Doch nachdem Planung und Beginn der Baumaßnahme der Verwaltung und dem Gemeinderat eher Kopfzerbrechen bereiteten, zeigten sich erster Bürgermeister Norbert Groß und Verwaltungsleiter Herbert Schmidt jetzt sehr positiv gestimmt. „Die Maßnahme macht immer größere Fortschritte. Wir bewegen uns zeitlich als auch finanziell komplett im Rahmen“, so Groß. Dabei verdeutlichte er, dass derzeit der Innenausbau vollzogen wird. So laufen momentan die Elektro- und Heizungsinstallationen sowie die Einrichtung der Sanitäranlagen. Auch die historische und aus Sicht der Denkmalschutzbehörde erhaltenswerte Holzbohlendecke wurde nach einer Reinigung und Restaurierung mittlerweile wieder an ihrem Platz eingebaut. In den nächsten Wochen soll mit den Arbeiten an den Außenanlagen begonnen werden.

Für den Bau eines Carports im hinteren Bereich des Anwesens wurde in der Gemeinderatsitzung grünes Licht gegeben. Hier werden insgesamt sechs neue Stellplätze geschaffen, die später als Parkmöglichkeit von der Diakoniestation genutzt werden können. Nach heutigem Stand rechnet man Ende des Jahres mit einer Übergabe des Gebäudes an den Jugendtreff.

 

 

Zaunfelder am Peestener Friedhof erneuert

„Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei“ – die Kirchengemeinde Peesten nahm das bekannte Frühlingslied des Lehrers und Schriftstellers Hermann Adam von Kamp beim Wort und erneuerte im Frühjahr die Zaunanlage am Friedhofsgelände.

Im März hatte sich der Kirchenvorstand in einer Sitzung mit der Thematik befasst, nachdem die bisherigen Zaunfelder am Weg von der Kirche zum Friedhof mit den Jahren morsch und äußerst unansehnlich geworden waren. Bei der Erneuerung wurde darauf geachtet, dass bei der Restaurierung wieder ein natürliches Material verwendet wird. So wurden insgesamt zwölf neue Zaunfelder, die in der Werkstatt der Rummelsberger Diakonie hergestellt wurden, aus wetterbeständigem Lerchenholz angefertigt. In diesem Rahmen konnte auch ein neuer Handlauf am Haupteingang des Friedhofes angeschafft werden, der gerade für ältere oder geheingeschränkte Besucherinnen und Besucher mehr Sicherheit gewährleistet. Darüber hinaus konnte dadurch auch das Ortsbild erheblich aufgewertet werden.

Insgesamt wurden über 3.600,00 Euro von der Kirchengemeinde für diese Maßnahme investiert. Besonders freut man sich über einen finanziellen Zuschuss seitens der Marktgemeinde in Höhe von 740,00 Euro, den der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 24.06.2020 einstimmig beschlossen hat.

 

Kasendorfer Seniorenlogen – Bauarbeiten stehen kurz vor ihrem Start

Sie werden das Angebot von Senioren in der Marktgemeinde bereichern und die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen weiter ergänzen – mit den Seniorenlogen im ehemaligen Edeka-Markt wird in Kasendorf eine ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaft für insgesamt 12 Bewohner entstehen. Doch nachdem die Corona-Krise dem ersten Spatenstich einen Strich durch die Rechnung machte, wird sich der offizielle Baubeginn wohl auf Herbst verschieben.

Es ist mittlerweile ein Jahr her, seit die Initiatoren Sascha Seuß und Markus Weigel zusammen mit Projektberater Dr. Christian Moosbrugger ihre Planunterlagen in der Juli-Sitzung des Marktgemeinderates vorgestellt haben. Zum damaligen Zeitpunkt peilte man Ende des Jahres 2019 als Zeitpunkt für den Baubeginn sowie eine Bauzeit von etwa einem Jahr an. Allerdings katapultierte die gute konjunkturelle Lage der Handwerksbetriebe den Startschuss für das Millionenprojekt ins Jahr 2020. Darauf folgte Corona, das die Umsetzung der Maßnahme weiter ausbremste.

Derzeit laufen vor allem noch die Anträge beim Landesamt für Pflege über eine Förderung des Vorhabens. „Dieser Förderbescheid ist für unser Projekt jedoch enorm wichtig“ erklärt Sascha Seuß. Das soziale Bestreben der Investoren sei es nach wie vor, dass sich jeder im Alter einen Platz in den Kasendorfer Seniorenlogen leisten kann. Umso wichtiger sei es daher die öffentlichen Mittel, die derzeit verstärkt zur Verfügung gestellt werden, für dieses Bauvorhaben abzurufen. Am Ende sollen so wenig Kosten wie möglich auf die zukünftigen Bewohner umgelegt werden müssen. „Natürlich ist es bedauerlich, dass sich der Baubeginn verzögert; bei einer Maßnahme dieser Größenordnung gilt es allerdings auch, nichts zu überstürzen, nur um schnellstmöglich fertig zu werden. Die Senioren-WG soll Hand und Fuß haben“ so Seuß weiter.

Solange die bürokratischen Mühlen weitermahlen, wollten Seuß und Weigel dennoch keinen Tag ungenutzt lassen, um die Verzögerung so gering wie möglich zu halten. So wurde der Zeitplan für das Projekt nochmals überdacht und modifiziert. Die Sanierung der Wohnräume über dem ehemaligen Lebensmittelmarkt zu insgesamt drei Wohnungen, die ohnehin Teil der Planungen war, wurde somit kurzerhand vorgezogen. Noch in diesem Sommer möchte man mit dem Umbau der Wohnungen beginnen. Sobald dann der erwartete Förderbescheid eingeht, kann auch der Ausbau der Wohngemeinschaft im Erdgeschoss direkt angeschlossen werden. „Dadurch verhindern wir auch, dass Handwerker, die uns bereits zugesagt haben, wegen der Verzögerung wieder abspringen“ erklärt Markus Weigel. Für ihn ist es auch kein Grund, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken: „Das ist die Wohnform der Zukunft. Dass alleine das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ein gesondertes Förderprogramm für diese Art von Seniorenbetreuung aufgelegt hat, beweist, dass wir mit unserem Projekt hier in Kasendorf in die richtige Richtung gehen und einen prima Mehrwert für die Seniorinnen und Senioren schaffen. Eine Herzensangelegenheit braucht manchmal eben etwas mehr Zeit, um wirklich gut zu werden“, zeigt er sich optimistisch eingestimmt.

Nach Fertigstellung, mit der nach heutigem Stand im Frühjahr bzw. Mitte 2021 gerechnet wird, stehen in Kasendorf insgesamt 11 Wohneinheiten für 12 Bewohner zur Verfügung. Dabei werden 10 Einzelapartments, jeweils mit eigenem Bad sowie einem Zugang zum Garten geschaffen. Darüber hinaus wird es auch ein Doppelapartment für Ehepaare geben. Auch werden großzügig gestaltete Gemeinschaftsräume wie Küche und Wohnzimmer entstehen.  

Die ambulant betreute WG bietet dann die Möglichkeit, in Gemeinschaft selbstbestimmt alt zu werden. Dabei stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren an oberster Stelle. Gemeinsam entscheiden sie bzw. die Angehörigen wie das Zusammenleben gestaltet wird.

 

Ortssprecher und Ortsvertreter sind gewählt

In der konstituierenden Sitzung des Marktgemeinderates am 13.05.2020 legten die Räte einstimmig fest, dass in den Ortschaften die keinen Gemeinderat stellen auch wieder Ortssprecher und Ortsvertreter gewählt werden können. Ortssprecher können die ehemaligen als Gemeinde eigenständigen Ortschaften wählen. Dieser darf in den öffentlichen wie auch den nicht öffentlichen Sitzungen an den Beratungen teilnehmen, hat jedoch kein Stimmrecht.

Ortsvertreter können von allen Ortschaften gewählt werden, auch wenn sie aus der Geschichte heraus keine eigenständige Gemeinde waren. Die Ortsvertreter dürfen nur in den öffentlichen Sitzungen ohne Stimmrecht an den Beratungen teilnehmen.

Der Wunsch nach Sprechern muss durch die Bürger der Ortschaften schriftlich erklärt werden, was im Falle der Ortschaften Azendorf, Welschenkahl und Neudorf erfolgte.

Am Samstag, den 27.06.2020 wurden dann ab 14 Uhr zu den Ortsversammlungen im Stundenrhythmus geladen. „Ich halte es für wichtig, dass möglichst aus jeder Ortschaft ein Sprachrohr im Gemeinderat vertreten ist, wobei wir auch ohne Sprecher immer ein offenes Ohr für unsere Bürgen haben werden!“, so Bürgermeister Norbert Groß bei jeder Eröffnung der einzelnen Sitzungen. Folgende Ergebnisse brachten dann die einzelnen Wahlen, die von Geschäftsstellenleiter der VG Kasendorf Herbert Schmidt organisiert und durchgeführt wurden:

Azendorf:  

Alleinkandidat Kilian Hammond wurde mit 35 von 40 Stimmen zum Ortssprecher gewählt. Die Wahl zum Gemeinderat hatte er knapp verpasst, ist nun aber als Ortssprecher das erste Mal im Gemeinderat vertreten.

Welschenkahl:    

Reinhold Frankenberger wurde mit 9:7 Stimmen zum Ortsvertreter gewählt, der Gegenkandidat war Werner Schmidt. Reinhold Frankenberger war auch schon in den Wahlperioden vorher der Vertreter.

Neudorf:    

Alleinkandidat Lothar Hörner wurde mit 24 von 24 Stimmen zum Ortssprecher gewählt. Auch er gehörte schon als Ortsvertreter für Neudorf dem Gemeinderat an.

 

Markt heißt neue Jugend- und Seniorenbeauftragte willkommen

Direkte Ansprechpartner für Jugendliche und Senioren, Vermittler bei Anregungen und Problemen, Initiatoren für Projekte und Aktivitäten - die Jugend- und Seniorenbeauftragten unserer Marktgemeinde sind das Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Altersklassen und dem Gemeinderat. In der zweiten Sitzung des Gemeindegremiums beschäftigte man sich daher auch mit der Bestellung dieser ehrenamtlichen Posten. Dabei wurden Philipp Hacker und Jutta Reichel offiziell für diese Ämter bestimmt.

Erster Bürgermeister Norbert Groß freute sich besonders darüber, dass sich zu Beginn der neuen Amtsperiode wieder engagierte Mitbürger für diese Aufgaben zur Verfügung gestellt haben. Nachdem die bisherige Seniorenvertreterin Hannelore Hanel, die diese Aufgabe über 12 Jahre lang ausgeführt hat, signalisierte, für die kommende Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen, konnte Jutta Reichel aus Kasendorf als Nachfolgerin gewonnen werden. Frau Reichel ist bei der Diakoniestation Kasendorf-Wonsees beschäftigt und hat gerade durch die tägliche Arbeit mit Senioren gute Verbindungen zur älteren Generation im Gemeindegebiet.

Auch bei der Stelle des Jugendbeauftragten gab es eine personelle Veränderung. Nachdem Maximilian Krüger aus Peesten diese Aufgabe während der letzten sechs Jahre innehatte, wurde diese an Philipp Hacker übergeben. Herr Hacker ist durch sein Engagement in der Kasendorfer Kirchengemeinde sowie insbesondere durch seine Arbeit im Jugendtreff einem großen Teil der Bevölkerung bekannt und bringt damit ebenfalls beste Voraussetzungen für einen direkten Draht zu den Jugendlichen mit sich.

„Uns sind die Probleme, Belange und Ideen aller Bevölkerungsgruppen innerhalb der Gemeinde wichtig“ so Norbert Groß. Deshalb gilt es auch, jeder Altersschicht einen konkreten Ansprechpartner zur Seite zu stellen, um ein funktionierendes Netzwerk zum Gemeinderat herstellen zu können. Die Jugend- und Seniorenbeauftragten können jederzeit bei Anfragen kontaktiert werden. Zu erreichen sind sie unter folgenden Kontaktdaten:

Jugendbeauftragter Philipp Hacker:

Handy: 015256549446
Email: philipp-kasendorf(at)web.de
Seniorenbeauftragte Jutta Reichel: 09228 9966799

 

Post-Partnerfiliale ab dem 3. August im Kasendorfer Rathaus

Eingang zur Post über großes Tor

Nachdem die Tankstelle ihren Verkaufsraum und Getränkemarkt im letzten Jahr geschlossen hatte, übernahm die Elektrofirma Bauer in Kasendorf eine Basis-Poststelle. Leider kündigte Herr Bauer die Poststelle zum 30.06.2020. Da die Deutsche Post eine Versorgungsverpflichtung für Gemeinden über 2.000 Einwohner hat, musste deren Außendienstmitarbeiter eine neue Bleibe suchen. Monatelang wurde versucht Kasendorfer Läden und Unternehmer für die Dienstleistungen der Post zu gewinnen, was leider ohne Erfolg blieb.

Da blieb nur noch der Gang zum Bürgermeister, um ihn über die aktuelle Situation zu informieren. Die allerletzte Möglichkeit wäre es, wenn die Kommune die Poststelle integriert. Ansonsten müsste sich die Post aus Kasendorf zurückziehen. „Dies darf auf keinen Fall soweit kommen!“ machte Erster Bürgermeister Norbert Groß in der Marktgemeinderatssitzung am 10.06.2020 seinen Gemeinderäten deutlich und ergänzte: „Wir alle sind es unseren Bürgern schuldig, in dieser Situation diese Dienstleistung sicherzustellen. Wir müssen den Trend endlich stoppen, dass uns in Kasendorf immer mehr Service am Bürger wegbricht!“

Somit beschlossen die Räte einstimmig, die Post-Partnerfiliale, so wie sie früher in der Tankstelle geführt wurde, im Rathaus anzusiedeln. „Wir werden im Erdgeschoss das große Tor wieder öffnen und im bisherigen Besprechungsraum die Post unterbringen. Dann haben die Bürger einen kurzen Weg zur Post, der auch die Maßnahmen bzgl. der Corona-Pandemie im Rathaus nicht beeinträchtigt!“, so Groß weiter.

Ziel ist es die Post-Filiale zumindest kostendeckend zu führen, was kontinuierlich überprüft wird. Ein Appell geht jedoch auch an die Kasendorfer Bürger und Unternehmer, die zur Sicherstellung des dauerhaften Verbleibes der Poststelle diese auch rege nutzen sollten.

Die Partner-Filiale der Post im Rathaus öffnet am Montag den, 03.08.2020, wobei die Postfächer bereits ab dem 02.07.2020 am Rathausparkplatz gegenüber des Eingangs stehen werden.

Folgende Öffnungszeiten wird die Post im Rathaus haben:

Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag           9.00 Uhr bis 11.00 Uhr

Dienstag und Donnerstag                              15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

 

Ein ruhiger Sommer – viele Gemeindeevents abgesagt

An Gregori ziehen die Kinder mit Fähnchen und Blumenkränzen durch den festlich geschmückten Ort, die Peestener Kerwajugend tanzt zum „Rehragout“ auf der Tanzlinde und zum Kellerfest wehen bunte Bänder über den Kasendorfer Festplatz – der Veranstaltungskalender in unserer Marktgemeinde ist von einer Vielzahl an traditionellen Festen geprägt. Doch all dies kann in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden; der Kasendorfer Sommer wird wohl so ruhig wie nie.

Aufgrund des Beschlusses der Bundesregierung, dass bis mindestens 31. August alle Großveranstaltungen untersagt sind, haben bereits viele Vereinsvorstände und Organisationsteams reagiert und die verschiedenen Events in und um Kasendorf offiziell abgesagt. So kann die Peestener Lindenkirchweih, die jetzt am zweiten Juniwochenende wieder tausende Besucherinnen und Besucher in die Gemeinde gelockt hätte, nicht stattfinden. Auch der Kasendorfer Gesangverein Liederkranz hat mit einer offiziellen Meldung mitgeteilt, dass das Kasendorfer Sommerevent 2020 ausfallen muss. Ebenso trifft es beispielsweise das weithin bekannte Zultenberger Johannifeuer oder auch die Heubscher Schupfenkerwa mit ihren berühmten Brathähnchen. Was aus allen geplanten Veranstaltungen in den Herbstmonaten, wie etwa der Kasendorfer Kerwa auf dem Rathausplatz, den Nachkerwas oder den Veranstaltungen im Advent und zur Weihnachtszeit wird, bleibt bisher offen. „Wir hängen diesbezüglich noch komplett in der Luft und können nur auf weitere Signale der Bundes- und Landesregierung warten“ so Bürgermeister Norbert Groß.

Es werden sicherlich ungewöhnliche Sommermonate im Markt und unseren Ortsteilen, umso mehr hoffen die einzelnen Vereine und Dorfgemeinschaften jedoch auf ein gemeinsames Wiedersehen im nächsten Jahr und freuen sich schon jetzt darauf viele Gäste aus nah und fern begrüßen zu können.

mkr

 

Konstituierende Sitzung – So hat sich der Kasendorfer Marktgemeinderat formiert

Vereidigungen, Ausschussbesetzungen und eine Vielzahl an organisatorischen Fragen: nachdem bei der Kommunalwahl im März die Karten der Gemeindepolitik neu gemischt worden sind, hat der neue Kasendorfer Marktgemeinderat seine Arbeit offiziell aufgenommen. Bei der konstituierenden Sitzung am 13. Mai wurde Norbert Groß als erster Bürgermeister vereidigt und in sein Amt eingeführt. Zusammen mit ihm stehen in den nächsten sechs Jahren Klaus Amschler als zweiter Bürgermeister sowie Tanja Friedrich als dritte Bürgermeisterin an der Spitze der Gemeinde. 

Die COVID-19 geschuldeten Einschränkungen bestimmten auch die erste gemeinsame Zusammenkunft des neugewählten Gemeindegremiums. Aufgrund des zu geringen Mindestabstandes blieben die Lichter im Sitzungssaal des Rathauses aus; stattdessen musste man auf das Musikheim ausweichen, wo alle entsprechenden Vorgaben und Verhaltensregeln eingehalten werden konnten. Die Vereidigung von Norbert Groß als erster Bürgermeister nahm dabei Marktgemeinderatssenior Klaus Amschler vor, der ihm bei seiner neuen Aufgabe stets eine glückliche Hand sowie allgemein ein gutes Miteinander wünschte. Direkt im Anschluss stand mit der Vereidigung der neugewählten Gemeinderatsmitglieder auch die erste offizielle Amtshandlung von Groß auf der Tagesordnung. Den Amtseid legten Winfried Gräf, Dr. Antje Hammon und Maximilian Krüger (alle CSU/OL), Philipp Hacker und Michael Zboron (Freie Wähler) sowie Michael Otte (FDP) als die „Neuen“ im Gemeindeparlament ab.

Ebenso stand auch die Wahl der weiteren Bürgermeister im Fokus des Abends. Als alleiniger Kandidat für den direkten Stellvertreter von Norbert Groß wurde Klaus Amschler vorgeschlagen, der dieses Amt bereits seit dem Jahr 2008 innehat. Gemeinderat Roland Hübner betonte hierbei, diesen Posten mit Amschlers langjährigen Erfahrungswerten auch in der kommenden Amtsperiode sicher und zuverlässig zu besetzen. Bei der Wahl des weiteren Bürgermeisters stellten sich zwei Kandidaten zur Wahl. Maximilian Krüger plädierte hierbei für Tanja Friedrich (CSU/OL), während Monika Brandt ihren Parteikollegen Michael Zboron (FW) ins Rennen schickte. Tanja Friedrich, die dem Marktgemeinderat bereits seit 6 Jahren angehört, konnte die Wahl für sich entscheiden. Somit wird der Posten des weiteren Stellvertreters erstmals in der Geschichte Kasendorfs von einer Bürgermeisterin ausgeübt.

Die Bestellung der Vertreter für die Ausschüsse sowie die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft und des Abwasserzweckverbandes konnten zügig abgehandelt werden. Von den einzelnen Parteigruppierungen waren bereits im Vorfeld Delegierte bestimmt worden, sodass die endgültige Beschlussfassung über die Ausschusszusammensetzungen eine reine Formsache darstellte. Als Novum wurde hierbei die Bildung eines sogenannten Sonderausschusses behandelt. Hierbei handelt es sich um einen beschließenden Ausschuss, der im Falle einer Verschlechterung der Corona-Pandemie und einer damit eventuell verbundenen nichtbeschlussfähigen Mehrheit des Gesamtgemeinderates tagen würde. So wäre eine Aufrechterhaltung des allgemeinen Geschäftsganges gewährleistet.

Weitere Posten wie die des Senioren- und Jugendbeauftragten oder des Gemeindechronisten sollen in der nächsten Sitzung bestimmt werden. Als genereller Sitzungstermin wurde jeweils der zweite Mittwoch des Monats festgelegt. 

Bei seiner Antrittsrede betonte Norbert Groß insbesondere, dass bei der bevorstehenden gemeinsamen Arbeit weiterhin der bestehende Kasendorfer „kommunale Geist“, der von einem fraktionslosen und mit wenig Ausschüssen bestückten Gremium geprägt ist, im Fokus stehen solle. „Jeder von uns hat verschiedene Pflicht-, dabei aber auch Küraufgaben zu bewältigen. Die im Wahlkampf vielseitig angesprochenen Ideen sollen respektvoll diskutiert werden“, so Groß. Dabei gelte es vor allem darum, sorgfältig abzuwägen, was Kasendorf weiter voran und einen Mehrwehrt bringe. Voller Optimismus, Motivation und Elan appellierte Norbert Groß abschließend an sein Gremium: “Uns erwarten spannende sechs Jahre. Packen wir‘s gemeinsam an!“

Die Ausschussbesetzungen

 

Rechnungsprüfungsausschuss

Sonderausschuss

 

Winfried Gräf

Jörg Hargens

Martinas Hollweg

Monika Brandt

 

 

Klaus Amschler

Tanja Friedrich

Dr. Antje Hammon

Jörg Hargens

Monika Brandt

Philipp Hacker

 

Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft

Zweckverband zur Abwasser-beseitigung Friesenbachtal

 

Klaus Amschler

Tanja Friedrich

Volker Hohenberger

 

 

Tanja Friedrich

Roland Hübner

Maximilian Krüger

Michael Zboron

Michael Otte

 

mkr

 

Man sagt zum Abschied leise „Servus“ – Bernd Steinhäuser verlässt nach 18 Jahren das Rathaus

Die Folgen der Corona-Pandemie brachten auch den Wechsel und die Übergabe der kommunalpolitischen Ämter aus den Fugen. An gewöhnliche Verabschiedungsveranstaltungen war nicht zu denken. Keine Grußworte, kein Händedruck, keine Umarmungen. Doch besondere Situationen, erfordern auch besondere Maßnahmen: um den nötigen Sicherheitsabstand einhalten zu können, bereiteten die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft ihrem Chef einen internen Empfang in der Kasendorfer Bauhofhalle, von wo aus Bernd Steinhäuser in den politischen Feierabend entlassen wurde.

Die Blicke der insgesamt 19 Kolleginnen und Kollegen schweiften nach oben, als Bauhofarbeiter Wieland Hollweg den scheidenden Bürgermeister in luftiger Höhe auf einem Frontlader in die Bauhofhalle fuhr. Ob Verwaltungsteam, Reinigungskräfte oder Bauhofkollegen - für alle ein ergreifender Moment, als dabei der Titel „Ciao Amore“ durch die Halle erklang.

Voller Dankbarkeit für die gemeinsamen Arbeitsjahre zeigte sich Verwaltungsleiter Herbert Schmidt und attestierte dem Gemeindeoberhaupt neben dem hohen Einsatz und Engagement für die durchgeführten Maßnahmen und Projekte dabei auch einen ausgezeichneten Führungsstil seiner Mitarbeiter: „Die Fluktuation geht gegen null. Wer einmal bei uns ist, fühlt sich wohl und möchte nicht mehr gehen, was wesentlich auf Deine Art und Weise der guten Zusammenarbeit im Kollegium zurückzuführen ist“. Diesen lobenden Worten konnte sich auch Bürgermeisterkollege Andreas Pöhner aus Wonsees nur anschließen, indem er das überaus gute Miteinander ebenfalls würdigte und auch hervorhob, mit welchem Respekt man in Wonsees die Entwicklung Kasendorf innerhalb der letzten Jahre verfolge.

Gleiches konnte Bernd Steinhäuser allen Anwesenden dabei nur zurückgeben: „Es hat mir auch wirklich immer sehr viel Freude gemacht, für die Gemeinde zu arbeiten; gerade auch weil ich auf eine intakte Mannschaft an meiner Seite zählen konnte“. Dennoch sei er nach wie vor davon überzeugt, den richtigen Zeitpunkt für seinen Rückzug aus dem Rathaus gewählt zu haben. „Wenn man die letzten 18 Jahre Revue passieren lässt, kommt es einem eigentlich gar nicht so lange vor. Genau deshalb führt man sich immer öfter vor Augen, wie schnell doch die Zeit vergeht und dass es neben der Politik noch andere Dinge im Leben gibt“ so Steinhäuser. Er werde es nun ruhiger angehen lassen. Oberster Anspruch gelte jetzt seiner Familie.

Von 1996 bis 2002 bereits den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters innehabend, übernahm Bernd Steinhäuser im Mai 2002 die Amtsgeschäfte seines Vorgängers Hans Eschenbacher. Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Marktgemeinderat konnte Vieles erreicht werden. Ortsbildprägende Maßnahmen, wie beispielswiese die Neugestaltung des Rathausplatzes oder der Kelterei standen anfänglich auf der Agenda; ebenso die Arbeiten zur Rathaussanierung und  -erweiterung, mit denen inmitten des Ortskerns ein echtes Schmuckstück geschaffen werden konnte. Mit Straßensanierungen oder dem Bau der Ortsumgehung Welschenkahl wurde die Infrastruktur verbessert, die auch in den jeweiligen Ortsteilen nicht vergessen wurde. Beste Beispiele dafür sind Bau- und Modernisierung der Dorfgemeinschaftshäuser in Peesten oder Welschenkahl. Neben dem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen bestimmten zuletzt vor allem die Megaprojekte am Marktplatz den Arbeitsalltag. Hier konnten die Weichen bereits wesentlich gestellt und eine Grundlage geschaffen werden, auf der sich zukünftig aufbauen lässt.

Für Kasendorf geht nun eine Ära zu Ende. Nach fast zwei Jahrzehnten durchaus erfolgreicher Kommunalpolitik verlässt Bernd Steinhäuser seinen Rathausposten. Gebührende Abschiedsfeiern in stilvollem Ambiente, mit Laudationen verschiedener politischer Vertreter und Weggefährten sehen zwar anders aus, allerdings spiegelt diese Art der Verabschiedung gerade auch den Charakter des zukünftigen „Altbürgermeisters“ wider: bescheiden, bodenständig und ohne Allüren. Es war ein leises „Ade“ nach 18 Jahren Einsatz und Engagement für Kasendorf, aber ein Abschied, der von Herzen kommt.

mkr

 

Fritz-Hornschuch-Naturpfad um Kasendorf erneuert

In einer Gemeinschaftsinitiative der Marktgemeinde Kasendorf, der Geschäftsführung des Naturparks Fränkische Schweiz – Frankenjura sowie der Wegewarte Helga und Siegfried Dressel wurden 27 Lehrtafeln erneuert und acht zusätzliche Infotafeln "Natur" aufgestellt.

Erstmals eröffnet wurde der Fritz-Hornschuch-Naturpfad im August 1936. Der lehrreiche Wanderweg war der erste in Oberfranken und einer der ersten Deutschlands. Auf 8,5 Kilometern führt er rund um Kasendorf und ist ausgestattet mit zahlreichen Infotafeln unter anderem zu den Ausgrabungen der 1930er Jahre, an denen der Kulmbacher Lehrer und Oberstadtschulrat Max Hundt maßgeblich beteiligt war. Da sich die Öffentlichkeit damals sehr für die Grabungen interessierte, initiierte er gemeinsam mit dem Rektor Hans Edelmann sowie den Kasendorfern Karl Jahreiß und Oskar Kaufmann, den Naturpfad, den sie nach dem Kulmbacher Unternehmer Fritz Hornschuch benannten. Er hatte die Kosten übernommen und so verhindert, dass die Nationalsozialisten auf die Grabungen Einfluss nahmen.

Der ehemalige Kreisheimatpfleger und Konrektor der Kasendorfer Schule, Dieter Schmudlach, kümmerte sich Jahrzehnte lang intensiv um diese Lehrtafeln. So fanden auch Teilerneuerungen,  Aktualisierungen nach weiteren vorgenommenen Grabungen sowie immer wieder Führungen statt. Doch in den vergangenen Jahren ist der Fritz-Hornschuch-Naturpfad etwas in Vergessenheit geraten. Das änderte sich, als das Ehepaar Helga und Siegfried Dressel aus Peesten im Jahr 2018 das Ehrenamt der Wegewarte für den Fränkische Schweiz Verein übernahm. Die beiden erkannten das Potenzial des Fritz-Hornschuch-Naturpfades als idyllische Rundwandertour.

„Wir wollten eigentlich, dass nur ein paar Tafeln erneuert werden“, so Dressel, doch gleich beim ersten Gespräch habe Bürgermeister Bernd Steinhäuser angeboten, den gesamten Pfad wiederherzurichten. Von den Projektkosten über 35.000 Euro wurden 60 Prozent als Maßnahme des Naturparks Fränkische Schweiz – Frankenjura staatlich gefördert. Die Grafikwerkstatt Leon in Pottenstein, in Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Dressel und der Naturparkleitung, erneuerte die 27 geologischen und geschichtlichen Lehrtafeln und ergänzte sie um acht weitere Infotafeln rund um das Thema „Natur“, etwa zu Vögeln, Fledermäusen oder Niederwaldwirtschaft. Die Fertigstellung des Beschilderungsprojekts ist Ende April geplant. Zusätzlich machten der Kasendorfer Bauhof und der Bautrupp des Naturparks den Wanderpfad besser begehbar. Die Stufenanlagen wurden hergerichtet und umgestürzte Bäume und Bewuchs entfernt. Das Ehepaar Dressel erneuerte und ergänzte die Wegemarkierungen entsprechend der neuen Richtlinien des Fränkische Schweiz Vereins. Die Markierung des Fritz-Hornschuch-Naturpfades ist nach wie vor ein weiß-blauer Balken.

Bürgermeister Steinhäuser weiß das ehrenamtliche Engagement der Wegewarte zu schätzen: „Es ist schön, wenn man jemanden hat, der sich mit der Region identifiziert.“  Der Fritz-Hornschuch-Naturpfad habe eine große historische Bedeutung für Kasendorf und sei bis heute „der“ Wanderweg für den Nahbereich. „Die alten schwarz-weiß-Schilder entsprachen nicht mehr dem heutigen Zeitgeist“, so Steinhäuser. Die neuen Infotafeln seien bunt, grafisch ansprechend und mit QR-Codes ausgestattet. Die können Besucher mit dem Smartphone einscannen und weiterführende Informationen auf der Website www.kasendorf.de erhalten. Ergänzend soll es in den nächsten Wochen auch einen Flyer geben.

Helga Dressel zufolge stellt der Weg nicht nur für Besucher eine Bereicherung dar, sondern auch für die Einheimischen. Sie berichtet: „Bei unseren Arbeiten sind wir vielen Kasendorfern begegnet, von denen wir positives Feedback bekommen haben.“ Ehemann Siegfried betont, dass der Naturpfad auch für kurze Etappen geeignet ist, weil bis zu vier verschiedene Einstiegspunkte möglich seien. Ein möglicher Ausgangspunkt für die Runde ist der Wanderparkplatz am Ortseingang von Kasendorf aus Richtung Kulmbach. Von dort aus gelangt man in den "Pfarrwald" zu einem prähistorischem Gräberfeld aus der Zeit um 800 vor Christus. Der darauffolgende Anstieg auf die Jurahöhe belohnt mit schönen Ausblicken Richtung Kulmbach und zum Frankenwald. Am Prelitz informieren nun neue Infotafeln über Themen wie Bienen und Insekten, Totholz oder das Natura2000-Gebiet Albtraufhänge. In der Nähe von Reuth passiert man ein Felsentor und gelangt über Waldpfade zu einem Aussichtspavillon namens „Sonnentempel“. Bergabwärts über eine Stufenanlage, dann Richtung Kasendorf ist ein Abstecher zur Friesenquelle möglich.

Über die Ringwälle der vorgeschichtlichen Wehranlage steigt man hinauf zum Turmberg mit dem 15 Meter hohen Magnusturm. Dort gibt es Infotafeln zur ehemaligen Keltensiedlung und weite Ausblicke bis zum Thüringer Wald, zum Frankenwald und ins Fichtelgebirge. Bergabwärts, vorbei an Felsenkellern und über den Festplatz, gelangt man zurück zum Marktplatz in Kasendorf. Die Wanderung wird in der Tagestouren-Broschüre sowie auf der Website der Fränkischen Schweiz mit leichtem Schwierigkeitsgrad und einer Gesamtlänge von drei Stunden angegeben (www.fraenkische-schweiz.com/de/touren).  

Sollten Schilder fehlen oder Wegführungen zweifelhaft sein, können Wanderer bei der Marktgemeinde Kasendorf oder direkt bei den Wegewarten Bescheid geben.

 

Sicherheit für alle: Maßnahmen gegen COVID-19

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch das öffentliche Leben in der Gemeinde Kasendorf fest im Griff: Sämtliche Veranstaltungen aus dem sonst so vielfältigen Eventkalender wurden abgesagt, Kindebetreuungseinrichtungen und Grundschule sind geschlossen, Gaststätten und Geschäfte mussten ihren Betrieb vorübergehend einstellen.

Die aktuellen Entwicklungen sowie die zahlreichen Verfügungen und Richtlinien der Bundes- und Landesregierungen stellen Verwaltung und Marktgemeinderat vor große Herausforderungen. Mittlerweile wurden viele verschiedene Maßnahmen ergriffen, die eine weitere Virusausbreitung eindämmen sollen.

So wurde die Verwaltung auf einen Notbetrieb umgestellt, der allen Bürgerinnen und Bürgern von Montag bis Freitag, jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr, einen eingeschränkten Verwaltungsservice anbietet. „Zur Verzögerung der Virusausbreitung gilt es, vor allem den direkten Bürgerkontakt zu vermeiden, weswegen ein gewöhnlicher Parteiverkehr momentan nicht möglich ist. Alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zu den angegebenen Uhrzeiten ausschließlich telefonisch erreichbar. Vieles lässt sich vorerst auch telefonisch oder per E-Mail erledigen“, erklärt Verwaltungsleiter Herbert Schmidt. Für absolut unaufschiebbare Angelegenheiten besteht jedoch nach vorheriger telefonischer Anmeldung die Möglichkeit, einen persönlichen Termin zu vereinbaren.

Über das Gemeindeportal www.kasendorf.de werden alle Bürgerinnen und Bürger über Änderungen der Situation sowie neue Entscheidungen oder Maßnahmen fortlaufend informiert. Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die aufgrund der Krise in eine existenzbedrohliche Schieflage und Liquiditätsengpässe gekommen sind. Gewerbetreibende werden über verschiedene Links, insbesondere zu entsprechenden Antragsformularen ebenfalls über die Gemeindehomepage informiert.

Auch auf die Arbeit des Marktgemeinderates sowie den damit verbundenen Entscheidungen hat die Krise erheblichen Einfluss. Der Verwaltung wurde geraten, die Tagesordnungspunkte für die Gemeinderatssitzungen auf ein Minimum zu reduzieren. So war der öffentliche Teil der Sitzung am 18.03.2020 binnen einer Viertelstunde abgehandelt. Unaufschiebbares Thema war vor allem, die Vergabemaßnahmen für die Bauprojekte am Marktplatz zu treffen. Um den empfohlenen Sicherheitsaspekt zu wahren, musste man auf einen größeren Veranstaltungsraum im zweiten Stock des Rathauses ausweichen.

„Jegliche Arbeiten von Verwaltung und Gemeinderat stehen aktuell im Zeichen von Corona. Wir konzentrieren uns mit unseren Maßnahmen jetzt darauf, dazu beizutragen, eine schnelle Virusverbreitung zu verhindern, versuchen dabei aber auch die Verwaltungsgeschäfte so gut es geht am Laufen zu halten. Oberstes Gebot ist es, dass alle Anordnungen eingehalten und ernst genommen werden“ so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

mkr

 

Nächstes Etappenziel: „Marktplatz 2“ wieder aufgebaut

Es gab Zeiten, da konnten sich wenige vorstellen, wie das Anwesen am Marktplatz 2 einmal aussehen wird. Als das „Schmiedshaus“ nach Beginn der Sanierungsarbeiten im Herbst 2019 bis auf wenige Mauern des Keller- und Erdgeschosses abgebrochen worden war, bot das Areal in Kasendorfs Mitte einen wüsten Eindruck. Umso schöner ist es, jetzt endlich Baufortschritte verfolgen zu können. Mit der Aufrichtung des ersten Stocks sowie des Dachgeschosses konnte eine weitere Bauetappe erreicht werden.

In den letzten Wochen ging es Schlag auf Schlag: kaum war das Erdgeschoss statisch gesichert, konnte schon die Geschossdecke zum ersten Stockwerk gegossen werden. Direkt im Anschluss konnten die Handwerker der Welschenkahler Zimmerei Schuster, welche für die Maßnahmen den Zuschlag bekommen hat, mit ihren Arbeiten beginnen. Binnen weniger Tage standen der in Holzbauweise errichtete erste Stock sowie die Dachkonstruktion. Insgesamt kann man auf einen reibungslosen Ablauf der Verrichtungen zurückblicken. Gerne hätte man diesen erfolgreichen Abschluss auch mit einem Richtfest gefeiert, was jedoch aufgrund der Corona-Krise nicht möglich ist.

Schritt für Schritt bekommt das Gebäude nun sein völlig neues Gesicht, was die Verwaltung und den Gemeinderat bei dieser Bauangelegenheit ein wenig aufatmen lässt: „Es macht wirklich Freude zu sehen, wie eine Maßnahme nach der anderen abgeschlossen werden kann“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

Jetzt wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass das gesamte Gelände bald wieder mit neuem Leben gefüllt werden kann. In etwa einem Jahr soll das Gebäude, in das über 1,6 Millionen Euro investiert werden, seiner neuen Nutzung als Jugendtreff übergeben werden.

mkr

 

Versorgung während der Coronakrise – Kasendorfer Initiative kümmert sich um Risikogruppen

Ein starkes Miteinander ist gerade in aktuellen Krisenzeiten besonders erforderlich. Vielen in unserer Marktgemeinde ist es daher ein wichtiges Anliegen, sich gerade jetzt verstärkt um ältere Mitbewohner oder Menschen mit Vorerkrankungen zu kümmern. Gemeinderat und Verwaltung sind daher sehr dankbar darüber, dass Heike Lauterbach vom Döllnitzer Betrieb „Fettnäpfchen“ die Initiative ergriffen hat, für das Kasendorfer Gemeindegebiet einen Helferkreis zu gründen, der eine solche Unterstützung anbietet.

Aufgrund der derzeitigen Gefahrenlage können die wöchentlichen Bürgerbusfahrten, mit denen vor allem älteren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, sich selbstständig mit Lebensmitteln zu versorgen, bis auf weiteres nicht stattfinden. Grund genug für Heike Lauterbach, ein Netzwerk an Helferinnen und Helfern aufzubauen, das ehrenamtlich Einkäufe für diese Bevölkerungsschicht übernehmen möchte. Sie koordiniert auch, wer diese Hilfe im Gemeindegebiet Kasendorf jetzt konkret benötigt.

Bisher haben sich über 10 Freiwillige aus verschiedenen Ortsteilen der Gemeinde dazu bereiterklärt, beim Helferkreis aktiv mitwirken zu wollen. Seitens der Marktverwaltung wird darum gebeten, dass sich sowohl alle weiteren potentiellen Mithelfer als auch alldiejenigen, die diesen Einkaufsservice  in Anspruch nehmen möchten, direkt mit Frau Lauterbach in Verbindung zu setzen.

Frau Lauterbach ist telefonisch unter 0171 314 8668 erreichbar. Selbstverständlich ist auch eine Vermittlung über die Gemeindeverwaltung unter 09228 999 610 möglich, die sich bereits jetzt ganz herzlich für jede einzelne Unterstützung bedankt: „Durch das Angebot des Helferkreises ist die Versorgung von Risikogruppen oder Menschen, die auf sich alleine gestellt sind, weiterhin gewährleistet. Für diese Hilfsbereitschaft und Solidarität gilt allen eine besondere Anerkennung“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

 

mkr

 

Kommunalwahl 2020 – So hat Kasendorf gewählt

Über 2.008 Stimmberechtigte waren am 15. März dazu aufgerufen, einen neuen Bürgermeister sowie den neuen Marktgemeinderat für die kommende Legislaturperiode 2020/26 zu wählen. Über 67, 18 % machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die Briefwahlbeteiligung war dabei so hoch wie noch nie.

Nur eine Stunde nach Schließung der Wahllokale standen mit der Auszählung der Bürgermeisterwahl die ersten Wahlergebnisse fest: Über 1.040 Stimmen (86,3 %) entfielen dabei auf Alleinkandidaten Norbert Groß, der zum 01.05.2020 die Nachfolge von Amtsinhaber Bernd Steinhäuser antreten wird. Daneben wurden 164 andere Namensvorschläge für das Bürgermeisteramt auf den Stimmzetteln angegeben; weitere 145 Stimmen waren ungültig.

Über 44 Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich auf drei unterschiedlichen Listen zur Wahl für den neuen Gemeinderat. Dabei entfielen über 19.734 Stimmen (65,44 %) auf die CSU/Offene Liste, die somit insgesamt 9 der 14 Sitze des Gemeinderates für sich verbuchen kann. Die Freien Wähler erhielten 7.919 Stimmen (26,26 %) und ziehen somit mit 4 Sitzen in das Gemeindegremium ein. Die FDP erreichte 2.501 Stimmen (8,29 %) und wird mit 1 Sitz im Gemeinderat vertreten sein.

Enorm war bei der Kommunalwahl 2020 die Inanspruchnahme der Briefwahlmöglichkeit. Über 954 Wählerinnen und Wähler nutzen diesen Service, während in den vier Wahllokalen in Azendorf, Heubsch, Kasendorf und Peesten insgesamt 395 zur Wahlurne gingen.

Und das sind die neuen Marktgemeinderätinnen und Marktgemeinderäte:

CSU/Offene Liste

 

Freie Wähler

FDP

Klaus Amschler

Martina Hollweg

Rainer Macht

Jörg Hargens

Dr. Antje Hammon

Roland Hübner

Tanja Friedrich

Maximilian Krüger

Winfried Gräf

Monika Brandt

Philipp Hacker

Volker Hohenberger

Michael Zboron

Michael Otte

mkr

 

Stationäre Geschwindigkeitsmessanlage soll Raser ausbremsen

Passiert man in der Bamberger Straße das Kasendorfer Ortsschild und hat dabei noch ein paar Kilometer zu viel auf dem Tacho, wird man dort seit Anfang des Jahres mit einem ernsten Smiley im Markt begrüßt. Der starke und oftmals zu schnelle Verkehr an dieser Stelle hat zur Anschaffung einer ersten stationären Geschwindigkeitsmessanlage im Gemeindegebiet geführt. Damit erhofft man sich eine allgemeine Verkehrsberuhigung sowie mehr Sicherheit für Anwohner und Fußgänger.

Mit dem Kauf einer mobilen Messanlage hatte der Marktgemeinderat vor über fünf Jahren ein Pilotprojekt gestartet, womit es seitdem möglich ist, den Verkehrsfluss in den einzelnen Ortsteilen in wechselnden Zeitabständen zu erfassen sowie die Kraftfahrzeugführer immer wieder automatisch daran zu erinnern, die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten einzuhalten. Verstärkt war die Anlage bisher vor allem in den Bereichen des Gemeindegebiets in Betrieb, die von der stark frequentierten Staatsstraße durchzogen werden. So setzten die Bauhofmitarbeiter, die sich allgemein um den Auf- und Abbau des Messgerätes kümmern, die Anlage bisher am häufigsten in Kasendorf und Krumme Fohre ein.

In den Gemeinderatssitzungen wurde seitdem auch immer wieder darüber diskutiert, diese Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durch die Beschaffung von fest installierten Messstationen zu ergänzen. Dabei verwies man auf umliegende Gemeinden, die in mehreren ihrer Ortsteile derartige Anlagen betreiben und betonte hierbei auch den effektiven mahnenden Charakter dieser Messungen. Auf Antrag von Marktgemeinderat Norbert Groß sprach sich das Gemeindegremium in seiner Sitzung vom 18.12.2019 nun dafür aus, auch im Bereich der Bamberger Straße eine Messstation installieren zu lassen. Man hofft nun darauf, dass sich alle Straßenverkehrsteilnehmer aus besonderer Rücksicht auf  die direkten Anwohner an ein angemessenes Tempo halten werden.

Die mobile Anlage bleibt selbstverständlich weiterhin in Betrieb. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich eine Verkehrsmessung in ihren jeweiligen Wohnorten wünschen, können sich gerne an die Verwaltung oder die Marktgemeinderätinnen und Marktgemeinderäte  wenden. 

mkr

 

Weiterer Meilenstein für das Kasendorfer Erdgasnetz

Nach Kasendorf, Heubsch und Döllnitz ist jetzt auch Krumme Fohre dran: die Arbeiten zur Erschließung des Ortsteils mit Erdgas haben schon Ende 2019 begonnen. In verschiedenen Etappen wird ab dem Jahr 2020 das Dorf sukzessive mit Erdgasleitungen ausgestattet. Im Zuge dieser Arbeiten investiert die Marktgemeinde gleichzeitig in die Erneuerung des Trinkwasserrohrsystems.

Es ist mittlerweile schon wieder sechs Jahre her, seit die Firma Licht- und Kraftwerke Helmbrechts (LuK) im Kasendorfer Musikheim zu einer ersten Bürgerinformationsveranstaltung zu dem Thema Erdgas eingeladen hatte. Die Erfolgsaussichten waren unübersehbar; direkt nach der Veranstaltung meldeten sich erste Interessenten. Nur 12 Monate später hatte der Gemeinderat für die Maßnahme grünes Licht gegeben und Verträge mit der LuK abgeschlossen. Im Jahr 2015 konnte mit ersten Tiefbauarbeiten im Ortsteil Heubsch begonnen werden. Über das Industriegebiet arbeitete man sich Meter für Meter in Richtung Ortskern und erschloss so binnen weniger Monate einen Großteil des Marktes mit Erdgasleitungen. Auch der Ortsteil Döllnitz wurde an das mittlerweile kilometerlange Erdgasnetz im Gemeindegebiet angeschlossen.

Dieses wird nun im Ortsteil Krumme Fohre ausgeweitet werden. Die Kulmbacher Firma ASK konnte im Herbst 2019 mit Unterstützung der Firma Preißinger aus Weismain die Vorarbeiten dafür beginnen und hat eine rund einen Kilometer lange Ferngasleitung zwischen Döllnitz und Krumme Fohre verlegt. Erste Gebäude konnten dort bereits mit Erdgasanschlüssen ausgestattet werden. Hierbei wurden auch das geplante Gewerbegebiet in Krumme Fohre sowie die Planungen für die zukünftige Umgehungsstraße Döllnitz berücksichtigt.

In den kommenden Wochen und Monaten wird nun die Verlegung der Gasleitungen in Richtung Ortsmitte vorgenommen werden. Zunächst soll dort ein Ortsnetzleitungsnetz – ebenfalls mit einer Länge von etwa einem Kilometer – aufgebaut werden; im Anschluss daran wird die  Ortschaft, je nach Interesse, in verschiedenen Etappen erschlossen. Auf einem Teilstück davon erfolgt zeitgleich die Erneuerung der Wasserleitung. Dafür hat sich der Marktgemeinderat in seiner Sitzung vom 10.02.2020 einstimmig ausgesprochen.

Für die gesamten Maßnahmen erwartet Gerd Dilsch, Geschäftsführer der LuK, einen sechsstelligen Kostenbetrag: „Genaue Zahlen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden, da die Gesamtkosten letztendlich von der Nachfrage der einzelnen Anlieger abhängen werden“, so Dilsch. Besonders erfreut zeigt man sich darüber, dass sich zu Beginn der Bauarbeiten bereits über 20 Hauseigentümer für einen Erdgasanschluss entschieden haben. Eine Steigerung wird hier aber durchaus noch erwartet, wie LuK-Kundenberater Udo Meister verdeutlicht: „Das Interesse an Erdgas ist gerade im Altbaubereich nach wie vor sehr hoch; vielleicht auch vor allem wegen des Klimapakets“.

Gerade wegen dieser hohen Nachfrage ist die LuK auch weiteren Erdgaserschließungen grundsätzlich positiv gegenüber eingestellt. Nachdem die Maßnahmen in Krumme Fohre in diesem Jahr zum überwiegenden Teil abgeschlossen werden sollen, kann anschließend vielleicht sogar eine zusätzliche Erweiterung des Netzes in den Ortsteil Peesten ins Auge gefasst werden. Auch Marktgemeinderat und Verwaltung ist es ein großes Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern im Gemeindegebiet auch verstärkt alternative Heizmöglichkeiten anbieten zu können. Interessenten können sich bereits jetzt gerne direkt mit der LuK unter 09252/ 704-166 in Verbindung setzen, um unverbindliche Beratungsgespräche vor Ort zu vereinbaren.

mkr

 

Haushaltssatzung beschlossen – Megaprojekte prägen Kasendorfer Haushaltsplan

Der Haushalt 2020 steht. Der Marktgemeinderat gab in seiner Sitzung vom 26.02.2020 grünes Licht für das wichtigste Zahlenwerk der Verwaltung. Wie vorherzusehen prägen gerade die großen Bauprojekte die kommunale Finanzwirtschaft Kasendorfs. Vor allem der Neubau der Kinderkrippe schlägt besonders hoch zu Buche. Andererseits profitiert der Markt von Schlüsselzuweisungen und einer hohen Steuerkraft.  

Gemeinsam ist es der Marktverwaltung gelungen, einen soliden Haushaltsplan aufzustellen. Geschäftsleiter und Kämmerer Herbert Schmidt erläuterte dem Gemeinderat, dass trotz beginnender Konjunkturschwankungen die Steuereinnahmen gestiegen und die Kreisumlage gleichzeitig gesunken seien. Erstmals seit nahezu Jahrzehnten erhält Kasendorf wieder eine Schlüsselzuweisung und konnte 2019 insgesamt erhebliche Mehreinnahmen verzeichnen. „Mittel in der allgemeinen Rücklage betragen derzeit 3,68 Millionen Euro und verschaffen uns ein kräftiges Finanzpolster“, so erster Bürgermeister Bernd Steinhäuser, der dabei aber auch betonte, dass diesen die bevorstehenden Großprojekte und Investitionen gegenüberstehen.

In diesem Projekteplan sind viele Maßnahmen enthalten, die das Gesicht und das Erscheinungsbild der Marktgemeinde positiv verändern werden. Für das größte, nahezu epochale Bauprojekt der nächsten Jahren, dem „Schwarzen Roß“ (Marktplatz 5), wurden für erste Realisierungsabschnitte insgesamt 2.000.000 Euro veranschlagt. Auch die Bauarbeiten am neuen Jugendtreff (Marktplatz 2) laufen auf Hochtouren. Da man in diesem Jahr mit der Fertigstellung der Maßnahme rechnet, wurden 1.200.00 Euro eingeplant. Besonders freut man sich seitens des Marktes darüber, dass bei diesen Projekten eine jeweils 90-prozentige Förderung aus dem Programm „Förderoffensive Nordostbayern“ in Aussicht gestellt worden ist.

Auf eine solche finanzielle Unterstützung aus Bundes-oder Landesmitteln kann bei der neuen Kinderkrippe mit 36 Krippenplätzen nicht zurückgegriffen werden. Für den Neubau in der Kirchstraße, für den im April der Spatenstich erfolgen soll, wurde ein kommunaler Eigenanteil von 2.120.000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen und verdeutlicht den immer höher werdenden Stellenwert von Kinderbetreuungseinrichtungen. Investiert wird in diesem Jahr auch in den dritten Bauabschnitt des Heubscher Neubaugebiets „Am Fichtig“. Insgesamt 900.000 Euro sind für die Erschließungsmaßnahmen vorgesehen, die Anfang des Jahres begonnen werden konnten.

Neben den großen Investitionen zählen natürlich auch die laufenden Aufgaben wie Unterhalt von Straßen, Gehwegen oder Grünanlagen zu den Schwerpunkten des Haushaltsplans. Auch für kleinere Projekte wurden finanzielle Mittel eingestellt. So sollen in diesem Jahr erste Wünsche der Kasendorfer Jugendlichen, die sich aus der Durchführung der Kasendorfer Zukunftswerkstatt hervorgehoben haben, umgesetzt werden.

Insgesamt schließt der Vermögenshaushalt mit 5.061.700 Euro, der Verwaltungshaushalt mit 855.000 Euro. Wie gesetzlich vorgeschrieben, wurden dem Haushaltsplan auch der Finanzplan, die Kreditermächtigungen sowie die Höchstbeträge der Kassenkredite beigefügt. Auch die Hebesätze der Marktgemeinde für die Berechnung der Gewerbesteuer wurden erneut angegeben. Diese bleiben unverändert bei 300 v.H. Die Haushaltssatzung konnte insgesamt einstimmig und ohne Einwände beschlossen werden.

Gerade die bevorstehenden Kommunalwahl sowie die neue Zusammensetzung des Marktgemeinderates war wesentlicher Grund für Verwaltung und Gemeinderat, den Haushalt 2020 schnellstens auf den Weg zu bringen. „Durch die frühzeitige Aufstellung haben wir einen größeren zeitlichen Handlungsspielraum, können Ausschreibungen und Vergaben eher durchführen und die geplanten Leistungen somit umso schneller anpacken und fortführen“, so Bürgermeister Steinhäuser.

Der Haushaltsplan wird nun dem Landratsamt Kulmbach als Rechtsaufsichtsbehörde zur Genehmigung vorgelegt. Sobald diese erteilt ist, kann mit der weiteren Umsetzung der Projekte begonnen werden.

mkr

 

Baustellenupdate: So geht es weiter mit „Marktplatz 2“

Egal aus welcher Richtung man im Moment auf den Kasendorfer Marktplatz zusteuert, wird man zwangsläufig Zeuge der zurzeit größten und intensivsten Baustelle im ganzen Marktgemeindegebiet. Dass das Anwesen „Marktplatz 2“ ab nächstem Jahr als neuer Jugendtreff genutzt werden kann, bedarf aktuell noch großer Vorstellungskraft. Doch die Abbrucharbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und mit dem Wiederaufbau kann man in die nächste Bauphase übergehen.

Als Anfang September mit der Sanierungsmaßnahme begonnen wurde, rechnete man in etwa mit 18 Monaten Gesamtbauzeit und hatte nach einem Teilabriss des Gebäudes eine statische Kernsanierung im Inneren geplant. Doch nach ersten Abrissarbeiten zeigten sich katastrophale Mängel an Bausubstanz und Statik. Intensive Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde häuften sich und nach und nach musste mehr von dem historischen Gebäude abgetragen werden. „Ein Gesamtabriss wurde nicht befürwortet. Hier wäre außerdem die zugesicherte 90-prozentige Förderung des Freistaates Bayern weggefallen“ erklärt Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Um dem Jugendtreff hier eine neue und adäquate Bleibe anbieten zu können, ist man auf diese Förderung jedoch zwingend angewiesen; aus eigenen und alleinigen Mitten wäre dies nicht realisierbar.

Bis auf Kellergeschoss und Teile des Erdgeschosses wurde das Gebäude so bis kurz vor den Weihnachtsfeiertagen fast vollständig abgebrochen. „Das Projekt mit der Einhaltung verschiedenster Vorgaben und Gesetzen hat dem Gemeinderat und der Verwaltung bisher sehr viel Kraft gekostet. Aber eine erste Hürde ist überwunden. Mit dem M2 geht’s jetzt wieder aufwärts“ so Steinhäuser.

Im Monat Februar konnten bereits Teile des Erdgeschosses sowie der neuen Geschossdecke aufgemauert werden. Auch die zukünftige Treppe ins Obergeschoss konnte zwischenzeitlich eingebaut werden. In den kommenden Märzwochen steht nun die Betonierung der Geschossdecke an. Die Arbeiten werden von der Firma Vogel aus Unterzettlitz ausgeführt.

Im Anschluss daran werden erster Stock und Dachstuhl neu aufgebaut. Eine aus Sicht des Denkmalschutzes erhaltenswerte historische Holzbohlendecke wird saniert und hierbei wieder eingesetzt. Über das Farbkonzept wurde ebenfalls bereits im Gemeinderat diskutiert. Passend zu den vorgesehenen Dachziegeln im typisch fränkischen Rotton soll das Gebäude in Zukunft in der Farbe „Mango 63“, einem warmen Gelbton erstrahlen.

mkr

 

Standortsuche für Wasserspielplatz und Kneippanlage geht weiter

Schon in der Antike wurde die Heilkraft kalten Wassers für Körperanwendungen genutzt; später griff Sebastian Kneipp diese Wirkung für seine und nach ihm benannten Gesundheitskonzepte auf. Auch in Kasendorf wurde in der Vergangenheit verstärkt der Wunsch nach einer Kneippanlage sowie eines Wasserspielplatzes  geäußert, zuletzt von der Kasendorfer Jugend im Rahmen der Zukunftswerkstatt. Mittlerweile hat die Marktverwaltung erste Umsetzungsmöglichkeiten dafür geprüft.                    

Mit dem sich durch den Markt ziehenden Friesenbach verfügt man in Kasendorf über ein natürliches fließendes Gewässer, das für die Einrichtung solcher Anlagen grundsätzlich als besonders geeignet erscheint. Daraus resultiert auch die Idee, den Bereich „Am Weidig“, also um das ehemalige Kasendorfer Lehrschwimmbecken für eine solche neue Freizeit- und Erholungsmöglichkeit in der Gemeinde zu nutzen. Aus diesem Grund fand dort am 12.02.2020 eine gemeinsame Ortsbegehung der Verwaltung und Vertretern der ASICCONSULT GmbH, die in den Bereichen des betrieblichen Gesundheitssystems sowie der Arbeitssicherung tätig sind, statt.  

Bezüglich der Ausweisung eines Wasserspielplatzes wurde auf eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht seitens der Kommune hingewiesen. Gerade die nach längeren Regenfällen herrschende starke Strömung stelle ein erhöhtes Gefährdungspotential dar und ziehe einen verstärkten Überwachungs- sowie Kontrollaufwand mit sich.

Bei der Anlage eines Kneippbeckens kommt andererseits erschwerlich hinzu, dass dieser Bereich vor allem bei längeren Trocken- und Hitzeperioden einen hohen Sedimentalanteil aufweist. Dadurch würde ein Kneippbecken binnen kürzester Zeit durch natürliche Ablagerungen verschmutzt werden. Eine verstärkte Keimbildung sei daher ebenfalls möglich.  

Da die beiden Projekte auch von jugendlichen Seiten her als Verbesserungswünsche genannt wurden, ist es dem Marktgemeinderat ein großes Anliegen, eine Umsetzung dieser beiden Maßnahmen dennoch nicht aus den Augen zu verlieren. Daher gilt es nun, alternative Standorte zu finden und eine dortige Realisierung zu prüfen. Für Hinweise aus der Bevölkerung ist die Gemeindeverwaltung sehr dankbar.

mkr

 

Für mehr Sicherheit: Neuer Fußgängerüberweg am Kasendorfer Rathaus

Was lange währt, wird endlich gut. Im Bereich des Kasendorfer Marktplatzes konnte Ende 2019 ein Fußgängerüberweg in Betrieb genommen werden. Damit wurde an der vielbefahrenen Ortsdurchfahrt die Verkehrssituation für alle Fußgänger deutlich verbessert. Für die Schulkinder sorgen außerdem mehrere Schulweghelfer für zusätzliche Sicherheit.

Hunderte Fahrzeuge passieren täglich die Staatsstraße, die durch Kasendorf führt. Vor allem für Kinder, von denen viele diese Stelle bei ihrem täglichen Schulweg überqueren müssen, existierte nicht nur in den grauen Herbst- und Wintermonaten ein erhöhtes Gefahrenpotential. Nach längerer Zeit konnte jetzt ein Fußgängerüberweg zwischen dem Rathaus und dem Schwarzen Roß in Betrieb genommen werden.

Die verkehrsrechtliche Anordnung für die Markierung sowie die Beschilderung erfolgte durch das Kulmbacher Landratsamt. Aus den Elternreihen von Kasendorfer Schulkindern meldeten sich mehrere Freiwillige, die an dieser Stelle als Schulweghelfer zusätzlich einen Blick auf die Verkehrssituation werfen werden. Bisher haben sich insgesamt 8 Helferinnen und Helfer gemeldet und sind montags bis freitags zwischen 7.30 und 8.00 Uhr am Übergang aktiv. Seitens der Kulmbacher Polizei stand ihnen Frau Hänsel unterstützend zur Seite während die Bayernwerk AG Warnwesten, Jacken sowie Anhaltekellen sponserte.

Schulleitung, Eltern und Marktgemeinde freut es sehr, dass durch diese Maßnahme eine wesentliche Verbesserung dieser gefahrenträchtigen Stelle herbeigeführt werden konnte. Wer auch aktiv zur Sicherheit beitragen und selbst Schulweghelfer werden möchte, kann sich gerne an die Kasendorfer Schulleitung oder an Elternbeiratsvorsitzenden Michael Zboron wenden.

mkr

 

Peesten wächst – Startschuss für Bebauung der „Brunnengasse“

Während in Heubsch noch Erschließungsmaßnahmen laufen, ist man in Peesten schon einen Schritt weiter: Wer hier seinen persönlichen Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen will, kann in der „Brunnengasse“ bereits loslegen. Der Markt freut sich, dass der Hausbau hier schon Fahrt aufnimmt.  

Mit einer steigenden Dynamik entstand im Peestener Neubaugebiet „Nussallee“ in den vergangenen 6 Jahren ein Neubau nach dem anderen. Vor allem junge Familien haben sich hier ihr Eigenheim geschaffen. Auf dem 2019 neuausgewiesenen und angeschlossenen Neubaugebiet „Brunnengasse“ wird dieser steigenden Nachfrage nun Rechnung getragen und den Bauwilligen neue Grundstücke in der Marktgemeinde angeboten. Der erste Häuslebauer legte direkt zum Jahresende 2019 mit den ersten Arbeiten los; in diesem Jahr möchten weitere Bauherren beginnen.

Verwaltung und Marktgemeinderat freuen sich, zusätzlich zu dem sich in Entstehung befindlichen Neubaugebiet „Am Fichtig III“ im Ortsteil Heubsch auch in Peesten weitere Grundstücke anbieten zu können. „Wir haben in Kasendorf nach wie vor eine große Nachfrage nach Wohnungen und Baugrundstücken. Dies macht sich vor allem daran deutlich, dass ohne größere Werbekampagnen die ersten Grundstücke binnen kürzester Zeit reserviert waren“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

Das Baugebiet „Brunnengasse“ in Peesten ist eine 8.000 m2 große Fläche, die der Markt Kasendorf im Jahr 2018 erworben hat, um darauf das 2012 ausgewiesene Baugebiet „Nussallee“ zu ergänzen. Das Areal umfasst insgesamt 7 Wohngrundstücke mit einer Größe zwischen 730 m2 und 1.030 m2 und schließt an die bestehende Peestener Ortsbebauung direkt an. Zügig konnten im Jahr 2019 die Erschließungs- und Parzellierungsmaßnahmen erfolgen. Der Name geht auf eine alte Flurbezeichnung der Ortschaft zurück.

mkr

 

„Am Fichtig III“ – Erschließungsmaßnahmen beginnen

Straße und Gehweg, Wasserversorgungs- und Kanalleitungen, Gas- und Glasfasernetz: mit dem Beginn der Erschließung des dritten Abschnittes im Heubscher Baugebiets „Am Fichtig“ werden insgesamt 12 neue Bauplätze in der Marktgemeinde geschaffen.  In diesem Jahr soll die Infrastruktur rund um das Neubaugebiet fertiggestellt werden.   

Die Firma Feickert aus Witzleben ist bereits mit ihren ersten Baumaschinen angerückt. Die aus dem thüringischen Ilm-Kreis stammende Baufirma bekam den Zuschlag für die Ausführung der Erschließungsmaßnahmen. Nachdem im vergangenen Jahr durch den gemeindlichen Bauhof bereits ein Regenrückhaltebecken für das anfallende Niederschlags- und Tauwasser fertiggestellt wurde, werden in den kommenden Wochen und Monaten die Kanal- und Wasserleitungen verlegt. Anschließend erfolgen noch Asphaltierungsarbeiten. Rund 775.000,00 Euro werden hier vom Markt investiert. Außerdem kommen noch Baumaßnahmen für die Verlegung von Gasleitungen, des Glasfasernetzes sowie der Stromleitungen für die zukünftige Straßenbeleuchtung hinzu. Dafür hat der Marktgemeinderat bereits einen Vertragsschluss mit der Bayernwerk AG geschlossen.  

Die 12 neuen Wohngrundstücke betragen eine Größe zwischen 640 m2 und 1.130 m2 und  werden die 1998 bzw. 2005 erschlossenen Bauabschnitte des Neubaugebiets „Am Fichtig“ weiter ergänzen. Wer sich für Grundstücke interessiert, kann sich gerne mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung setzen. Auch der Bebauungsplan ist auf der Gemeindehomepage unter www.kasendorf.de/baugebiete/wohngebiete/ einsehbar.

INFO: Für die Zeit der Bauarbeiten ist die Gemeindeverbindungsstraße von Heubsch nach Thurnau über den Golfplatz nicht befahrbar. Die Umleitung erfolgt über Kasendorf und/oder Döllnitz. Alle Bürgerinnen und Bürger werden um Verständnis gebeten.

mkr

 

In Kasendorf zieht Weihnachtsstimmung ein

In wenigen Wochen ist es wieder soweit – im Kreise unserer Liebsten feiern wir das Weihnachtsfest 2019. Schon einige Tage vorher sind die meisten von uns auf den Beinen und treffen die ersten Vorbereitungen für eines der stimmungsvollsten Feste im ganzen Jahr. Auch das Team vom Kasendorfer Bauhof war in der letzten Novemberwoche wie alle Jahre wieder im ganzen Gemeindegebiet unterwegs, um den Ortsmitten unserer Gemeinde pünktlich zum ersten Advent einen vorweihnachtlichen Glanz einzuhauchen.

So fuhr man am Vormittag des 26.11. mit schwerem Gerät auf den Kasendorfer Marktplatz, um die etwa 8,5 Meter hohe Tanne an Ort und Stelle zu bringen. Der diesjährige Christbaum stammt aus dem Garten der Familie Leykam am Reuther Berg und bringt laut unseren Bauhofmitarbeitern Bernhard Wirth und Wieland Hollweg stattliche 500 Kilos auf die Waage. Weitere 7 Christbäume sind in den jeweiligen Ortsteilen aufgestellt.

Die Weihnachtsbäume der Gemeinde werden in jedem Jahr zu einem Großteil von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde gespendet. So dankt man in diesem Jahr u.a. auch Sascha Seuß und Markus Weigel, die derzeit am Hinteren Markt das Projekt „Seniorenlogen“ realisieren. Im Zuge der Umbau- und Umgestaltungsmaßnahmen des Anwesens zu einer betreuten Wohngemeinschaft für Senioren mussten im Garten verschiedene Nadelbäume weichen. „Einfach fällt es natürlich niemandem die dichten und gerade gewachsenen Bäume zu fällen, aber umso schöner ist es zu wissen, dass man damit das Gemeindeleben bereichert und noch einen guten Zweck erfüllen kann“, so Weigel. So empfindet es auch Gemeinderätin Marianne Leykam an: „Wie jeder Baum, hat auch die Tanne am Marktplatz ihre ganz eigene Geschichte. Mein Sohn hat sie vor über 30 Jahren von der Oberfranken-Ausstellung mitgebracht. Nachdem sie nun gefällt wurde, freut es mich besonders, unserer Gemeinde damit noch eine Freude zu machen“.

Offiziell leuchteten die Lichter an den Christbäumen zum ersten Mal am ersten Adventswochenende und werden bis zum Dreikönigstag für festliche Gemütlichkeit auf den Markt-und Dorfplätzen unserer Marktgemeinde sorgen.

mkr

 

Spenden für Kindergarten und Diakonie

Vielfach sind es ehrenamtliche Helfer, freiwillig Engagierte in Vereinen und Institutionen, die sich dem gesellschaftlichen Leben in der Region annehmen. Es sind aber auch Einrichtungen wie Kindergärten oder Pflegedienste, die das „besondere Etwas“ in das Gemeindeleben bringen. Mit einer Spendenaktion für gesellschaftliche Anliegen fördert das Bayernwerk jährlich die Arbeit vieler solcher Helferinnen und Helfer und überbrachte der Kasendorfer Diakonie sowie der Kindertagesstätte „Arche Noah“ als Weihnachtsgeschenk einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro.

Die Spendenaktion erfolgte im Rahmen einer jährlichen Aktion des Bayernwerks, das damit die Gemeinden bei den kommunalen Projekten und Herausforderungen sowie den vielen sozialen und caritativen Einrichtungen unterstützen möchte. „Mit unserer Spende möchten wir den vielen freiwilligen Helfern für ihre aufopfernde Arbeit ein herzliches Dankeschön sagen und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in den Kommunen leisten“, erklärte Bayernwerk Kommunalbetreuer Christian Ziegler bei der offiziellen Spendenübergabe am 27.11.2019 im Kasendorfer Rathaus.

Insgesamt hat die Bayernwerk GmbH Kasendorf mit einem Betrag in Höhe von 1.000 Euro bedacht. Dieser wird zu gleichen Teilen zwischen der Kasendorfer Diakoniestation und der Kindertagesstätte „Arche Noah“ aufgeteilt.

Erster Bürgermeister Bernd Steinhäuser hatte hier noch einen ganz besonderen Ass im Ärmel: Mit weiteren 1.200 Euro konnte er den Betrag auf insgesamt 2.200 Euro aufstocken. Diese Summe war anlässlich seines 60. Geburtstages zusammengekommen, bei dem er auf persönliche Geschenke zugunsten der beiden sozialen Einrichtungen im Markt verzichtet und um Spenden dafür gebeten hatte.

Klaus Amschler, zweiter Bürgermeister und zweiter Vorsitzender des Diakonievereins Kasendorf-Wonsees, bedankte sich im Anschluss daran herzlich bei Christian Ziegler vom Bayernwerk sowie ersten Bürgermeister Bernd Steinhäuser und betonte dabei, wie sehr man sich über die finanzielle Unterstützung freue. „Die Kindertagesstätte und die Diakoniestation kümmern sich um alle Altersschichten unserer Bevölkerung. Beide Institutionen gehen im Moment große Projekte an, um ihre Angebote stetig zu erweitern und optimieren. Dass diese Arbeit und vor allem das eingebrachte Engagement von vielen Seiten so sehr geschätzt und anerkannt werden, finde ich eine wirklich tolle Sache“, so Amschler.

mkr

 

Bürgermeister Steinhäuser feiert 60. Geburtstag

Anlässlich des runden Geburtstags von Bürgermeister Bernd Steinhäuser am 31.10. ließen es sich viele nicht nehmen, dem Kasendorfer Gemeindeoberhaupt persönlich ihre Glückwünsche zu überbringen.

So zählten neben Landrat Klaus Peter Söllner weitere Vertreter der Kommunalpolitik, Führungskräfte der ansässigen Betriebe und Banken ebenso zu den Gratulanten, wie die Vorstände der örtlichen Vereine, Kollegen aus Marktgemeinderat und Rathaus sowie natürlich Kasendorfer Bürger.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt des Bürgermeisterchors, der sich mit einer großen Zahl an Sängern im Musikheim einfand, um einem seiner stimmkräftigsten Mitglieder ein Ständchen darzubringen. Eigens hierfür wurde auch ein neues Musikstück einstudiert.

In den Grußworten von Landrat Söllner und den Bürgermeister-Kollegen Klaus Amschler und Andreas Pöhner wurde die Zusammenarbeit mit dem Jubilar in den vergangenen Jahrzehnten gewürdigt, der sein Amt stets zielstrebig und verantwortungsvoll bekleidete. Die Marktgemeinde zählt nicht zuletzt durch sein gutes und stetes Verhältnis zu den ansässigen Wirtschaftsbetrieben zu einer der finanzstärksten Kommunen im Landkreis. Die während seiner Amtszeit begonnenen ortsbildprägenden Projekte „Schwarzes Ross“ und „Jugendtreff“  werden wohl zu den größten Maßnahmen der Marktgemeinde Kasendorf gehören.

Als Ausblick in die Zukunft wünscht sich Bernd Steinhäuser nun eine „ruhigere Zeit“ zusammen mit seiner Familie und schöne Reisen mit seiner Ehefrau Karin, bevor er  nach seiner Zeit als Kommunalpolitiker in einigen Jahren auch dem aktiven Arbeitsleben den Rücken kehrt.

Für die anlässlich seines Geburtstages überbrachten Glückwünsche, Geschenke sowie Spenden zu Gunsten von Diakonie und Kindergarten bedankt sich Bürgermeister Steinhäuser auf diesem Wege ganz herzlich.

Startschuss für Sanierung – Arbeiten am „Marktplatz 2“ haben begonnen

Das Zentrum Kasendorfs wird sich verändern. Mit der Sanierung des „Schmiedshaus“ wird der Eingang zum Tor des Marktplatzes ein neues Gesicht erhalten. Jahrelang stand das ungenutzte Gebäude leer. Doch damit ist jetzt Schluss: Der Markt hat den Kampf gegen den Verfall auf sich genommen und die Sanierungsmaßnahme zwischenzeitlich gestartet. Für etwa eineinhalb Jahre werden die Baufirmen hier ihre Zelte aufschlagen. Dann – so der aktuelle Zeitplan - werden die Räumlichkeiten als neuer Jugendtreff genutzt werden können. Doch inzwischen sorgt die noch erhaltene Bausubstanz für Kopfzerbrechen.

Die baulichen Anfänge des Gebäudes liegen in der Zeit des Wiederaufbaus Kasendorf nach seinen Zerstörungen im dreißigjährigen Krieg. 1861 wurde es von der Schmiedefamilie Kolb übernommen, woher auch der heute noch geläufige Hausname stammt. Während das Vorderhaus mit seinem Flügelbau trotz verschiedener Modernisierungen in den Grundstrukturen erhalten blieb, wurden die rückseitigen Nebengebäude immer wieder verändert, zusammengelegt und erweitert. Im Jahr 2018 wurde das gesamte Areal von der Gemeinde gekauft. Nach langwierigen Planungen wurde beschlossen, das Anwesen komplett neu zu gestalten und dem Jugendtreff hier eine dauerhafte Bleibe zu geben. 

Schuttrutsche, Container und Absperrbänder – beim Vorbeilaufen deutet ein  kurzer Blick auf das Gebäude auf den Beginn dieser großen Baumaßnahme hin. Anfang September konnte mit dem Abbruch des Rückbaus, zu dem auch eine alte Scheune gehörte, begonnen werden. An dieser Stelle sollen später Parkflächen entstehen, u.a. für Fahrzeuge des gegenüber entstehenden Diakoniezentrums. Für die Ausführungen haben die heimischen Handwerksfirmen C.D.N. GmbH und Zimmerei Schuster GmbH den Zuschlag bekommen.

Beim Vorderhaus sind eine statische Sanierung des Kellers, eine Bereinigung und Strukturierung im Inneren sowie eine neue Bodenplatte mit gedämmtem Bodenaufbau geplant. Die Ziegelbedeckung soll in dem typisch fränkischen naturroten Farbton erfolgen und sich so der Umgebung des Marktplatzes optimal anpassen. Im Inneren entstehen Gruppenräume, Sanitäranlagen, eine Küche sowie ein Kamin.

Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollten in den Wintermonaten die inneren Umbaumaßnahmen beginnen, doch bei den Entkernungsarbeiten wurden starke Beschädigungen an der Grundsubstanz entdeckt. Mauer- und Fachwerk sind in einem desolaten Zustand. Zwischen Gemeindeverwaltung und der unteren Denkmalschutzbehörde laufen derzeit intensive Gespräche über die weitere Vorgehensweise, die zügig vorangetrieben werden soll.

Bisher sind für das gesamte Projekt Kosten in Höhe von 1.609.000 Euro veranschlagt. Glücklicherweise konnte bei der Regierung von Oberfranken ein Förderantrag eingereicht werden. Der Bescheid ist mittlerweile eingetroffen und sichert eine neunzigprozentige Förderung aus dem Programm „Förderoffensive Nordostbayern“ zu. Wegen der entdeckten Baumängel und der daraus zu erwartenden Mehrkosten wurde bereits ein Folgeantrag bei der Regierung eingereicht.

Die Umgestaltung des Areals liegt der Gemeinde sehr am Herzen. Die Jugend wird hier einen adäquaten Ersatz für den geräumten Jugendtreff im schwarzen Roß erhalten. Darüber hinaus wird dieser Bereich des Marktplatzes durch die Sanierung und neue Nutzung eine enorme Aufwertung und Belebung erfahren sowie das Gesamterscheinungsbild positiv verändern.

Millionen für „Marktplatz 5“

In Kasendorf herrscht momentan eine aktive Bautätigkeit. An vielen Ecken im Gemeindegebiet tut sich etwas. Auch für das Mammutprojekt am Marktplatz 5 wurden jetzt weitere Weichen gestellt: In seiner Sitzung vom 16.10.2019 hat sich der Marktgemeinderat weiter mit der Thematik befasst und nun bei der Regierung von Oberfranken den Förderantrag für das prägende Gebäude am Marktplatz gestellt. Fast 6 Millionen Euro wird das Projekt nach derzeitigen Kalkulierungen verschlingen. Erste Arbeiten haben schon begonnen. 

Der alte Jugendtreff steht seit Juni leer, an der Rückseite zur Kelterei wurden erste Gerüste aufgebaut. Zurzeit arbeitet die Firma Witzgall am nichtkonstruktiven Abbruch im Inneren des Gebäudes. Sobald diese Entkernungsmaßnahmen abgeschlossen sind, wir die Sanierung und der Umbau beginnen. Der Gemeinderat hat beschlossen, dass nun der Förderantrag bei der Regierung eingereicht wird. Die Gesamtkosten sind mit genau 5.823.000,00 Euro veranschlagt. Bei einer erhofften neunzigprozentigen Förderung aus dem Programm „Förderoffensive Nordostbayern“ – wie es auch beim Projekt am Marktplatz 2 zugesagt wurde – würde sich der gemeindliche Anteil „nur“ noch auf 1.166.000,00 Euro belaufen. Dies wäre ein Glücksfall, um einem der markantesten Teile des Kasendorfer Marktplatzes zu neuem Glanz und Leben zu verhelfen. Vorbehaltlich dieser genannten Mittelbereitstellungen sieht der Zeitplan vor, im Dezember einen Antrag auf Baugenehmigung beim Landratsamt einzureichen. Die ersten Gewerke könnten somit bereits Anfang 2020 ausgeschrieben werden. Baubeginn ist im April 2020 vorgesehen.

 „Ich freue mich wirklich sehr, dass es mit dem Anwesen am Marktplatz 5 vorangeht. Sowohl das Schwarze Roß als auch das gegenüberliegende Anwesen am Marktplatz 2 sind prägende Teile des Marktplatzensembles. Auch wenn es viel Kraft kosten wird, diese Mammutprojekte zu stemmen, wird eine Sanierung und Neunutzung die Angebote für die Gemeindebürger bereichern und erweitern“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

mkr

Zukunftswerkstatt: So möchte die Kasendorfer Jugend ihre Heimat gestalten

154 Jugendliche hätten dabei sein können, 15 sind der Einladung in die Schulsporthalle gefolgt: Bei der Kasendorfer Zukunftswerkstatt blieb ein großer Ansturm zwar aus, dafür wurden von der Jugend qualitativ gute Ideen für eine Verbesserung und Weiterentwicklung Kasendorfs geliefert.

Der Marktgemeinderat stand in einheitlichen Schürzen parat – selbstverständlich in den blauen Farben des Gemeindewappens; sie empfingen die Jugendlichen, servierten Cocktails und teilten Pizza aus. Die Vertreter vom Kreisjugendring leiteten die Veranstaltung und führten durch das Rahmenprogramm. Es war eine entspannte Atmosphäre. Am Ende wurde eines schnell klar: Unrealistische Ideen wie der Bau eines Freizeitparks, eines Atomkraftwerks oder der Einrichtung von Modegeschäften, wie es durchaus in anderen Kommunen genannt wird, kamen hier nicht zur Sprache. Vielmehr wurden verdeutlicht, wie sehr die Jugendlichen ihre Kasendorfer Heimat lieben und aus deren Angeboten sich mit verschiedenen Maßnahmen noch viel optimieren lässt. Ein interessanter Ansatz.

Als Wunsch wurde beispielsweise der Bau eines Wasserspielplatzes genannt. Eine Idee, die die Marktgemeinderätinnen und Marktgemeinderäte bereits aufgegriffen haben und derzeit an Planungen für eine Umsetzung dafür im Bereich des ehemaligen Schwimmbads arbeiten. Auch eine Attraktivierung des Festplatzes zum Beispiel durch die Ausrichtung von Livekonzerten oder eine Modernisierung der Kerwa sprachen bereits bestehende Einrichtungen und Veranstaltungen in Kasendorf an. Weitere Wünsche und Anregungen waren ein Mountainbike-Trail oder ein Klettergarten am Magnusturm. Bei viel Zufriedenheit und Verbesserungsvorschlägen gab es aber auch durchaus Kritiken. Und die liegen überwiegend an der schlechten sowie teuren ÖPNV-Verbindung.

Die niedrige Teilnehmerzahl erhöhte bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern natürlich die Gewinnchance bei der Verlosung. Dabei ging der Hauptpreis an Lukas Ströbel aus Neudorf, der nun ein von der Firma ait gesponsertes I-Pad sein Eigen nennen darf. Daneben wurden ein Samsonite-Reisekoffer, der von der Firma maxit zur Verfügung gestellt wurde,  ein Media-Markt-Gutschein im Wert von 50 Euro von der Firma Maja-Möbel und eine Fitnessuhr von der Fa. NEG verlost. Die Gemeindeverwaltung legte noch zwei weitere Media-Markt-Gutscheine im Wert von je 25 Euro oben drauf.

Alle Ideen und Anregungen der Jugend werden nun aktuell durch die Mitarbeiter des Kreisjugendrings ausgearbeitet und in den nächsten Wochen dem Marktgemeinderat präsentiert. Im Anschluss daran wird das Gremium über eventuelle Umsetzungen diskutieren. Erfreulich ist dabei vor allem auch, dass sich viele der Jugendlichen direkt dazu bereit erklärten, bei weiteren Planungen und der Erstellung von Konzepten mitzuarbeiten.

mkr

Neue Amtstafel in Peesten

Räum- und Streudienst im Winter, Heckenschneiden im Frühjahr, Mäharbeiten im Sommer: Das Team vom Gemeindebauhof ist täglich in allen Winkeln unserer Marktgemeinde unterwegs. Erblickt man die Jungs einmal nicht, zimmern sie „so ganz nebenbei“ auch mal eine komplette Amtstafel, wie die jüngste Aktion im Ortsteil Peesten beweist. Dort wurde nun eine neue Anschlagtafel gefertigt und aufgestellt.

Viele Jahre und Jahrzehnte hat der gemeindliche Schaukasten treu seinen Dienst geleistet. Er informierte die Bevölkerung über die Tagesordnungspunkte von Gemeinderatssitzungen, gemeindliche Veranstaltungen oder neu erlassene Satzungen. Nachdem die Amtstafel vor einigen Jahren im Zuge des Verkaufs des gemeindlichen „Haus der Bäuerin“ von dort abmontiert und an einer privaten Scheune im oberen Dorf angebracht wurde, war es nun Zeit für etwas Neues. Direkt zwischen Dorfhaus und Feuerwehrhaus hat die frisch gezimmerte Tafel ihren neuen Platz gefunden. In direkter Nachbarschaft befindet sich auch der Briefkasten der Deutschen Post, der vor einigen Jahren ebenfalls vom Haus der Bäuerin ins obere Dorf mit „umgezogen“ ist.

mkr

Respektabler 16. Platz beim Bezirkswettbewerb in Hof

Die Jugendfeuerwehr Peesten konnte erfolgreich 60% des Teilnehmerfeldes hinter sich lassen.

Am 5. Oktober fand in Hof der 26. Bezirksjugendleistungsmarsch statt. Das Teilnehmerfeld bestand aus den jeweiligen Top 4 der 9 Kreiswettbewerbe, aus den Vertretern der 3 kreisfreien Städten und einem zusätzlichen Teilnehmer für die ausrichtende Wehr. Als Sieger des Kreiswettbewerbes durfte somit die Jugendgruppe 2 der Freiwilligen Feuerwehr Peesten den Landkreis Kulmbach vertreten. Insgesamt traten 39 Mannschaften an, sich in 12 Aufgaben (inklusive Start- und Zielkontrolle) zu messen.

Während die Gruppe aus Peesten in 9 Stationen fehlerfrei blieb, wurde in 3 Stationen Fehlerpunkte kassiert.

Der Landkreis Kulmbach wurde durch die Feuerwehren Hutschdorf (Platz 23, 57 Fehlerpunkte), Peesten (Platz 16, 45 Fehlerpunkte), Brücklein (Platz 15, 45 Fehlerpunkte, bessere Platzierung auf Grund der Zeitwertung) aus dem Kreisbrandinspektionsbereich 3 und Gössenreuth (Platz 7, 33 Fehlerpunkte) aus dem Kreisbrandinspektionsbereich 1 vertreten.

Die Feuerwehr Peesten ist stolz auf ihren Nachwuchs und freut sich auf weitere Teilnahmen bei Wettbewerben.

Offizielle Eröffnung: Kasendorfer Jugend feiert Einweihung des neuen Jugendtreffs

Mit einer großen Einweihungsparty wurde der neue Kasendorfer Jugendtreff am 13.09. in den ehemaligen Verkaufsräumen der Tankstelle Raimund offiziell eröffnet. Nach dem Umzug vom Marktplatz in die Kulmbacher Straße konnten die neuen Räumlichkeiten nun ihrer Bestimmung übergeben werden. Für gut zwei Jahre wird sich die Kasendorfer Jugend hier übergangsweise treffen. Dann erfolgt der endgültige Umzug in die sich noch in Sanierung befindlichen neuen Jugendräume am Marktplatz 2. Auch wenn man sich räumlich verändert hat, wurde bei der Eröffnungsfeier vor allem eines deutlich: Von seinem Engagement, seiner Gemeinschaft und seiner Vielfalt hat der „M5“ nichts verloren.

Der ehemalige Verkaufsraum platzte aus allen Nähten. Bis zu den Tanksäulen im Außenbereich standen die zahlreichen Gäste, darunter viele Vertreter aus Kommunalpolitik und Kirche. Es war der erste Freitagabend nach der Sommerpause, an dem der Jugendtreff mit offiziellem Betrieb geöffnet hatte. Nachdem man im Juni den Jugendtreff im Schwarzen Roß geräumt hatte, war der Betrieb nur für wenige Wochen eingeschränkt. In dieser kurzen Zeit galt es, die angemieteten Räume an der Tankstelle her- und einzurichten. Diese Hürde ist geglückt.

Heimat, Rückzugsort, Freiraum, Vielfalt, Gemeinschaft und Glaube - mit diesen Kernelementen verbinden die Jugendlichen ihren Jugendtreff, so fasste es Sarah Schilge vom Jugendtreffteam bei ihren Begrüßungsworten zusammen. „Eigentlich braucht man für eine starke Gemeinschaft nur die passenden Leute und einen geeigneten Raum“, ergänzte Michelle Oetter, die sich mit Philipp Hacker die Jugendtreffleitung teilt. Beide gaben einen Überblick, was in den 11 Jahren seit  der Treff mittlerweile existiert, passiert ist. Für Viele ist er ein fester Bestandteil ihres Lebens und zu einer zweiten Heimat geworden. Daran soll sich auch unter einem neuen Dach nichts ändern. „Nur der Weg zur Pizzeria ist jetzt leider etwas weit“, scherzt das Team mit einem Augenzwinkern.

Voll des Lobes zeigten sich auch die Ehrengäste aus Politik und Kirche: „Es ist wirklich toll geworden. Ihr seid mit Herzblut dabei!“ so Bürgermeister Bernd Steinhäuser über seine Jugendlichen. Auch Dekanin Martina Beck aus Thurnau war begeistert von dem vielfältigen Angebot des Jugendtreffs und darüber, was die Jugendlichen binnen weniger Wochen aus dem Verkaufsraum gemacht haben: „Von Eurem Einsatz profitiert nicht nur die Gemeinschaft unter Euch selbst. Ihr seid mit Eurer Arbeit ein Segen für die ganze Marktgemeinde“. Dieses gute Miteinander unterstrich auch Pfarrer Stefan Lipfert: „Bei uns in Kasendorf ziehen alle an einem Strang. Die Jugendlichen haben eine Idee und alle machen mit“.  

Von diesem starken Zusammenhalt zeugten auch die vielen Unterstützer in der Zeit des Umzuges. Die Kasendorfer Feuerwehr war sofort zur Stelle und organisierte den Transport des Inventars, der Marktgemeinderat hat erst in seiner Augustsitzung einen Mietzuschuss in Höhe von 2.400 Euro beschlossen und weitere Finanzspritzen sind in Aussicht.

Nach dem offiziellen Teil konnten die Gäste die neuen Räumlichkeiten selbst unter die Lupe nehmen. Es dauerte keine fünf Minuten, da waren Billardtisch belagert, Sitzlounges belegt, das Buffet gestürmt. Bürgermeister Steinhäuser und Dekanin Beck lieferten sich direkt im Anschluss ein Kickermatch gegen das Leitungsteam, bei dem die Dekanin das entscheidende Siegestor schoss. 

Und so geht’s nun weiter: Sobald die neuen Räumlichkeiten am Marktplatz 2 fertiggestellt sind, wird wieder Kisten und Koffer packen auf der Tagesagenda stehen. Denn dann wird die Jugend dort ihr endgültiges Domizil beziehen. Dieses wird aktuell noch kernsaniert. Man rechnet frühestens Ende 2020 mit der Fertigstellung der Baumaßnahme. Bis dahin startet der „M5“ wie gewohnt jeden Freitagabend ab 19.30 Uhr mit seinem Programm in der Kulmbacher Straße 26.

mkr

In wenigen Monaten zum Neubau - Kirche und Markt geben Vollgas bei Krippenplanung

Dass gut Ding Weile braucht ist sprichwörtlich bekannt. Dass durchdachte Planungen und Konzepte aber auch in relativ kurzem Zeitraum auf die Beine gestellt werden können, haben Marktverwaltung und Kirchengemeinde bei den Ausarbeitungen für die neue Kasendorfer Kinderkrippe unter Beweis gestellt. Um bei diesem Projekt auf eine erhöhte Förderquote zurückgreifen zu können, galt es aufs Gas zu treten. Diese erste Etappe ist geglückt: Mit einer Punktlandung zum gesetzten Fristablauf konnten dem Gemeinderat die Pläne vorgestellt und der Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken eingereicht werden. Jetzt geht es an die Umsetzung des Mammutprojekts, das mit über 2,3 Millionen Euro Gesamtkosten zu Buche schlägt.

Anhaltender Babyboom, Zuzüge in die Neubaugebiete, mehr Arbeitsplätze und Einpendler – Faktoren, die in Kasendorf eine hohe Welle an Platz- und Betreuungsbedarf für Krippenkinder geschlagen haben. Binnen weniger Jahre ist man in der bisherigen Krippe, die direkt in den Kindergarten „Arche Noah“ integriert ist, platztechnisch an sein Limit gekommen. Im Erlengrund werden aktuell 24 Krippenkinder versorgt, wobei eine Gruppe bereits als „Notgruppe“ untergebracht ist. Ausgelegt wurden die Räumlichkeiten ursprünglich nämlich nur für 12 Kinder. Die Bedarfsplanung für die nächsten Jahre hat sogar die Notwendigkeit einer dritten Krippengruppe und somit Platz für insgesamt 36 Kinder ergeben. Da eine Erweiterung am bisherigen Standort nicht realisierbar war, musste man mit einer externen Lösungsvariante vorlieb nehmen – so bereits der Beschluss des Marktgemeinderates vom November 2018. Auf der Suche nach einem geeigneten Grundstück wurde man etwa 500 Meter vom Kindergarten entfernt in der Kirchstraße fündig. Nicht einmal ein Jahr später sind Kaufverhandlungen abgeschlossen, viele gemeinsame Gespräche zwischen Kirche-, Gemeinde- und Kindergartenvertretern geführt und die Konzepte erstellt.   

Nach diesen Entwürfen, die aus dem Bamberger Architekturbüro Manz stammen, wird die neue Krippe parallel zum Straßenverlauf der Kirchstraße entstehen. Im Inneren werden für die Kleinsten unserer Gemeinde insgesamt 650 m2 Fläche zur Verfügung stehen, aufgeteilt in drei Krippengruppen für je 12 Kinder mit separaten Wasch- und Schlafräumen. Im großen Gemeinschaftsraum werden sich die Kinder auch untereinander begegnen, zusammen spielen, gemeinsam Essen. Die vorgesehene Komplettholzbauweise wird dabei laut Worten des Architekten in Harmonie mit den umliegenden Gebäuden und der natürlichen Umgebung stehen. Die direkt am Rand des Grundstücks bestehende Streuobstwiese bleibt erhalten und wird in die Gestaltung der Außenflächen integriert. Ein geschützter Innenhof wird zusätzlich für lichtdurchflutete Räume sorgen.

Diese Ausstattung hat dabei natürlich auch ihren Preis: Die Maßnahme wird mit Gesamtkosten in Höhe von 2.349.890,00 Euro veranschlagt. Eine Förderung wird politische Gemeinde und Kirche entlasten. Der Förderbescheid der Regierung von Oberfranken liegt noch nicht vor, man rechnet derzeit mit einer Förderquote von etwa 50 Prozent.

Dem Kindergartenteam lag besonders am Herzen, dass alle Krippengruppen gemeinsam unter einem Dach versorgt werden können. Somit werden auch die bestehenden beiden Gruppen vom Erlengrund mit in den Neubau in der Kirchstraße umziehen. Die im Kindergarten frei werdenden Räume werden als Übergangs- und Eingewöhnungsräumlichkeiten für Kinder, die alterstechnisch auf dem Weg von der Krippe zum Kindergarten sind, genutzt werden. Eine Begegnung unter den verschiedenen Altersschichten wird es so auch weiterhin geben. Das vielseitig geschätzte offene Konzept der Kasendorfer Kinderbetreuung kann gewährleistet werden.

Mit der zeitnahen Umsetzung der Maßnahme steht bereits die nächste Hürde an. Doch auch hier geht man optimistisch ans Werk: „An Weihnachten 2020 möchte ich den Christbaum im Inneren leuchten sehen“ gibt sich Pfarrer Stefan Lipfert zuversichtlich und freut sich auch über die bisherige Zusammenarbeit: „Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war, finde ich es toll, wie alles geklappt hat“. Zustimmung gab es hier von erstem Bürgermeister Bernd Steinhäuser, der die hohe Brisanz des Themas betont: „Eine ausreichende und qualitativ hochwertige Betreuung unserer Jüngsten ist eine unwahrscheinlich wichtige Sache. Die Familienfreundlichkeit wird in Kasendorf großgeschrieben und hat höchste Priorität. Darum galt es, dass wir schnell handeln und die benötigten Betreuungsplätze zur Verfügung  stellen“.

mkr

Herkules bekommt frischen Anstrich – Marktbrunnen in neuem Glanz

Unser Herkulesbrunnen am Marktplatz hat eine Verschönerungskur hinter sich und erstrahlt seit einigen Wochen wieder in neuem Glanz. Quadratzentimeter für Quadratzentimeter wurde der Sockel in den typisch ocker-rötlichen Farbtönen nachgestrichen, die den 1737 errichteten Brunnen nun wieder besonders in Szene setzen. Erinnern soll der Brunnen an das Kasendorfer Marktrecht. In der Mitte steht der griechische Sagenheld Herkules mit einer Flammenkeule und stützt sich auf das Kasendorfer Marktwappen ab. Die Herkulesfigur ist dabei allgemein als Symbol der Stärke und des Ruhmes zu deuten. Mit den frisch leuchtenden Farben kommt diese Eigenschaft dabei doch gleich noch besser zur Geltung. Besonderer Dank gilt hier unserem Bauhofteam – ihr habt wie immer einen tollen Job gemacht!

mkr

Neues Hinweisschild am Fischersbrünnla wirft Rätsel auf

Dieses Szenario in der Thurnauer Straße kennen Viele nur zu gut: Mehrere Autos sind am Gehweg hintereinander geparkt, vor dem Fischersbrünnla hat sich eine Menschenschlange formiert und nach und nach werden die mitgebrachten Flaschen und Kanister mit frischem Wasser befüllt. Egal zu welcher Monats- oder Tageszeit ist der 1986 von Manfred Jarosch gestiftete Brunnen eine beliebte Anlaufstelle für Durstige.

Ein großes Fragezeichen stand da plötzlich dem ein oder anderen ins Gesicht geschrieben, als das neu angebrachte Hinweisschild erblickt wurde. Dieses informiert seit einigen Wochen darüber, dass es sich bei dem Wasser um kein Trinkwasser nach der Trinkwasserverordnung handelt. Zwar unterliegt das austretende Wasser Kontrollen, allerdings handelt es sich bei diesem Brunnen um eine Quellabfüllung, die vor oberirdischen Einflüssen nicht unmittelbar geschützt werden kann. Ein stetiges und verlässliches Untersuchungsergebnis des Wassers nach den Richtlinien der Trinkwasserverordnung ist somit nicht möglich. Aufgrund dessen wurde die Marktverwaltung darauf aufmerksam gemacht, dass ein entsprechender Hinweis am Brunnen anzubringen ist. Wer jedoch weiterhin sein Wasser am Fischersbrünnla holen möchte, kann dies natürlich jederzeit gerne tun.

mkr

Peesten II erneut auf Platz 1 beim KJM 2019

Neue Mannschaft, gleicher Name. Wieder konnte Peesten II beim Kreisjugendleistungsmarsch, am Samstag, den 07.09.2019 in Trebgast, den 1. Platz erringen.

Wie bereits letztes Jahr in Kulmbach verwies auch dieses Jahr Peesten II die restlichen 30 Mannschaften aus dem Landkreis Kulmbach auf die Ränge.

Bei Regenwetter und mit einer großen Portion Glück konnten die Peestner Feuerwehranwärter auch in diesem Jahr den Wanderpokal, gespendet von Kreisbrandrat Stefan Härtlein und den Siegerpokal für den 1. Platz, gespendet von Landrat Klaus Peter Söllner, in Empfang nehmen. Auf der 5 km langen Strecke musste an 11 Stationen das Können der Gruppe gezeigt werden.

Auch eine weitere Peestner Gruppe (Peesten I) erreichte eine Platzierung in der vorderen Hälfte des Teilnehmerfeldes. Die Mannschaft bestand aus Louisa Lauterbach, Kai Baran, Sebastian Schnippa und Marius Eschenbacher.

Die Gruppe Peesten III, bestehend aus Josias Neumüller (Reuth), Marie Neumüller (Reuth), Simon Thau (Heubsch) und Tim Hollweg (Heubsch), konnte ebenfalls eine respektable Platzierung erzielen.

Der Landkreis Kulmbach wird beim Bezirkswettbewerb am 5. Oktober in Hof von Peesten, Gössenreuth, Brücklein und Hutschdorf vertreten.

Glückwunsch auch an unsere Nachbar-Jugendfeuerwehr in Hutschdorf, welche die Plätze vier, fünf, sechs und sieben erreicht haben! Das kann euch keiner nachmachen.

„Heubsch, Am Fichtig III“ rückt näher

Auch bei der Erweiterung des Neubaugebiets „Am Fichtig“ im Ortsteil Heubsch geht’s voran: Die alte Feldscheune ist mittlerweile vom zukünftigen Bauland verschwunden; das Regenrückhaltebecken, das für eine optimale Entwässerung des Wohngebiets sorgen wird durch den Bauhof fertiggestellt. Nach der Vergabe der Tiefbauarbeiten geht die Gemeindeverwaltung nun davon aus, dass die Erschließung Mitte nächsten Jahres abgeschlossen ist und somit auch hier mit dem Hausbau zeitnah begonnen werden kann. Erste Interessenten haben bereits ein Auge auf die Parzellen geworfen.  

Dass die Realisierung des nächsten Bauabschnitts in Heubsch näher rückt und sich die Interessenten hier bald ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können, freut den gesamten Marktgemeinderat wirklich sehr. Der Bauboom hat Kasendorf erreicht und aufgrund der hohen Nachfrage beschäftigt sich das Gemeindegremium auch weiterhin verstärkt mit der Thematik Bauland und Wohnraum. „Die große Anzahl an Bauplatzanfragen zeigt, dass sich viele, vor allem junge Familien in unserer Gemeinde wohlfühlen. Keiner, der zu uns kommen möchte, soll mangels Kapazitäten abgewiesen werden müssen“, so Bürgermeister Bernd Seinhäuser.  

Noch stehen Bauplätze zur Verfügung. Die Verwaltung empfiehlt, bei Interesse zeitnah mit dem Rathaus Kontakt aufzunehmen. Der Bebauungsplan ist unter https://www.kasendorf.de/baugebiete/wohngebiete/ zu finden.  

mkr

Bald rollen die Bagger an – Bebauung der Brunnengasse kann bald beginnen

Ein Großteil der Bauplätze war bereits reserviert, ehe die Grundstücke überhaupt vermessen waren. Mittlerweile ist die Parzellierung des etwa 8000 m2 großen Neubaugebiets „Brunnengasse“ in Peesten abgeschlossen.  

Im Juli letzten Jahres beschloss der Marktgemeinderat die baurechtlichen Voraussetzungen für eine Erweiterung des 2012 ausgewiesenen Baugebiets „Nussallee“. So wurden insgesamt sieben neue Parzellen mit herrlichem Blick auf den Görauer Anger geschaffen. Pünktlich mit Verkauf des letzten noch freien Grundstückes in der Nussallee, kann nun die Bebauung im zweiten Bauabschnitt beginnen.

Der Bebauungsplan kann unter https://www.kasendorf.de/baugebiete/wohngebiete/ eingesehen werden.

mkr

Peestener Judengasse: Abrissarbeiten abgeschlossen

Im unteren Teil Peestens ging es bei den Abrissarbeiten im Bereich des Anwesens    Nr. 31 Schlag auf Schlag: Die Baumaschinen der Marktgraitzer Firma Herold liefen auf Hochtouren und binnen weniger Tage waren Wohnhaus und Scheune verschwunden. Nach Beseitigung dieses jahrelangen Schandflecks geht es nun an die Neugestaltung der Flächen.

Während der Arbeiten in den ersten Juliwochen glich die Judengasse unterhalb der Tanzlinde einem Bienenstock: Die Abbruchzange bohrte sich durch Dächer und Mauern, Schutt wurde tonnenweise abtransportiert, Bodenflächen planiert. Trotz der sehr ungünstigen verkehrstechnischen Lage kam es sowohl für Anlieger als auch für den Durchgangsverkehr nur zu geringen Einschränkungen oder Behinderungen. 

Die Rest- und Aufräumarbeiten sind aktuell noch in vollem Gange. Die Ausschreibe- und Vergabemaßnahmen für die Neugestaltung laufen ebenfalls. Die Planungsunterlagen für das Projekt stammen vom Kulmbacher Architekturbüro IBP. Diese sehen im Bereich des ehemaligen Wohnhauses eine Sandsteinmauer vor, die die später verbreitete Fahrbahn zu den mittlerweile freigelegten und sichtbar gewordenen Sandsteinfelsen abschließen wird. „Aus alt mach neu“ lautet hier das Motto, denn die abgebrochenen Sandsteinquader aus dem Wohnhaus werden wiederverwendet und so eine optische Harmonie herstellen. Das gesamte Areal wird darüber hinaus mit Sitzgelegenheiten, Blumen und viel Grün den naturnahen Charakter in diesem Bereich verstärken. Neben dem primären Ziel, die beengten Straßenverhältnisse zu entschärfen wird eine Aufwertung des Ortsbildes realisiert. Die Marktverwaltung rechnet Mitte 2020 mit der Fertigstellung des Projekts.

mkr

Kasendorfer Seniorenlogen - Investoren stellen Konzept für Wohngemeinschaft vor

Noch zeugt das gelb-blaue Werbeschild mit der typischen Edeka-Schriftart von der Zeit, in der es am Hinteren Markt Obst und Gemüse, Haushaltswaren oder Waschpulver gab. Doch der seit über einem Jahrzehnt leerstehende Lebensmittelmarkt ist nun verkauft und wird mit neuem Leben gefüllt: Am Fuß des Turmbergs entsteht eine betreute Wohngemeinschaft für Senioren. Das Konzept für das Projekt wurde dem Marktgemeinderat in seiner Sitzung am 24.07.2019 vorgestellt und traf auf breite Zustimmung im Gremium. Im nächsten Jahr soll die Anlage bezugsfertig sein und eine Lücke im Bereich des Pflegeangebots im Markt schließen.

Selbst- und Eigenbestimmtheit, Wohnen in vertrauter Umgebung – die obersten Prämissen für den Betrieb einer Senioren-WG, wie Sascha Seuß, Geschäftsführerin der PflegeNest Franken GmbH und Investorin für das Projekt verdeutlichte. Sie ist bereits Eigentümerin des Anwesens am Hinteren Markt Nr. 15. Zusammen mit Markus Weigel aus Kulmbach wird sie das Gebäude umbauen und für die Einrichtung einer komfortablen, ambulant betreuten Wohngemeinschaft zur Verfügung stellen.

Dr. Christian Mossbrugger, Projektberater im Bereich Sozialwirtschaft, stellte die Planungsunterlagen hierfür in einer Präsentation vor. Demnach werden insgesamt  10 Einzelapartments sowie 1 Doppelapartment, je mit einem eigenen Bad, im ehemaligen Verkaufsraum entstehen – barrierefrei, zusammenhängend. Die privaten Räume sind über eine offene Wohnküche sowie einen großzügigen Wohnraum als Mittelpunkt der Anlage miteinander verbunden. Zusätzlich wird es eine große gemeinschaftliche Gartenanlage geben; aber auch einzelne, „private“ Freisitze mit individuellen Zugängen von den Apartments. Außerdem werden in den ehemaligen Lagerräumen zwei Einliegerwohnungen errichtet. Die Wohnungen in den oberen Stockwerken des Gebäudes werden weiterhin als Mietobjekte zur Verfügung stehen.

Die zukünftigen Bewohner werden hier die Möglichkeit bekommen, sich ein Apartment zu mieten – analog zu einem Pflegeheim. Der wesentliche Unterschied hierzu liegt allerdings im Betrieb der Einrichtung: Im Plenum wird von allen Bewohnern gemeinschaftlich beschlossen, welcher ambulante Pflegedienst die Versorgung übernimmt und wer als Präsenzkraft eingestellt wird. Bei diesen handelt es sich um geschultes Pflegepersonal, die sich 24 Stunden um die Betreuung der Senioren sowie die Tagesgestaltung kümmern werden. In welcher Form dies ablaufen soll, obliegt allein den Senioren.

Besonders am Herzen lag dem Gemeinderat bei der Befürwortung dieses Projekts vor allem, dass es zu keinem Konflikt mit dem Angebot der Kasendorfer Diakonie kommen wird. Doch Markus Weigel gab Entwarnung: „Wir haben in den vergangenen Tagen ebenfalls Gespräche mit der Diakonie geführt, um auch dort das Projekt vorzustellen. Da es allein nach dem Willen der zukünftigen Bewohner gehen wird, kann hier beispielsweise auch die Diakonie als ortsbekannter Pflegedienst engagiert werden. Eine Konkurrenz wird es so nicht geben.“

Direkt nach der Projektvorstellung stand die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für die Nutzungsänderung auf der Tagesagenda. Einstimmig befürwortete das Gremium das Vorhaben und drückte auch seine Freude aus, dass ein solches Projekt in Kasendorf realisiert wird. „Die Senioren-WG wird zusammen mit dem entstehenden Tagespflegezentrum der Diakonie das Angebot für Senioren im Markt ideal ergänzen und bereichern. Ich finde, das wertet unseren Markt auf“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

Auch Hannelore Hanel, Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde, wandte sich in der öffentlichen Sitzung kurz zu Wort: „Ich habe jahrelang in der Heimfürsorge gearbeitet. In großen Heimen mit mehreren Stockwerken kommt das soziale Miteinander oft zu kurz. Das Projekt am Hinteren Markt finde ich eine wirklich tolle Sache für uns Kasendorfer Senioren“.

Als nächster Schritt wird der Bauantrag an das Landratsamt zur Genehmigung weitergeleitet. Auch hier kündigte Bürgermeister Steinhäuser seine Unterstützung an:

„Die Verwaltung wird das Projekt so gut es geht mit vorantreiben, dass die Umsetzung bald begonnen werden kann“, so Steinhäuser. Laut Investoren ist der Startschuss für die Umbauarbeiten noch in diesem Jahr geplant.

Ende 2020 sollen die Senioren dann ihr neues Domizil beziehen können. Erste Interessensbekundungen wurden bereits geäußert. Reservierungen sind laut Seuß prinzipiell ab sofort möglich.

mkr

Mit dem Fahrrad zum Gießen – Neue Fahrradständer am Friedhof aufgestellt

Die hohen Temperaturen lassen nur geringfügig nach und knüpfen direkt an die Spitzenwerte vom vergangenen Sommer an. Mit am stärksten zu spüren bekommt das wohl die Blumen- und Pflanzenwelt und mehrmaliges Gießen steht auf dem Tagesprogramm - nicht nur im heimischen Garten, sondern beispielsweise auch am Friedhof. Wer den Weg dorthin mit dem Fahrrad zurücklegt, kann seinen Drahtesel ab sofort ganz entspannt direkt am Eingang des Kasendorfer Friedhofs „parken“. Denn pünktlich zu Beginn der jährlichen Gießsaison wurden dort insgesamt sechs neue Fahrradständer aufgestellt. Davon stehen jeweils drei am Haupteingang sowie am unteren Eingang gegenüber der ait-deutschland GmbH. Ein besonderer Dank gilt hier unseren Jungs vom Bauhof, die die Pflaster- und Montagearbeiten übernommen haben.

mkr

Neue Rundbank an der Tanzlinde Peesten - Spendenübergabe am 24.07.2019

Schon seit einigen Wochen steht die neue Rundbank an der Tanzlinde Peesten und lädt ein, sich dort niederzulassen. Dies geschieht täglich, Besucher und Einheimische verweilen gern an diesem schattigen Platz unter der Linde.

Die Idee, hier eine Bank aufzustellen, besteht seit Jahren. Nunmehr gab das 20-jährige Jubiläum des Förderkreises den ausschlaggebenden Anlass für die Realisierung durch die Zimmerei Geißler, Döllnitz.

Besonders erfreulich ist, dass sich einheimische Firmen bereit erklärt haben, großzügig zur Finanzierung beizusteuern! Die Spendenübergabe durch Frau Anja Fischer, Firma ait Deutschland  GmbH, Herrn Hans-Dieter Groppweis, Firma Bergmann-Kalk und Firma Franken-Maxit, Azendorf, Kasendorf, und Herrn Michael Otte, Firma Richter Steuerungstechnik GmbH, Krumme Fohre, fand am 24.07.2019 im Beisein unseres Bürgermeisters Bernd Steinhäuser am Lindenplatz statt.
Der Bürgermeister hob die Bedeutung der Tanzlinde hervor, die inzwischen weit über die Gemeinde- und Landkreisgrenze hinaus bekannt sei. Auch die Lindenkirchweih lebte nach dem Wiederaufbau der Tanzlinde wieder auf, sei nun der Höhepunkt im Dorfleben und motiviere besonders die junge Generation, sich für ihr Dorf zu engagieren.

Die Förderkreis-Mitglieder bedankten sich bei den Firmenvertretern für ihre großzügige Unterstützung mit dem "Peestener Jubiläums-Bocksbeutel" und kleinem Imbiss.

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Jugend zieht um - Tankstelle wird zum neuen „M5“

Es klopft, hämmert und bohrt in der Kasendorfer Tankstelle: Seit Ende Juli richtet sich der Kasendorfer Jugendtreff in den seit Jahresanfang leerstehenden ehemaligen Geschäftsräumen in der Kulmbacher Straße ein. Zumindest übergangsweise. Nachdem die bisherige Unterkunft im Schwarzen Roß geräumt werden musste, hat man hier eine Interimslösung gefunden, bis der Jugendtreff in etwa zwei Jahren wieder endgültig an den Marktplatz zurückkehren wird.

Im letzten November wurde das 11-jährige Jubiläum des Jugendtreffs beim „M5“ gefeiert – hier noch im Erdgeschoss des ehemaligen Brauereigasthofes am Marktplatz 5. Doch schon zu diesem Zeitpunkt war Vielen klar, dass die Tage des „M5“ aufgrund der Sanierung und Umfunktionierung des Anwesens zu einem Tagespflegezentrum gezählt sind. Nachdem die Gemeindeverwaltung zwischenzeitlich mitgeteilt hat, dass erste Arbeiten und Untersuchungen im Gebäude beginnen werden, ging man auf die Suche nach alternativen Standorten. Ob alte Schulturnhalle oder Gemeindehaus der evangelischen Kirche – ein Einzug des Jugendtreffs über mehrere Monate erwies sich recht schnell als unrealisierbar. Zu stark wäre es mit anderen Nutzern zu Überschneidungen gekommen. Doch dann kam die Idee mit der leerstehenden Tankstelle. Im Eilverfahren hat die Kirchengemeinde für 18 Monate die Räume angemietet. Somit war Karton- und Kistenschleppen angesagt.

Nur für wenige Wochen hat das „M5“ aufgrund des Umzuges seinen Betrieb eingeschränkt. Mittlerweile – nach mehreren tatkräftigen Einsätzen – stehen Billardtisch und Kicker an richtiger Stelle,  Sofas bilden die neue Sitzlounge, Fotos und Plakate weisen auf die neue Nutzung hin. Den alten, besonderen Charme vom Schwarzen Roß gibt es hier zwar nicht mehr und insgesamt steht auch weniger Nutzungsfläche zur Verfügung, allerdings freut man sich auf modernisierte Räume, sanitäre Anlagen und eine Küchenzeile. Für gut zwei Jahre hat die Kasendorfer Jugend hier ihre Zelte aufgeschlagen. Dann erfolgt der Umzug in das endgültige Domizil am Marktplatz 2.

Das Anwesen am Tor zum Kasendorfer Marktplatz steht seit Jahren leer. Durch die Sanierung des Gebäudes und dem Einzug des Jugendtreffs wird hier neues Leben einziehen. Auch bei dieser Sanierung profitiert der Markt vom Sonderförderprogramm  Förderoffensive Nordostbayern mit einem neunzigprozentigen Zuschuss und bekämpft einen weiteren Leerstand im Ortskern.

Das Hollfelder Büro Schwarzmann wurde hierfür durch die Marktverwaltung mit den Planungen beauftragt. Inzwischen wurden die Pläne auch schon dem Landratsamt vorgelegt.

Bis es einmal soweit ist, machen sichs die Jugendlichen vorerst in der Tankstelle gemütlich. Der Betrieb wird wie gewohnt jeden Freitag stattfinden. Auch der Name – „M5“ – bleibt vorerst bestehen.

Direkt nach der Sommerpause geht’s offiziell los: Am 13.09. ist Eröffnungsfeier angesagt. Jeder ist herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild von der neuen Tankstelle zu machen und gemeinsam zu feiern.

Die Pläne für den neuen Jugendtreff am Marktpatz 2 liegen übrigens im Rathaus aus und sind auch online unter https://www.kasendorf.de/fileadmin/user_upload/Sitzung_Aktuelles/06_Planunterlagen_Jugendtreff.pdf zu finden.

mkr

Peestener „Papageienhaus“ wird abgerissen

Baufällige Gebäude, verwahrloste Grundstücke, unübersichtliche Straßenverhältnisse - die Ist-Situation in der Judengasse auf Höhe des Anwesens „Peesten 31“. Doch damit ist nun Schluss: Die Abrissbagger sind bereits angerückt. Die Gebäude sind bald Geschichte.

Das Anwesen besteht aus einem seit über 10 Jahre leerstehenden Wohnhaus – unter der Bevölkerung auch als „Papageienhaus“ bezeichnet – sowie einer schräg gegenüberliegenden Scheune. Beide Gebäude sind stark baufällig und teilweise bereits eingestürzt. Das gesamte Areal wurde mittlerweile durch die Marktgemeinde erworben. Durch den Abriss soll vorrangig eine Verbesserung der sehr ungünstigen und beengten Verkehrssituation erfolgen: An der Stelle des Hauses erfolgt eine Fahrbahnverbreiterung, auf Höhe der Scheune wird ebenfalls eine Ausweichstelle direkt neben der Fahrbahn entstehen. Zur Stabilisierung des Hangbereichs hinter dem Wohnhaus wird eine Stützwand aus Sandsteinen errichtet. Die Freiflächen werden in diesem Zuge ebenfalls neu gestaltet.

Das Projekt wurde mit Kosten in Gesamthöhe von 300.000,00 € veranschlagt und mit einem Fördersatz von 90 % aus dem Programm „ Förderoffensive Nordostbayern“ bezuschusst.  Mit diesem Sonderförderprojekt unterstützt der Freistaat Kommunen beim Kampf gegen den Verfall und Leerstand in Stadt- und Ortskernen.

Der Marktgemeinderat ist froh, mit dieser Unterstützung nun endlich handeln zu können – Vielen war das Anwesen schon jahrelang ein Dorn im Auge. „Das ist eine einmalige Chance, diesen Bereich Peestens aufzuwerten sowie verkehrsgünstiger zu gestalten“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Von gleichem Förderprogramm wird auch das Bauprojekt „Schwarzes Roß“ am Kasendorfer Markt profitieren.  

Das Innere von Haus und Scheune sowie die Außenbereiche wurden bereits im Mai durch eine Fachfirma vom Unrat befreit. In den nächsten Wochen werden die Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Im Rahmen dieser Abrissarbeiten wird es aufgrund der beengten Verhältnisse zu kurzen Wartezeiten bzw. kurzfristigen Straßensperrungen im genannten Bereich kommen. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten. Die Anfahrten der betroffenen Grundstücke durch die wöchentliche Müllabfuhr sind gewährleistet.

mkr

Jugendliche melden sich zu Wort – Zukunftswerkstatt kommt nach Kasendorf

Auszug des Jugendtreffs aus dem „schwarzen Roß“, Bezug der ehemaligen Tankstellenräume als Interimslösung, Neugestaltung der Jugendräume im Gebäude „Marktplatz 2“ – die beginnenden baulichen Großprojekte der Marktgemeinde rund um den Marktplatz haben die Kasendorfer Jugendlichen bisher wohl am ehesten zu spüren bekommen. Mit der Durchführung einer Zukunftswerkstatt bekommen die Jungbürgerinnen und Jungbürger nun die Möglichkeit, bei der Gestaltung ihrer Heimatgemeinde selbst mitzuwirken. Der Marktgemeinderat hat dafür nun grünes Licht gegeben – im Oktober ist es soweit.

Die Zukunftswerkstatt ist eine Aktion des Kreisjugendrings und wurde bisher in 12 Gemeinden des Kulmbacher Landkreises durchgeführt. Bei einem zentralen Treffen aller Jugendlichen der jeweiligen Gemeinde werden in Gruppenworkshops Verbesserungsvorschläge und –wünsche, aber auch Sorgen und Bedenken gesammelt. Diese werden durch den Kreisjugendring ausgearbeitet, kategorisiert und anschließend dem Gemeinderat präsentiert.

Auf Antrag von Marktgemeinderat Norbert Groß beschäftigte sich das Gemeindegremium in seiner Märzsitzung damit, dieses Projekt nach Kasendorf zu holen. Gerade im Hinblick auf die Umbauarbeiten des Anwesens Marktplatz 2 als neuen Jugendtreff hielt es der Gemeinderat für wichtig, den allgemeinen Vorschlägen und Anregungen der Jugendlichen eine Stimme zu geben und die junge Altersgruppe so bei dem sonst eher jugendfernen Thema Kommunalpolitik zu integrieren.

Mittlerweile fanden erste gemeinsame Gespräche zwischen Landratsamt, Gemeinderat und Jugendbeauftragten statt. Startschuss für die Kasendorfer Zukunftswerkstatt ist am 11.10.2019 in der Schulturnhalle. Alle Jugendlichen bis 18 Jahren erhalten vorab eine gesonderte Einladung des Bürgermeisters.

mkr

Deutsche Jugendspange

Die Deutsche Jugendspange der Feuerwehr ist ein Leistungsabzeichen, bei dem neben feuerwehrtechnischen Aufgaben und Theoriebestandteilen auch anspruchsvolle sportliche Aufgaben absolviert werden müssen. Die Prüfung wird bundeseinheitlich durchgeführt und bewertet und prüft die persönliche Haltung, das geschlossene Auftreten, Schnelligkeit und Ausdauer, Körpergewandtheit und das feuerwehrtechnische Wissen und Können der Gruppe. Es gilt das Prinzip, dass der Stärkere dem Schwächeren hilft und somit die Gemeinschaftsleistung der Gruppe zählt.

Das Abzeichen ist  die höchste Auszeichnung in der Jugendfeuerwehr und gilt als Krönung der Laufbahn eines Feuerwehranwärters.

Insgesamt legten 27 Jugendliche aus dem Landkreis Kulmbach die Deutsche Jugendspange in Mainleus ab. Es traten 4 Gruppen zu je 9 Personen an.

Die Teilnehmer kamen von den Jugendfeuerwehren aus Mainleus (7 Teilnehmer), Ebersbach (5 Teilnehmer), Brücklein (4 Teilnehmer), Neuenreuth (1 Teilnehmer) und Peesten (10 Teilnehmer, davon einer aus Reuth, 2 aus Heubsch).

Aus terminlichen Gründen wurden die vorbereitenden Übungen der Jugendlichen aus Brücklein, Neuenreuth und Peesten in Peesten durchgeführt. Die Jugendlichen aus Ebersbach und Mainleus übten am Austragungsort. Die Generalprobe fand zusammen in Mainleus statt.

Inhalte: Kugelstoßen (Mindestgruppenleistung 55m), Staffellauf über 1,5km (Maximalzeit 4 Minuten 10 Sekunden), Schnelligkeitsübung (Auslegen von 120m C-Schlauchleitung in maximal 75 Sekunden), Aufbau des Löschangriff ohne Bereitstellung, Fragenbeantwortung (Fragenstellung von feuerwehrtechnischem und allgemeinem Wissen erfolgt durch Kreisbrandrat Stefan Härtlein) und dem Gesamteindruck der Gruppe. Die Abnahme erfolgte durch die Abnahmeberechtigten Kreisbrandinspektor Matthias Schuhbäck aus Kronach und Kreisjugendwartin Daniela Wagner.

Die Gruppenführer waren Louisa Lauterbauch (Gruppe Peesten), Juliette Schuhmann (Gruppe Brücklein / Neuenreuth / Peesten) und Paul Schaefer (2 Gruppen Ebersbach / Mainleus).

Zur Verkündung der Ergebnisse fanden sich Landrat Klaus Peter Söllner sowie die jeweiligen Bürgermeister ein. Alle Teilnehmer absolvierten die Prüfung mit Bravour.

Vielen Dank an die Jugendfeuerwehrler für die Teilnahme an der Ausbildung sowie für die disziplinierte Abnahme. Speziellen Dank an die Teilnehmer der Peestenener Jugendfeuerwehr, die am Kerwasamstag um 7:30 Uhr auf der Matte standen, um nach Mainleus zu fahren.

Foto Teilnehmer:

Vordere Reihe von Links: Jan Strobel (B), Robin Zapf (B), Louisa Lauterbach (P), Kai Baran (P), Marius Eschenbacher (P), Lais Lucino-Müller (P), Nicolas Trapper (P), Juliette Schuhmann (N), Axel Teller (M), Sahin Wißlicen (M), Martin Hamburg (M), Bastian Lehner (E); Dilara Kurt (E) und Pia Kolb (E).

Hintere Reihe von Links: Niclas Strobel (B), Henrik Neumann (B), Tim Hollweg (P), Sebastian Schnippa (P), Jannis Trapper (P), Josias Neumüller (P), Simon Thau (P), Paul Schaefer (M), Fabian Heierth (M), Justin Reiers (M), Jannik Putschki (E), Chantal Reiers (M) und Jakob Müller (E).

[B = Brücklein, E = Ebersbach, M = Mainleus, N = Neuenreuth, P = Peesten]

 

Verwaltung wieder komplett: Christopher Weggel verstärkt das Rathausteam

Zum 01.04.2019 hat Christopher Weggel seinen Dienst bei der VG Kasendorf begonnen. Damit verstärkt der 21-jährige Sanspareiler unsere Verwaltung und tritt die Nachfolge der Ende März 2019 ausgeschiedenen Sabrina Hargens an.

Herr Weggel war vor dem Wechsel nach Kasendorf im Kulmbacher Landratsamt, wo er 2016 seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten erfolgreich abgeschlossen hat, im Bereich der Abfallwirtschaft tätig.

Sein neuer Aufgabenbereich umfasst alle Angelegenheiten der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie des Gewerbewesens. Außerdem wird er persönlicher Ansprechpartner für Anträge auf Wohngeld, Renten oder Rundfunkgebührenbefreiungen sein. Ergänzt wird sein Tätigkeitsfeld um die kommunale Personalverwaltung.

Herr Weggel ist telefonisch unter 09228 / 999620 oder per Mail unter weggel(at)kasendorf.de zu erreichen. Sein Büro ist im 1. OG des Rathauses (Zimmer-Nr. 18) zu finden.

Wir wünschen ihm eine gute und gelungene Einarbeitungszeit sowie alles Gute, viel Erfolg und vor allem Freude bei seiner neuen Arbeit.

mkr

 

Kasendorf veröffentlicht neuen Tourismusflyer

Die Freude ist unseren Gemeinderäten ins Gesicht geschrieben, als sie die druckfrischen neuen Tourismusbroschüren in ihren Händen halten. Die Gemeindeverwaltung hat damit zusammen mit der Diplom-Biologin und freien Journalistin Dr. Adriane Lochner auf über 20 Seiten die geologischen, architektonischen und kulturellen Highlights des Marktes zusammengefasst. Sie dient dazu, sowohl Erstbesucher von den Attraktionen in Kasendorf zu überzeugen, als auch den „Stammgästen“ und Kasendorfern selbst die vielen unterschiedlichen Ausflugsmöglichkeiten neu ins Blickfeld zu rücken. Wer dabei mehr über die verschiedenen historischen Fakten und Entwicklungsgeschichten der Kasendorfer Besonderheiten erfahren möchte, wird mittels abgedruckten Scancodes über das Smartphone ganz einfach auf die jeweiligen Websites geleitet. Außerdem wird zusätzlich auf Feste und Veranstaltungen im Markt verwiesen und ergänzt so den bereits bestehenden Veranstaltungskalender, der jedes Jahr aufs Neue erstellt wird, ideal.

Der neue Gemeindeflyer liegt kostenlos im Rathaus aus.

mkr

 

Ehrennadel geht nach Kasendorf– Markt ist stolz auf Volker Täuber

Es gibt wenige in Kasendorf, die Volker Täuber nicht kennen: Für den Spiel- und Sportverein ist er Herz und Motor, kümmert sich in der Vereinsleitung um die Vereinsstrukturen, die sportliche Organisation oder die finanziellen Rahmenbedingungen mit allem drum herum. Für dieses Engagement erhielt er nun die Ehrennadel des Landkreises Kulmbach.

Engagiert ist Volker Täuber hier bereits seit 1986, als er begann sich als Jugendtrainer um den Fußballnachwuchs in Kasendorf zu kümmern - zahlreiche sportliche Erfolge waren die positiven Ergebnisse seiner Trainingsarbeit. Seit mittlerweile  16 Jahren ist er als 1. Vorsitzender an der Spitze des Vereins; hat dabei vielfältige Entscheidungen in seiner Verantwortung. Es geht um Spieler- oder Trainerverpflichtungen, Gewinn von Sponsoren, Entscheidungen über Investitionen am Sportgelände oder auch die Organisation der Stadionzeitung „SSV aktuell“ – viele Projekte tragen seine Handschrift.

Neben den sportlichen Angelegenheiten bleibt er auch bei der Planung verschiedener gesellschaftlicher Events sprichwörtlich am Ball. So veranstaltet der SSV u.a. Weinabende, Faschingsfeiern oder Schafkopfrennen. Stellvertretend für alle Projekte ist vor allem das 2012 in Kasendorf ausgetragene Gastspiel des 1. FC Nürnberg mit über 5000 Besuchern in Erinnerung geblieben.

Bei der Feierstunde im Kulmbacher Landratsamt hob Laudator Lothar Seyfferth hervor, dass es unermüdlichen Einsatz verlangt, die vielen auf der Agenda stehenden Belange im Ehrenamt zu bewältigen. Gerade bei einem Verein wie Kasendorf, der schon lange zu den Spitzenmannschaften im Umkreis gehört, erfordert dies besondere Managerqualitäten. Landrat Klaus Peter Söllner betonte, dass durch solches Engagement sozialer Kontakt gefördert, Hilfe geleistet und im Ergebnis die Gemeinschaft bereichert wird. Für all das steht auch Volker Täuber: Er sorgt dafür, dass alle Abteilungen des SSV an einem Strang ziehen und  der Zusammenhalt großgeschrieben wird - das ist der Schlüssel für ein gutes Miteinander.

Die Ehrennadel des Landkreises Kulmbach ist eine kommunale Auszeichnungsform und wird seit mittlerweile 12 Jahren verliehen. Bis zu 10 Personen werden so jährlich am 5. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamts, symbolisch für Ihren Einsatz in Bereichen wie Kultur, Sport oder Soziales gewürdigt. Neben Volker Täuber wurden auch Günther Bär (Ludwigschorgast), Ella Glenk (Kulmbach), Reinhard Holhut (Kupferberg), Michael Schramm (Marktleugast) und Michael Weich (Kulmbach) geehrt. Dass unter den Auszeichnungsträgern auch ein Kasendorfer ist, macht den Markt dabei besonders stolz: „Wir schätzen seine ehrenamtliche Arbeit wirklich sehr und sind dankbar, dass er das Vereins- und Gesellschaftsleben bei uns damit so positiv und nachhaltig beeinflusst.“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

mkr

 

Erste Anzeichen für Neubaugebiet „Am Fichtig III“

Wer in den letzten Wochen von Heubsch in Richtung Thurnau unterwegs war, schaute auf der Golfplatzstraße in Höhe des Ortsausgangs sprichwörtlich in die Röhre: Große Betonrohre lagen enganeinander gereiht auf der Wiese, wo sich Familien bald ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können. Sie sind die ersten Vorboten für die Realisierung der Baugebietserweiterung „Am Fichtig“ um den dritten Bauabschnitt.

Dabei handelt es sich noch nicht um die Erschließung mit dem kompletten Kanalsystem, sondern um die Entwässerungstechnik für ein im Zuge der Erschließung notwendig gewordenes Regenrückhaltebecken.

Die Entwässerung des Neubaugebiets wird im sogenannten Trennsystem erfolgen, d.h., dass Schmutz- und Regenwasser in separaten Kanälen ablaufen werden. Das anfallende Regenwasser wird dann in das etwa 250 Meter entfernte am Friesenbach gelegene Regenrückhaltebecken geführt und dort so lange gedrosselt, bis eine Einleitung in den Bach erfolgen kann. Sowohl Bau des Beckens als auch Verlegung des Regenwasserkanals werden derzeit noch durch die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs ausgeführt und dienen dem späteren Hochwasserschutz im Umfeld des neuen Baugebiets. Auch wird aktuell noch eine am Rand des neuen Bauareals stehende alte Feldscheune  abgerissen.

Mit diesen ersten Aktionen geht das Projekt „3. Bauabschnitt – Am Fichtig““ in die nächste Runde – 2019 sollen die restlichen Erschließungsmaßnahmen ausgeführt werden. Die dort entstehenden insgesamt 12 Bauparzellen werden nach der heuer erfolgten Ausweisung des Peestener Neubaugebiets „Brunnengasse“ das Angebot des Marktes an Bauplätzen weiter ergänzen. Für Gemeinderat und Verwaltung ist es ein wichtiges Anliegen, den jungen, bauwilligen Familien geeignete Grundstücke für ihr Eigenheim anbieten zu können. Nach langer Suche und Ausarbeitung verschiedener Ansätze, konnten in diesem Jahr in Peesten und Heubsch geeignete Flächen gefunden werden. Die Grundstückslage und weitere Infos hierüber sind auf der Gemeindehomepage unter https://www.kasendorf.de/baugebiete/wohngebiete/ einsehbar.

mkr

„M5“ wird 11 – Kasendorfer Jugendtreff feiert Jubiläum

Vor 11 Jahren…

…kickt sich unsere Damen-Fußballmannschaft im WM-Endspiel gegen China zum Weltmeister

…wird die US-Sitcom „Big bang theory“ zum ersten Mal ausgestrahlt und

…stellt Steve Jobs seine erste Version des I-phone vor.

Sport, TV-Serien oder Smartphones – Hobbies und Interessen, die vor allem bei jüngeren Altersgruppen Zeit und Platz im Alltagsleben gefunden haben. Aus dem Kasendorfer Gemeindegeschehen ebenfalls seit mittlerweile 11 Jahren nicht mehr wegzudenken ist der im ehemaligen Brauereigasthof „schwarzes Roß“ 2007 etablierte Jugendtreff „M5“. Zugunsten des Reformationsjubiläums im vergangenen Jahr ließen die Jugendlichen die Feier zum ersten „Runden“ ausfallen und verlegten die jetzt stattgefundene Jubiläumsfeier kurzerhand auf den 11. Geburtstag.

Dekanatsjugendreferent Tim Herzog ließ bei seiner Begrüßung die vergangenen Jahre Revue passieren. Etwa 1432 Stunden Zeit bot der Jugendtreff bisher als Rückzugsort und Freizeitraum für die jungen Erwachsenen: Zeit für Begegnungen, Gespräche, Blödsinn, aber auch Zeit für den Glauben. Bürgermeister Bernd Steinhäuser hob das überaus große Engagement der Mitarbeiter hervor und führte Erfolg und Beliebtheit des Jugendtreffs vor allem auf das gelebte offene Konzept zurück. Die festen Ansprechpartner haben dabei immer ein offenes Ohr für die Belange der Heranwachsenden und wurden so über die Jahre zu wichtigen Bezugspersonen.

Ob Kicker, Billard oder Sofas zum Chillen, unterschiedliche kreative Projekte, Outdoor-Aktivitäten und Fitness in der Schulsporthalle – über das breite und individuelle Angebot konnten sich die Besucher bei einer extra für das Jubiläum über die gesamten Räumlichkeiten verteilten Fotoausstellung selbst ein Bild machen. „Gerade wegen dieser Qualitäten hat sich auch jeder einzelne Euro, der hier investiert wurde, gelohnt. Das Ergebnis ist mit den Jahren wirklich toll geworden!“, lobte Bürgermeister Bernd Steinhäuser die wertvolle Jugendarbeit. Zusätzlich überzeugte die Kirchenband CrossTunes, die für musikalische Umrahmung sorgte, von dem Eifer der Jugendlichen. Scorpions „Wind of change“ symbolisierte hier jedoch neben der Feierlaune auch eine Art Aufbruchsstimmung: Denn im Rahmen der Umgestaltung des Anwesens „Marktplatz 5“ wird die Diakonie hier mit einer Tagespflegeeinrichtung ihr neues Zuhause finden. Der Marktgemeinde war es jedoch eine Herzensangelegenheit, für die Jugend einen adäquaten Ersatz zu finden. Mit dem gegenüberliegenden Anwesen „Marktplatz 2“ steht eine Alternative im Blickfeld, an deren Realisierung seitens der Gemeinde derzeit gearbeitet wird. „Der Erfolg des Jugendtreffs wird in neuen Räumen und mit neuen Ideen sicherlich genauso fortgeführt“, richtete sich Steinhäuser an die Jugendlichen. Wann genau der Umzug erfolgt, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

Klar ist aber, dass man dort die gute Zusammenarbeit zwischen CVJM, Kirche und politischer Gemeinde fortsetzen möchte. Ohne das gute Miteinander, wäre ein solches Freizeitangebot für die junge Generation im Markt wohl nicht in dieser Form realisierbar. Deshalb betonte CVJM-Vorsitzender Volkmar Schulze auch, wie man auf die Gemeinde als Unterstützer zählen kann - sei es durch Baumaterialen oder durch den jährlichen finanziellen Zuschuss, der erst in der Oktobersitzung wieder durch das Gemeindegremium beschlossen worden ist. Jedes Jahr investiert die Gemeinde so 3.000,00 € für die Jugendarbeit.

Den Jugendlichen wird dadurch auch gezeigt, dass man ihr Engagement durch ihre vielfältigen Aktionen wie die Sanierung des Musikpavillons am Festplatz, der Ausrichtung der Jugendgottesdienste sowie der Spielstraße am Kellerfest sehr zu schätzen weiß. „Dies ist ein wichtiger Bestandteil für die soziale Infrastruktur Kasendorfs und ergänzt das breite Vereinsangebot im Markt“ unterstrich Schulze. Gemeindepfarrer Stefan Lipfert betonte die bleibenden Erinnerungen derjenigen, die hier während ihrer Zeit vom Jugendlichen zum jungen Erwachsenen ein und ausgegangen sind. „Als ich mich damals für Kasendorf beworben habe, fand ich es toll, dass sich Kasendorfer Jugendliche in eigenen Räumen treffen können. So eine Gemeinschaft behält bei vielen immer einen festen Platz in ihrem Leben“.

An diesen Erfolgskurs der vergangen 11 Jahre will man in Zukunft anknüpfen. Dabei ist jeder Einzelne im Jugendtreff willkommen und eine Bereicherung für die Gemeinschaft in Kasendorf, vereinsübergreifend und überkonfessionell. Infos über Aktuelles und Aktionen gibt’s im Netz unter www.jugendtreff.kirche-kasendorf.de, dem Newsletter, der WhatsApp Gruppe „unser Jugendtreff Broadcast“ aber natürlich auch persönlich bei einem spontanen Besuch im „M5“!

mkr

Veranstaltungskalender 2019 Von „A“ wie Azendorfer Birnbaumfest bis „Z“ wie Zultenberger Johannifeuer -

Was wird im nächsten Jahr in Kasendorf und seinen Ortsteilen alles geboten sein? Antworten darauf liefert der brandneue Veranstaltungskalender des Marktes für das Jahr 2019.
Für die Erstellung folgten Vertreter der gemeindlichen Vereine, Organisationen und Kirchen einer Einladung der Marktverwaltung am 12.11.2018 in den Sitzungssaal des Rathauses. Bei dem jährlich stattfindenden Planungstreffen gab es wieder für alle Verbände im Markt die Gelegenheit, die verschiedenen Vereinstermine zentral bei Gemeindemitarbeiterin Sabrina Hargens zu sammeln. Die breite Palette an Jubiläen, Festen und unterschiedlichsten Vereinsaktivitäten wird nun auf insgesamt 14 Seiten wieder übersichtlich dargestellt: Von den traditionellen Dorfkerwas über das Kellerfest bis zu den beliebten Konzerten des Musikvereins; Fasching, Motorradfahrten oder Sportveranstaltungen - nur einige Highlights im Kasendorfer Gemeindegeschehen. Darüber hinaus wird auch an organisatorische Termine, wie z.B. die Jahreshauptversammlungen der Vereine oder die neue Anmeldewoche im Kindergarten erinnert. Als monatliche Übersicht erscheint der Veranstaltungskalender alle vier Wochen im Blickpunkt und wird außerdem als Beilage im aktuell entstehenden neuen Gemeindeflyer zu finden sein. Natürlich geht er auch in Kürze wieder unter www.kasendorf.de online und bietet so via Smartphone und Tablet die Möglichkeit für einen spontanen Besuch in Kasendorf.

mkr

Gegen das Vergessen – Markt begeht Volkstrauertag

Sie stehen in Kasendorf, Azendorf, Döllnitz und Peesten – in die Kriegerdenkmäler im Markt Kasendorf sind über 206 Namen von Männern aus dem heutigen Gemeindegebiet eingraviert, die in den Kriegsjahren 1914 – 1918 und 1939 – 1945 ihr Leben verloren haben. Anlässlich des jährlich stattfindenden Volkstrauertages am 18.11.2018 wurde bei Gedenkfeiern in der Gemeinde an alle Opfer aus dieser Zeit erinnert.  

Dabei hielten die Bürgermeister wieder die Gedenkreden an den Mahnmalen, denen die Gottesdienste, in denen ebenfalls das Thema Krieg und Gewalt zentrales Thema war, voraus gingen. Anschließend wurden die Gedenkfeiern von den vielen Mitwirkenden der Feuerwehren, Soldatenkameradschaften sowie weiterer Vereine und Verbände ausgestaltet. Traditionell wurden wieder Kränze und Blumen vor den Gedenktafeln niedergelegt.

Die Kasendorfer Kriegsopfer:

  • Kasendorf (mit Heubsch, Krumme Fohre, Lindenberg, Neudorf, Reuth und Zultenberg)

1. Weltkrieg: 16

2. Weltkrieg: 68

 

  • Azendorf

1. Weltkrieg: 13

2. Weltkrieg: 38

  • Döllnitz

1. Weltkrieg: 8

2. Weltkrieg: 18

  • Peesten (mit Lopp)

1. Weltkrieg: 16

2. Weltkrieg: 29

Der Volkstrauertag wurde 1919 durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ins Leben gerufen. 1952 wurde er als staatlicher Gedenktag auf den zweiten Sonntag vor den ersten Advent gelegt und gilt seitdem als Zeichen für Erinnerung an alle Opfer dieser Zeiten sowie als Mahnung für den Frieden. In den Gedenkreden in Kasendorf wurde deshalb auch betont, wie kostbar ein Leben in Frieden ist, Deutschland seit 73 Jahren vom Krieg verschont wurde und wie wichtig gerade deshalb ein solcher Tag des Erinnerns ist.

mkr

Neuer Friedhofsweg – Splitt weicht dem Asphalt

In der Mittagshitze des Spätsommers hat sich über die Ortschaften eine Stille gelegt, wie man sie sonst nur zur Siesta im Süden kennt. So manch einer wird sich da über das Dröhnen der Bagger und die auf Hochtouren gelaufenen Dampfwalzen oder Asphaltierungsmaschinen gewundert haben. Alles Anzeichen für ein Projekt, das nun in die Tat umgesetzt worden ist: Der Peestener Friedhofsweg wurde asphaltiert.

Auswaschungen, Spurrillen und überwucherndes Unkraut: Zustände des Weges, die dem Kirchenvorstand – der Friedhof selbst ist in Trägerschaft der Marienkirche  – mehr als einmal Kopfzerbrechen verschafften. Andere ausgearbeitete Lösungsalternativen hätten hier nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Deshalb wurde eine kostenaufwändigere Maßnahme mit Asphaltdecke beschlossen. Ein ähnlicher Weg wurde bereits vor 5 Jahren im Zuge der Schaffung eines behindertengerechten Zugangs zur Kirche errichtet.

Mit der Münchberger Baufirma Sinnig erhielt ein regionales Unternehmen den Zuschlag, das neben der Schaffung eines neuen Unterbaus, die Befestigungs- sowie Asphaltierungsarbeiten durchführte. Dabei wurde auch Wert darauf gelegt, dass der Weg aus der Vogelperspektive betrachtet seine Kreuzform beibehält.

35.000 Euro investierte die Kirche so für die eigene Gemeinde, die durch eine großzügige Bezuschussung durch den Markt Kasendorf in Höhe von 10.000 Euro unterstützt worden ist. Da Teile der Kirchengemeinde in den Markt Mainleus eingemeindet sind, kam hier noch eine Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro hinzu. Des Weiteren wird der Weg aus Rücklagen sowie eine im Frühjahr stattfindende Haussammlung finanziert. Damit wurde eine nachhaltige Lösung mit geringen Unterhaltskosten  sowie vor allem für ältere und gehbehinderte Besucher des Friedhofs ein Stück weit mehr Sicherheit geschaffen.  

Allen voran gilt an dieser Stelle noch einmal der politischen Gemeinde ein großes DANKESCHÖN – ohne Euch wären die Bagger und das gesamte Projekt so nicht ins Rollen gekommen!

Maximilian Krüger

Kasendorf fördert seine Familien – Upgrade für Baukindergeldrichtlinien

Kasendorf möchte seinen Familien weiterhin gute Bleibeperspektiven bieten, neben den neuen Baugebieten auch darüber hinaus vorteilhafte Ausgangssituationen dafür schaffen und den jungen Menschen in der Gemeinde somit bei der Verwirklichung des „Traums vom Eigenheim“ ein Stück weit unter die Arme greifen. Deshalb hat sich unser Marktgemeinderat in seiner Sitzung vom 15. August 2018 mit den bestehenden Baukindergeldrichtlinien beschäftigt und eine Neufassung dieses Förderprogramms beschlossen.

Schon vor vielen Jahren haben unzählige Kommunen eine solche Fördermöglichkeit eingeführt, um möglichst viele junge Menschen in die Neubaugebiete der Gemeinden zu locken. Heute werden jedoch von verschiedenen Seiten zusätzlich eine stärkere Vermarktung des Baubestandes sowie die Umsetzung der sogenannten Innenverdichtung der Ortschaften gefordert. Auf Anstoß unseres Marktgemeinderates Norbert Groß wurde auch deshalb über ein Upgrade der Baukindergeldrichtlinien in Kasendorf nachgedacht; denn bisher wurde nur der Erwerb eines unbebauten Grundstückes für ein eigengenutztes Familienheim in den beiden Neubaugebieten in Heubsch und in Peesten gefördert.

Ziel der Neufassung war es nun, allen jungen Familien, die das „Projekt Eigenheim“ in unserer Marktgemeinde angehen, eine kommunale Starthilfe leisten zu können. Die Erweiterung sieht daher ab sofort zusätzlich eine Förderung beim Bau einer Wohnimmobilie auf einem auch außerhalb der Neubaugebiete liegenden, unbebauten Grundstück sowie beim Kauf einer Wohnimmobilie zur Eigennutzung (z.B. eine Eigentumswohnung) vor.

Die Höhe des Baukindergeldes verbleibt bei der ursprünglich beschlossenen Summe von 1.500,00 € für jedes Kind der Familie, welches am Tag der notariellen Beurkundung des Kaufs das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Ein Zuschussantrag ist schriftlich in der Gemeindeverwaltung zu stellen. Dort können die gesamten Förderrichtlinien ebenso wie auf der gemeindlichen Homepage unter www.kasendorf.de eingesehen werden.

Maximilian Krüger

Bürgerbus rollt auch 2019 weiter übers Land

Hier herrschte absolute Übereinstimmung im Gemeindegremium: Kasendorfer Bürgerinnen und Bürger, die ihren Alltag ohne eigenes Auto bewältigen, sollen dabei auch weiterhin mit dem Einsatz des Bürgerbusses unterstützt werden. Deshalb fährt dieser auch im kommenden Jahr wieder jeden Dienstag die Ortsteile an und bringt die Fahrgäste so zu den nächsten Einkaufsmöglichkeiten nach Thurnau.

Einzig der Plan der Anfahrtsorte stand in der Gemeinderatssitzung vom 12. September 2018 auf dem Prüfstand: Denn im Gemeindeteil Zultenberg ist die Anzahl der Fahrgäste momentan auf null zurückgegangen, weswegen diese Haltestelle zunächst aus dem Fahrplan genommen wird. Sollte die Mitfahrgelegenheit zukünftig auch wieder in Zultenberg in Anspruch genommen werden wollen, sieht man absolut kein Problem darin, die Ortschaft kurzfristig wieder in den Fahrplan aufzunehmen - dies gilt selbstverständlich auch für alle anderen Gemeindeteile, die bisher nicht angefahren werden. Eine kurze telefonische Meldung in der Gemeindeverwaltung unter 09228 / 99960 oder per Mail unter poststelle(at)kasendorf.de genügt.

Durchschnittlich wurden die Fahrten im Jahr 2018 bisher von etwa 10 bis 15 Personen in Anspruch genommen. Diesen bietet der Markt damit ein Stück weit Mobilität und die Voraussetzung dafür, dass sich die Fahrgäste einen kleinen Anteil Selbstständigkeit in ihrem Alltag bewahren können. Gerade deshalb legt der Marktgemeinderat großen Wert auf den Erhalt dieses Bürgerservice.

Wer weiterhin mitrollen will, muss sich auch an keine steigenden Preise gewöhnen – Der Fahrpreis verbleibt bei den bewährten 1,00 € pro Fahrt.

Maximilan Krüger

VR Bank Oberfranken Mitte spendet Fahrzeug an den Diakonieverein Kasendorf – Wonsees e.V.

Die VR Bank Oberfranken Mitte bedachte zum wiederholten Mal soziale Einrichtungen im Landkreis mit einer großzügigen Spende. Der Diakonieverein Kasendorf-Wonsees erhielt bei einer Übergabeveranstaltung am 19.September ein nagelneues VR-Mobil „VW UP“. Mit der Unterstützung wird der wichtigen Hilfe, die der ambulante Pflegedienst des Diakonievereins unseren Mitbürgern zugutekommen lässt, Anerkennung verliehen. Durch die Fahrzeugspende erhält der Verein eine massive Unterstützung bei der Ausübung der täglichen Arbeit in der Pflege und Betreuung der Senioren.

Stellvertretender Vorsitzender des Diakonievereins Kasendorf-Wonsees, Herr Klaus Amschler, der auch zweiter Bürgermeister des Marktes Kasendorf ist, sowie die stellvertretende Pflegedienstleitung, Frau Tina Heinze, nahmen das Fahrzeug entgegen und bedanken sich für die großzügige Zuwendung.

Peestener Jugendfeuerwehr beim Kreisjugendleistungsmarsch auf dem 1. Platz

Die Jugendgruppe II der Freiwilligen Feuerwehr Peesten setzte sich beim Kreisjugendleistungsmarsch, der am 08.09.2018 in Kulmbach stattfand, gegen weitere 34 teilnehmende Gruppen aus dem Landkreis durch. Peesten trat dieses Jahr mit 3 Gruppen zum KJM an. Die Gruppe I konnte erfolgreich den 11. Platz erreichen und die Gruppe III den 13 Platz.

Die Peestener Jugendfeuerwehr, die seit ihrer Gründung 1992 oftmals hervorragende Platzierungen erzielen konnte, meisterte auf einer knapp sieben Kilometer langen Strecke, vom Feuerwehrzentrum über die Innenstadt hinauf zur Plassenburg und über die Flutmulde zurück, die gestellten Herausforderungen mit großer Sorgfalt und Geschicklichkeit. Abgeprüft wurden feuerwehrtechnische Grundkenntnisse, wie das Anlegen eines Mastwurfes oder das Kuppeln der Saugleitung.

Bei der Bewältigung der elf Stationen, welche den Feuerwehrnachwuchs u.a. auf künftige Einsätze vorbereiten sollen, ist  sowohl der Zusammenhalt als auch die Zusammenarbeit der antretenden Gruppe Voraussetzung.

Durch den Sieg beim Kreisjugendleistungsmarsch hat sich die Jugendgruppe der FFW Peesten zur Teilnahme am Bezirksjugendleistungsmarsch in Lanzendorf qualifiziert.

Kasendorf schafft Platz für Häuslebauer

In Kasendorf sind Familien willkommen! Getreu diesem Motto hat unser Kasendorfer Marktgemeinderat in seinen Juni- und Julisitzungen beschlossen, dass in Peesten weitere 7 Baugrundstücke entstehen sollen. Die Parzellen in der „Brunnengasse“ schließen sich dem 2011 entstandenen Neubaugebiet „Nussallee“ direkt an und stehen den Bauwilligen in sonniger Lage, naturnaher Umgebung und herrlichem Ausblick ab sofort zur Verfügung – erste Anfragen gingen in der Gemeindeverwaltung bereits ein.

Damit mit dem Bau möglichst bald losgelegt werden kann, hat der Marktgemeinderat das Verfahren so schnell ins Laufen gebracht. Vor allem in den letzten Jahren wurden Baugrundstücke, auf denen sich Häuslebauer in der Marktgemeinde ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können, im Gemeindegebiet rar. Das große Heubscher Neubaugebiet „Am Fichtig“ wurde voller, neue Flächen zu erwerben erwies sich als eine Mammutaufgabe: Hatte man geeignete Flächen gefunden, scheiterte es an mangelndem Verkaufswillen der Eigentümer oder aus immissionsschutzrechtlichen Gründen, wie die Beispiele in Döllnitz oder am Kasendorfer Pfarrwald zeigten.

Gemeindeverwaltung und Marktgemeinderat verursachte es lange Zeit Bauchschmerzen, vor allem junge Familien, die sich in unserer Gemeinde ein Eigenheim schaffen wollten, abweisen zu müssen. „Umso schöner ist es, dass wir den Bauwilligen in unserer Gemeinde jetzt mit den Grundstücken in Peesten neue Alternativen anbieten können“, freut sich unser Kasendorfer Bürgermeister Bernd Steinhäuser.  „An der Ausweisung von Bauplätzen in der Nussallee hat man gesehen, dass die Lage den Hausbauern zusagt. Sechs der sieben Bauplätze sind bereits verkauft und werden aktuell noch bebaut. Vor allem ist der Zuzug von vielen jungen Familien eine wirklich tolle Sache für unsere Gemeinde“, so Steinhäuser.

Dass der Hausbau in unserer Gemeinde in Fahrt bleiben kann, ist unser Marktgemeinderat weiter damit beschäftigt immer wieder neue Grundstücksalternativen auszuarbeiten. So sind die Planungen für den 3. Bauabschnitt am Fichtig in Heubsch  mit weiteren 12 Parzellen in vollem Gange und Pläne über eine Erweiterung in Peesten (Nussallee / Brunnengasse) ebenfalls schon in Sitzungen vorausschauend besprochen worden.

Die sieben Grundstücke in der Brunnengasse in Peesten haben eine Größe zwischen 800 und 1100 m2. Detaillierte Auskünfte über die Peestener Bauplätze sowie auch allgemeine Infos über weitere Grundstücke der Marktgemeinde sowie deren Vermarktung erfolgt über die Kasendorfer Gemeindeverwaltung. Über poststelle(at)kasendorf.de oder unter 09228/ 99960 können sich Interessenten gerne mit dem Rathaus in Verbindung setzen.

Maximilian Krüger 

Fliegendes Klassenzimmer - Kasendorfer Betreuungsgruppe on Tour

Wer kennt den Klassiker von Erich Kästner nicht: Eine Schulklasse geht mit ihrem Hauslehrer in einem selbstaufgeführten Theaterstück auf Reisen und besucht dabei all jene Attraktionen, die die meisten nur aus Büchern kennen.

Unsere Kasendorfer Betreuungsgruppe folgte diesem Motto des „fliegenden Klassenzimmers“, als sie am 18. September einen Ausflug nach Peesten unternahm und die gemeinsamen Stunden, die sonst jeden Montagnachmittag zwischen 14:00 und 17:00 Uhr im Kasendorfer Gemeindehaus stattfinden, direkt unter die Peestener Tanzlinde verlegte.

Helga und Siegfried Dressel vom „Förderkreis Tanzlinde Peesten“ empfingen die Gäste und berichteten in einem lockeren Kreis alles über die Geschichte sowie die Entwicklung des Dorfwahrzeichens. Anschließend hielt Gemeindepfarrer Michael Müller mit den Besuchern eine kurze Andacht in der Marienkirche und gab dabei auch Einblicke über die Geschichte der Kirche  sowie der Pfarrgemeinde. Einige der Ausflugsgäste hatten in dieser Kirche vor vielen Jahren ihre Erstkonfirmation gefeiert und freuten sich deshalb besonders, wieder einmal an diesen Ort kommen zu können. Das anschließend im Peestener Dorfhaus stattfindende gemeinsame Kaffeetrinken rundete den Ausflug ab.

Die Diakoniemitarbeiterinnen sowie verschiedene ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bemühen sich immer wieder aufs Neue ein buntes Programm für die Senioren zu bieten und dabei auch auf die Bedürfnisse eines jeden Einzelnen einzugehen: Ob gemeinsamer Wochenrückblick über die Geschehnisse in der Marktgemeinde, das Geburtstagsständchen für einen Jubilar, das gemeinsame Gespräch über ein bestimmtes Thema zur Jahreszeit oder auch der Fahrdienst der Diakonie sorgen dafür, dass sich die Senioren optimal betreut und umsorgt fühlen.

Leiterin der Seniorengruppe, Angela Schott, freut sich darüber, dass alle Teilnehmer von dem Ausflug so begeistert waren und dies eine tolle Ergänzung zum bereits bestehenden Programm darstellt. Deshalb ist man sich auch einig, dass diese Ausgestaltung im nächsten Jahr beibehalten werden soll: Denn auch 2018 soll es heißen „Alle Mann an Bord – Betreuungsgruppe weiter on Tour!“

Maximilian Krüger 

Markt-Event ein Genuss für alle Sinne

„Sommer, Sonne, Sonnenschein – zieh ich mir furchtbar gerne rein.“ – Die erste Zeile aus dem Song „Lass die Sonne rein“ von den fantastischen Vier war Programm beim Kasendorfer Markt-Event unter dem Motto „Luther und das Ende des Mittelalters“ auf dem Sportgelände des SSV.

Bei den auf dem ganzen Fußballfeld angebotenen Spiel- und Spaßstationen war gute Laune tanken angesagt: Die Diakoniestation verkaufte erfrischenden Eiskaffee, bei Bernd Zirkelbach war mittelalterliches Haarflechten angesagt, mit der Ballschleuder konnte man beim Tennisclub seine Zielsicherheit testen oder am Büchertisch Kasendorfer (Haus-)Bibeln aus den vergangenen Jahrhunderten bewundern.

Viele Besucher rollten in Bubble-Balls über den Rasen und erkundeten das Festgelände so mal aus einer ganz anderen Perspektive, während die Hüpfburg von den Jüngsten erorbert wurde. Dort wurde genauso wie beim Papamobilrennen der katholischen Kirchengemeinde Thurnau mit der Sonne um die Wette gestrahlt.  

Auch die kulinarischen Angebote brachten alle voll auf ihre Kosten: Von Leckerbisschen vom Grill über Gemüsesuppe und Holzofenbrot bis hin zu Kaffee, Blechkuchen und Torten – die Auswahl war riesig.

Zum Auftakt am Vormittag wurde zusammen mit der musikalischen Unterstützung vom Posaunenchor Azendorf-Peesten, der Kirchenband Crosstunes sowie dem Saxophonensemble vom Musikverein ein Open-Air-Gottesdienst für die ganze Familie gefeiert.  Ein weiteres Highlight an diesem Tag war sicherlich auch das Gauditurnier, das dem Festgelände wieder seinen sportlichen Charakter verlieh. Dabei hatte der Musikverein schließlich die Nase bzw. hier eher die Beine vorne und die Teilnehmer erhielten bei der Siegerehrung neben den Medaillen auch Bibeln.

Die Hauptorganisatoren mit Monika Brandt und Hans Niegsch vom SSV Kasendorf sowie Stefan Lipfert, Silke Bergner, Andrea Schmidt, Tim Herzog und Volkmar Schulze von der Kirchengemeinde an der Spitze, waren den ganzen Tag unterwegs, um zu schauen, dass alles perfekt klappt und funktioniert. Alle freuten sich sehr, dass sich die intensive Vorbereitung gelohnt hat.

Auch Bürgermeister Bernd Steinhäuser freute sich über das Fest und den großen Zuspruch: „Das Markt-Event ist eine gute Gelegenheit, um mit der Familie, Freunden und Bekannten einen schönen Tag in Kasendorf zu verbringen, zeigt aber vor allem auch den tollen Zusammenhalt unserer einzelnen Vereine“. Organisationsteam und Besucher waren sich  also einig – der Tag war ein Hit!

Maximilian Krüger

Streetsurfing mal anders: Hotspot versorgt Ortskern mit freiem W-LAN

Man kennt es aus Film und Fernsehen: Lässige Skater schießen mit Ihren Waveboards wie auf Wellen über den Asphalt. Mit Schwung und Wendigkeit zeigen sie dabei die neuesten und waghalsigsten Stunts. Dieses Streetsurfing hat jetzt auch Kasendorf erreicht – Allerdings surft man bei uns jetzt vor allem mit Smartphone, Tablet und Co. um die Wette: Denn mittlerweile wurde an unserem Rathaus ein Hotspot installiert und versorgt  alle Nutzer mit freiem und kostenlosen Internetzugang. Unbegrenzt – rund um die Uhr.

Der Hotspot deckt einen Teilbereich des Rathausparkplatzes ab; außerdem zählen Teile der angrenzenden Kulmbacher Straße, der Kirchstraße sowie des Marktplatzes zu dessen Versorgungsgebiet.

Den Beschluss, diesen Bereich zur W-LAN-Zone zu verwandeln, fasste unser Marktgemeinderat bereits im Herbst 2016 und knüpfte damit an ein Förderprogramm des  Freistaates Bayern an. Um bis 2020 bis zu 20.000 solcher Internetzugriffspunkte an öffentlichen Plätzen und Gebäuden in Bayern zu installieren, wird den Gemeinden dafür auch finanziell unter die Arme gegriffen: Für die 2.500,00 € teuren Anschaffungskosten kommt der Freistaat auf, während die geringen Unterhaltskosten in Höhe von etwa 30,00 € pro Monat von den Gemeinden übernommen werden.

Mittlerweile läuft unser Hotspot den ersten Monat und bietet den Bürgerinnen und Bürgern Kasendorfs ein tolles Angebot mitten im Ortskern. Also auf die Straßen, fertig, los: Surfen ohne Limit jetzt auch in Kasendorf!

Maximilian Krüger

Gemeinde greift Peestener Lindenkreis unter die Arme

In seiner Sitzung vom 22.02.2017 stimmte unser Marktgemeinderat einer diesjährigen Kostenübernahme von Instandhaltungsarbeiten an der Peestener Tanzlinde einstimmig zu. Dabei handelt es sich um eine dreistellige Ausgabensumme für die Anmietung einer Hubarbeitsbühne, um Schnittarbeiten in der Baumkrone ausführen zu können. Diese jährlich anfallenden Pflegemaßnahmen werden von Mitgliedern des Förderkreises „Tanzlinde Peesten“ auf ehrenamtlicher Basis vorgenommen, um die historische Kubusform des Naturdenkmals zu erhalten bzw. zu optimieren.

Vorangegangen war ein Antrag vom Lindenkreis, in dem um eine Übernahme dieser Kosten „ad infinitum“ gebeten wurde. Diesem gewünschten Dauerauftrag konnten unsere Gemeinderäte allerdings nicht vorbehaltlos zustimmen: So sahen mehrere Gemeinderäte aufgrund der gut gestellten finanziellen Situation des Lindenkreises zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Notwendigkeit für eine Kostenübernahme. Dritter Bürgermeister Rainer Macht sowie Ratskollege Jörg Hargens votierten hingegen klar dafür und hoben dabei im Besonderen das soziale Engagement des Förderkreises hervor. „Die Tanzlinde ist außerdem auch ein tolles Aushängeschild für die Marktgemeinde Kasendorf auf kultureller Ebene“, ergänzte Hargens.

Auf Vorschlag von Bürgermeister Bernd Steinhäuser wurde abschließend einstimmig entschieden, dass die genannten Kosten in Höhe von 528,00 € einmalig von der Gemeinde übernommen werden und dem Förderkreis in diesem Jahr somit finanziell unter die Arme gegriffen wird. Einigkeit bestand jedoch auch darin, dass eine dauerhafte Zustimmung nicht erteilt werden soll – das Anliegen wird somit jedes Jahr von neuem aufgerollt. 

Bauhof setzt neuen Straßenzaun

Im März vergangenen Jahres wurde unsere Gemeindeverwaltung von Bürgerinnern und Bürgern unseres Ortsteiles Peesten auf den Plan gerufen. An der Gemeindeverbindungsstraße Peesten-Proß, in der sogenannten Judengasse, hatte abrutschendes Straßenbankett besorgte Anwohner alarmiert.

Die Straße verläuft an dieser Stelle parallel zu einer Ligusterhecke, die zu diesem Zeitpunkt noch als Straßenbegrenzung diente und auf deren Rückseite das Gelände steil zu einer Wiese abfällt. Immer öfter brachen dort auch die Reststücke einer alten Sandsteinmauer, welche teilweise nur noch durch das Wurzelwerk der Hecke gehalten wurden, ab. Eine ähnliche Situation ergab sich an einem angrenzenden Grundstück.

In der Sitzung am 02.03.2016 beschäftigte sich dann unser Gemeindegremium mit diesem Thema, nachdem unsere Mitarbeiter vom Kasendorfer Bauhof eine erste Ortsbesichtigung durchgeführt hatten.

Verwaltung und Rat waren sich zunächst einig, dass sowohl ober- als auch unterirdisch befestigte Leitplanken das Gelände sichern und befestigen sollen. Direkt an der Hecke wären somit Stahlpfosten in die Erde gebohrt worden und hätten die alte Sandsteinmauer und das Erdreich damit verstärkt. Die oberirdisch verlaufenden Schutzplanken wären als zusätzlicher Schutz zur Straßenbegrenzung zum Einsatz gekommen.

Gegen diese Lösungsvariante erhoben sich allerdings Einwände seitens der Bevölkerung: Vor allem die oberirdisch verlaufenden Leitplanken hätten die ohnehin bereits sehr enge Straße zusätzlich verschmälert und darüber hinaus eine optische Abwertung des Wohnumfeldes bedeutet.  

Um diese Unstimmigkeiten aus dem Weg zu räumen, sowie zusammen mit den Nachbarn und Anliegern über alternative Lösungsansätze zu diskutieren, legte man eine Ortsbesichtigung mit den Marktgemeinderat fest. Diese brachte folgendes Ergebnis hervor: Die alte Ligusterhecke sowie die in deren Wurzeln verbliebenen Mauersteine werden entfernt; der Hang anschließend angeböscht. Als eine neue Straßenbegrenzung für die fehlende Hecke soll ein Holzzaun errichtet werden.

Alle Arbeiten wurden von unserem Bauhofteam inzwischen in Eigenregie ausgeführt und somit für alle Beteiligten die beste Lösungsvariante vollzogen. Neben der Hangsicherung und der verhinderten zusätzlichen Verschmälerung der Straße, wurde das Umfeld durch den neuen Zaun darüber hinaus noch „fürs Auge“ aufgewertet. Ein besonderes Lob gilt hier unseren fleißigen Bauhofmitarbeitern: Ein großes DANKESCHÖN – Ihr habt wirklich einen tollen Job gemacht!

Leerstandskataster ohne nennenswerten Erfolg

Die Ausweisung von Neubaugebieten wird aktuell immer häufiger in Frage gestellt – viele warnen vor dem sogenannten „Flächenfraß“ sowie der dadurch dynamisierten Ausblutung von Ortskernen.

Auch das in unserem Kasendorfer Ortsteil Heubsch geplante Neubaugebiet (BA „Am Fichtig III“) wird von betroffenen Anwohnern teilweise kontrovers diskutiert. Unter anderem unterbreiteten Vertreter der Bürgerseite den Vorschlag, den Baulandsuchenden in Kasendorf zunächst die innerörtlichen Baulücken oder den dortigen Leerstand anzubieten.

Um in erster Linie einen Überblick über freie Bauflächen sowie Leerstände im gesamten Marktgemeindegebiet zu erhalten, wurde im Rahmen des interkommunalen städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) eine Datenbank über diese Objekte erstellt. Im Anschluss erfolgten die schriftliche Befragung der Grundstückseigentümer mittels Fragenkatalogen sowie deren Auswertung durch unsere Gemeindeverwaltung.

Das fertige Ergebnis präsentierte unser Bürgermeister Bernd Steinhäuser in der Marktgemeinderatssitzung vom 25.01.2017: Insgesamt wurden die Eigentümer von 40 in Betracht kommenden Flächen im gesamten Markt befragt, von welchen 23 ihre Antwort in unserer Verwaltung abgegeben haben. „Obwohl unsere ISEK-Mitarbeiter uns diesen Wert von 57,5 % im Vergleich zu anderen Kommunen als absolute Spitzenquote bestätigten, war der Erfolg eher ernüchternd“, so unser Gemeindeoberhaupt. Von den genannten Rückmeldungen erwiesen sich lediglich 10 Eigentümer als grundsätzlich verkaufsbereit, was auch als Folge der aktuellen Niedrigzinspolitik gedeutet wurde: „Wer liquide Finanzmittel momentan nicht für außerordentliche Investitionen benötigt, verlässt sich lieber auf die stabilen bzw. steigenden Grundstückswerte“, so Steinhäuser.

Somit wurde die mehrheitliche Meinung unseres Gemeindegremiums durch das Ergebnis des erstellten Leerstandskataster bestätigt: Um auch zukünftig gerade jungen Familien in unserem Markt eine Bleibeperspektive ermöglichen zu können, bedarf es der erneuten Ausweisung von Bauland. Da der Kataster jedoch einen fundierten Überblick über Leerstände und Baulücken bereitstellt sowie fortlaufend gepflegt werden kann, wurde der sinkenden Attraktivität von Ortskernen bei uns in Kasendorf ein erster administrativer Beitrag entgegengesetzt. 

Welschenkahler Dorfhaus – ein Ortsmittelpunkt erstrahlt in neuem Glanz

Beim Sonntagsfrühschoppen dürfte den Welschenkahlern das Bier jetzt noch besser schmecken: Denn in über 1000 Arbeitsstunden wurde das Dorfhaus in unserem Kasendorfer Ortsteil grundlegend saniert und modernisiert.

Der bestehende Dorftreff, der seit langem als Lokalität für Jahreshauptversammlungen der Feuerwehr oder Jagdgenossenschaft, als Beichtgelegenheit für Dorfbeichten der Pfarrgemeinde oder für die ein oder andere Geburtstagsfeier gilt, war mit der Zeit in die Jahre gekommen und bedurfte einer Erneuerung.

Bereits im September 2015 gab unser Marktgemeinderat grünes Licht für diese Maßnahme und bezuschusste das Vorhaben mit über 70.000,00 €. Zusammen mit weiteren 40.000,00 € Selbstbeteiligung der Dorfgemeinschaft entstand – von den Grundmauern abgesehen -  ein neuer Dorfmittelpunkt: Die Toilettenanlagen wurden saniert, der Bau erhielt neue Fenster, Türen und Böden sowie einen neuen Gasofen. Im 15 m2 großen neuerrichteten Anbau fanden Küche und Theke ihren Platz.

Dass es sich hierbei um ein „echtes Dorfhaus“ handelt, beweisen die unzähligen ehrenamtlichen Arbeitseinsätze der fleißigen Dorfbewohner. In Eigenregie waren bis zu 10 Personen gleichzeitig bei Malerarbeiten, Bodenverlegung, Küchenaufbau und weiteren Maßnahmen beteiligt, um ihren Gemeinschaftstreff so auf Vordermann zu bringen. Lediglich Spezialarbeiten wie der Fenstereinbau oder die Außenverputzung wurden Firmen übergeben, führt Frank Schenkel, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Welschenkahl, aus.

Mit der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Anfang Januar fand bereits eine der ersten Veranstaltungen in den neuen Räumen statt. Die offizielle Einweihung wird im Juni im Rahmen der traditionellen Pfingstkerwa stattfinden.  

Auch unser Bürgermeister Bernd Steinhäuser betont die tolle Zusammenarbeit zwischen Gemeindegremium und den Welschenkahlern. „Nachdem in Kasendorf leider die staatlichen Zuschüsse für Dorferneuerungen gestrichen worden sind, haben unsere Welschenkahler zusammen mit uns das Projekt selbst in die Hand genommen und ein wirklich beachtliches Ergebnis erzielt. Der Einsatz und die Eigeninitiative im Rahmen dieser Maßnahme ist ein echtes Leuchtturmprojekt!“.

Peestener Tanzlinde im Filmkatalog Bayerns

Ob romantisches Schloss oder faszinierende Naturkulisse – Mit diesen Eigenschaften für Drehorte wirbt die Initiative „Filmkulisse Bayern“ auf ihrer Homepage für besondere Motive und potentielle Drehorte im Freistaat.

Dabei handelt es sich um eine öffentliche Datenbank mit völlig verschiedenen Lokalitäten, die ständig aktualisiert und ergänzt wird. Filmproduzenten könnten in Zukunft dadurch auch auf unseren Kasendorfer Ortsteil Peesten aufmerksam werden: Denn in der Jahresabschlusssitzung unseres Marktgemeinderates am 21.12.2016 beschloss unser Gremium einstimmig, dass die Peestener Tanzlinde – eines der Wahrzeichen im Kasendorfer Gebiet – in diesen Katalog aufgenommen werden soll. In der Motivsammlung sind bereits einige besondere Plätze aus unserem oberfränkischen Raum zu finden, so zum Beispiel die Teufelshöhle in Pottenstein oder auch der Bahnhof im Kronacher Markt Nordhalben.

Die Initiative trat zunächst an den „Förderkreis Tanzlinde Peesten“ und anschließend an unseren Gemeinderat mit der Anfrage heran, auch das Peestener Naturdenkmal bei sich verzeichnen zu dürfen. Die Aufnahme an sich ist kostenlos. Eine spätere Inanspruchnahme für Dreharbeiten eines Films wäre für unseren Markt eine Werbung auf überregionaler Ebene.

Dass sich unsere sonst eher ruhige Region auch in einen Drehort für Spielfilme verwandeln könnte, beweisen die erst Ende letzten Jahres gedrehten Aufnahmen in unserer Nachbargemeinde Thurnau: Im historischen Schloss wurde die Filmklappe für den Film „The happy prince“ geschlagen. Durch den Marktgemeinderatsbeschluss ist dies nun auch auf der Peestener Tanzlinde nicht auszuschließen. 

Silbernes Dienstjubiläum für Bernhard Wirth

Der Bauhofleiter des Marktes Kasendorf, Herr Bernhard Wirth aus Lindenberg, wurde für seine 25jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst geehrt. 1991 begann Herr Wirth seinen Dienst im Bauhof des Marktes Kasendorf, im Jahr 2014 trat er die Nachfolge seines in den Ruhestand verabschiedeten Vorgängers als Bauhofleiter an.

Als Anerkennung für die geleistete Arbeit wurde Herrn Wirth eine Ehrenurkunde des Freistaates Bayern verliehen, die ihm im Rahmen der Weihnachtsfeier der Verwaltungsgemeinschaft Kasendorf überreicht wurde. Bürgermeister Steinhäuser dankte dem Jubilar für sein Engagement sowie die stets gute Zusammenarbeit und wünsche auch weiterhin viel Freude an der Arbeit und alles Gute bei der Bewältigung der künftigen Aufgaben.

Heubsch wird zur „Zone 30“

In der Sondersitzung des Marktgemeinderates am 26.10.2016, in dem der Bebauungsplan für das Neubaugebiet „Am Fichtig III“ in Heubsch beschlossen worden ist, wurde von den anwesenden Bürgerinnern und Bürgern auch das hohe Verkehrsaufkommen durch den Kasendorfer Ortsteil thematisiert.

Der Durchgangsverkehr in Heubsch würde demnach immer höher und schneller. Gerade auch viele Berufstätige nutzen den kürzeren Weg von Thurnau nach Kasendorf über die Golfplatzstraße – dabei selten mit angemessener Geschwindigkeit innerorts. Das Ausmaß dieser Entwicklung wurde vor allem deutlich, als die Ortsdurchfahrt von Döllnitz für mehrere Wochen gesperrt war und nur Wenige die offizielle Umleitung über Kasendorf nutzten. Über 500 Fahrzeuge fuhren pro Tag in Richtung Golfplatz – dabei nicht nur PKWs, sondern auch Tanklaster oder Reisebusse.

Aufgrund von dieser Situation beschäftigte sich unser Gemeinderatsgremium in der darauffolgenden Sitzung vom 09.11.2016 mit den von den Bürgern geschilderten Zuständen. Von den Heubschern gibt es unterschiedliche Lösungsvorschläge, die bevorzugt werden: Bodenschwellen, Pflanztröge oder auch die Ausweisung einer „Zone 30“ im Ort.

Der Kasendorfer Gemeinderat sprach sich mit großer Mehrheit für die dritte Alternative aus. Dabei herrschte allgemeine Zustimmung, dass bei der Einführung der „Zone 30“ mit der Verkehrsregelung „rechts vor links“ automatisch das Tempo bei den einmündenden Straßen  reduziert wird.   

Zusätzlich wurde beschlossen, dass am oberen Heubscher Ortseingang von Richtung Bushaltestelle kommend eine versetzbare Bodenschwelle montiert werden soll. „Sollte diese den gewünschten Effekt bringen, kann man über weitere Bodenschwellen im Ort nachdenken“ so unser Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Dabei ist es jedoch schwierig, den richtigen Standort zu finden, um zum einen an unübersichtlichen Stellen keine zusätzliche Behinderung zu schaffen und zum anderen die direkt an der Straße wohnenden Heubscher durch den entstehenden Lärm nicht noch mehr zu beeinträchtigen.

Auch die Montierung von mehr Pflanztrögen erweist sich als kein simples Verfahren, denn durch mehr Pflanztröge in den engen Straßen würden wiederum die Landwirtschaftsmaschinen behindert. Auf Antrag von Marktgemeinderat Norbert Groß soll jedoch geprüft werden, ob bei den bestehenden Pflanztrögen die Innenseite so versetzt werden kann, dass es Fußgängern möglich ist, am Straßenrand zu laufen –Marktgemeinderätin Monika Brandt verwies dabei auf ein vergleichbares bestehendes Modell im Altenkunstadter Ortsteil Spiesberg.  

Die extreme Verkehrsbelastung in Heubsch dürfte nach der mittlerweile bereits erfolgten Öffnung der Döllnitzer Ortsdurchfahrt abklingen -  Mit den beschlossenen Maßnahmen erhofft man sich darüber hinaus nun die Gewährleistung einer angemessenen Geschwindigkeit in unserem Kasendorfer Ortsteil.

Bauhof setzt neue Ruhebank am Kasendorfer Bücherschrank

Seit etwa einem Jahr gibt es in Kasendorf den offenen Bücherschrank, in den die Bürgerinnen und Bürger Bücher abgeben oder mitnehmen und somit jederzeit kostenlos Lesematerial untereinander austauschen können.

Von Beginn an wird der offene Bücherschrank, welcher sein zu Hause im Bushaus am Marktplatz gefunden hat, gut angenommen und ist zu unterschiedlichen Zeiten stark frequentiert.

Viele Besucher haben es sich mittlerweile gedacht – Gemeinderätin Monika Brandt gab in einer Sitzung des Marktgemeinderates den Anstoß: Eine Sitz- und Ruhebank fehlt und würde den Bücherschrank für die Nutzer noch attraktiver machen.  Die meisten Leseratten stehen zunächst vor der Qual der Wahl; möchten sich erst in die ersten Zeilen oder Seiten eines Buches einlesen, um dann zu entscheiden, ob das jeweilige Buch zu einem passt. Andere möchten sich nach dem Weg zum Bücherhaus auch einfach kurz ausruhen oder mit dem ein oder anderen Bekannten und Nachbarn, den man am Markt trifft, einen kurzen Plausch halten.

Dank unserer fleißigen Bauhofmitarbeiter ist dies nun alles möglich und wird von den Bürgerinnen und Bürgern auch dankend angenommen. 

Projekt Gewerbegebiet geht in die nächste Runde: Bebauungsplan beschlossen

Zur Verwirklichung des neuen geplanten Gewerbegebietes in unserem Ortsteil Krumme Fohre ist ein weiterer wichtiger Schritt gemacht: In seiner Sitzung vom 19.10.2016 beschloss der Marktgemeinderat den Bebauungsplan einstimmig als Satzung.

Im Vorfeld beschäftigte sich das Gremium mit den eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung im Zeitraum vom 01.08. – 02.09.2016. Hierbei wandten sich Privatpersonen, aber auch Ämter und Institutionen an die Gemeindeverwaltung – vorwiegend jedoch mit kleineren Anmerkungen.

So äußerte die Forst Ebnath AG, die Eigentümer angrenzender (Wald-) Grundstücke ist, Bedenken hinsichtlich der Bedrohung verschiedener Tierarten wie Wachtel oder Kreuzotter - durch die Bebauung sei deren Lebensraum gefährdet. Außerdem sei die Baumfallgrenze in einem Teil des gesamten Gewerbeareals bei der Bauplanung nicht berücksichtigt und eingehalten worden.

Unsere Gemeinderäte nahmen die Einwendungen zur Kenntnis und beschlossen, um den Befürchtungen und Einwendungen entgegenzuwirken, dass das Umfeld des geplanten Gewerbegebietes ökologisch aufgewertet werden soll. So sollen an der Westseite Obstbäume gepflanzt werden und das an der Südseite in Richtung Döllnitz geplante Regenwasserauffangbecken eine ökologische Struktur sowie ein natürliches Umfeld erhalten.

Bürgermeister Bernd Steinhäuser bedankte sich beim Planungsbüro IVS aus Kronach, das die Gemeinde bei den Planungsarbeiten bisher unterstützt hat. „Es war von Beginn an eine sehr gute Zusammenarbeit. Dank des zügigen Vorankommens, können wir jetzt in die nächste Phase gehen“, so Steinhäuser.

Der beschlossene Bebauungsplan wird nun dem Landratsamt Kulmbach als zuständige Rechtsaufsichtsbehörde vorgelegt. Anschließend können die weiteren Etappen angegangen werden.

„Bis am Südostrand von Krumme Fohre die Bagger rollen und Platz für insgesamt neun kleinere Unternehmen schaffen, wird es zwar noch etwas dauern, aber mit dem Satzungsbeschluss ist nun bereits eine wesentliches Zwischenziel dafür erreicht“, freut sich unser Gemeindeoberhaupt.

HotSpot versorgt Ortskern mit freiem W-LAN

Handys, Tablets oder Laptops wählen sich automatisch ein; es bedarf keiner Registrierung oder Nutzung eines gesonderten Passwortes: Das ist Internetzugang über einen Hotspot.

Dabei handelt es sich um drahtlose Internetzugriffspunkte, die an einem zentralen und öffentlichen Ort angebracht werden, um den Bürgern, Touristen oder Besuchern in einem gewissen Radius kostenfreie Internetnutzung anzubieten.

In Bayern sind bis zum Jahr 2020 über 20.000 solcher Zugriffspunkte an öffentlichen Räumen geplant. Gemeinden, die in ihren Gremien über eine Installation im Gemeindegebiet diskutieren, bekommen dafür vom bayerischen Staat einen besonderen Anreiz: Für jeden Hotspot, der in einer Gemeinde angebracht wird, wird den Kommunen einmalig für die Installation bis zu 2.500,00 € zur Verfügung gestellt. Dieses Projekt kann ausschließlich über die Telekommunikationsfirma „Vodafone“ vollzogen werden. Für die Kosten des laufenden Betriebes muss anschließend die Kommune aufkommen. Diese Kosten belaufen sich auf rund 30,00 € pro Monat und halten sich so im Verhältnis zum erbrachten Nutzen deutlich im Rahmen. 

Auch unser Kasendorfer Gemeinderat debatierte in seinen letzten beiden Sitzungen am 05.10.2016 sowie 19.10.2016 über eine solche Anschaffung. Nach anfänglichen Bedenken einigte man sich darauf, dass die Versorgung mit freiem W-LAN durch einen Hotspot eine gute und attraktive Sache ist.

Als eine sehr günstig gelegene Stelle entschied sich unser Kasendorfer Rat für die Ecke Rathausparkplatz/Marktplatz. So sollen der Parkplatz, der Jugendtreff bis zur Kirche sowie ein gewisser Teil des Marktplatzes mit W-LAN abgedeckt werden.

Alle Ampeln auf Grün: Los geht’s mit dem schnellen Internet

-     25,2 Kilometer Glasfaser und 17 Schaltgehäuse für schnelleres Internet

-     Mehr Tempo: mit bis zu 50 MBit/s surfen

-     1.023 Haushalte profitieren vom VDSL-Ausbau


Es ist soweit: Die neuen schnellen Internet-Anschlüsse sind da. Ab sofort können rund 1.023 Haushalte in Kasendorf und Wonsees mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Netz surfen. Und das ist nicht alles: Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Bürgerinnen und Bürger in den Gebieten Döllnitz, Heubsch, Lichtentanne, Lindenberg, Lopp, Neudorf, Peesten, Pulvermühle, Reuth, Welschenkahl und Zultenberg sowie in Wonsees, Gelbsreuth, Großenhüll, Kleinhüll, Sanspareil und Zedersitz können jetzt alles aus einer Hand bekommen.

„Das Warten hat sich gelohnt. Ab sofort können die Bürgerinnen und Bürger von Kasendorf die schnellen Internetanschlüsse beauftragen“, sagt Friedrich Weinlein, kommunaler Ansprechpartner Deutsche Telekom Technik. „Eine moderne digitale Infrastruktur ist ein Standortvorteil – für die gesamte Kommune, aber auch für jede einzelne Immobilie“, ergänzt Andreas Rudloff, Ansprechpartner Infrastrukturvertrieb der Telekom Deutschland.

 „Wir danken den Kommunen für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns, dass den Bürgerinnen und Bürgern nun die schnellen Internetanschlüsse zur Verfügung stehen. Eine moderne digitale Infrastruktur ist heute ein Muss – beruflich und privat“, sagt Marion Thüngen, Regionalmanagerin der Telekom Deutschland.

Wie die Technik funktioniert

VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Diese nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s.

Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreicht, desto höher ist das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom jetzt Glasfaser bis in die Multifunktionsgehäuse (MFG), den großen grauen Kästen am Straßenrand, einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Im MFG wird das Lichtsignal in ein elektronisches Signal gewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

Dafür wird Bandbreite benötigt

Für das einfache Surfen, das Lesen von E-Mails und selbst für das Herunterladen von einzelnen Musiktiteln reichen DSL-Geschwindigkeiten. Mit VDSL ist mehr möglich: Telefonieren, Surfen und Fernsehen ist über diesen Anschluss gleichzeitig möglich. Die hohe Datenrate von VDSL verkürzt die Ladezeiten von Webseiten und Dokumenten erheblich und Streaming-Angebote von Musikanbietern und Videoportalen laufen ruckelfrei.

Was für Kunden wichtig ist

Die schnellen Internetanschlüsse kommen nicht von allein in die Haushalte. Die Kunden müssen aktiv werden.

Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom erfahren will, kann sich im Internet oder beim Kundenservice der Telekom informieren:

-  Ausbaupläne: www.telekom.de/schneller

-  Neukunden: 0800 330 3000 (kostenlos)

-  Telekom-Kunden: 0800 330 1000 (kostenlos)

Und natürlich stehen die Mitarbeiter in den Telekom Shops und die Fachhändler sowie autorisierte Berater, welche die Bürger direkt zu Hause besuchen, mit Rat und Tat beiseite.

-  Telekom Shop Kulmbach, Langgasse 31, 95326 Kulmbach

-  Navitel GmbH, Bernecker Str. 53, 95448 Bayreuth

-  MTC GmbH, Klostergasse 5, 95326 Kulmbach

-  Wer sich gerne zuhause persönlich beraten lassen möchte, der kann einen Termin vereinbaren unter 09383-9099756, Peter Rüdling / Karl Eberhardt.

Kasendorfer Kindergarten in neuem Glanz – ein Vorzeigeobjekt

„Gigantisch“ – Mit einem Wort beschreibt Kindergartenleiterin Susanne Noe den Kindergarten auf die Frage, wie der Kindergarten nach der kompletten Sanierung und Erweiterung geworden ist.

Über 3 Jahre lang zogen sich die Planungs- und Baumaßnahmen, bis man nun die Wiedereinweihung feiern konnte. „Und das alles bei einer Operation am offenen Herzen“ sagt unser Kasendorfer Pfarrer Stefan Lipfert. Das bedeutet, dass die Kinder während der 1-jährigen Bauphase weiterhin im Kindergarten betreut worden sind. Schritt für Schritt konnte so immer nur ein Abschnitt nach dem anderen saniert werden. Die Erzieherinnen mussten mit den Kindern mehrmals innerhalb des Gebäudes umziehen.

„Mit den Kosten von rund 1.200.000,00 € ist man im veranschlagten Rahmen geblieben“ sagt unser Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Erwähnenswerte überplanmäßige Ausgaben gab es nicht, außer einigen „nicetohaves“, wie es unser Gemeindeseelsorger nennt: „Um auch innerhalb des veranschlagten Budgets zu bleiben, musste man einige vorab geplante  Sachen wieder streichen. Letzen Endes kam man jedoch im Kirchenvorstand trotzdem zu der Überzeugung, dass man bei Kindern nicht zu viel sparen darf. Durch einige kleinere zusätzliche Kostenübernahmen der Kirchengemeinde gibt es nun doch das perfekte Ausstattungspaket und das alles innerhalb der geplanten Kosten“, so Pfarrer Lipfert.

Dass der Kindergartenbetrieb direkt neben den Bauarbeiten weitergelaufen ist, bedeutete jedoch nicht nur negative Auswirkungen wie das häufige Umziehen innerhalb des Gebäudes, letzten Endes konnte man davon sogar noch profitieren: Die Erzieherinnenwaren jeden Tag direkt vor Ort und konnten so bei kleinsten Abweichungen die Weichen wieder gerade stellen. Diese Weichen konnte das Kindergartenteam jedoch auch schon während der Planungen, die im Jahr 2013 im direkten Anschluss an die Fertigstellung der Krippe begannen, stellen: Leiterin Susanne Noe war glücklich darüber, dass das Team bei der Planung sehr viel integriert worden ist. So war es natürlich auch möglich, den Kindergarten genauestens auf das Konzept der Erzieherinnen ausrichten zu lassen.

Auch Pfarrer Lipfert bestätigte die Auswirkungen dieser besonderen Kooperation: „Das Team war schon vorher gut; das Konzept ebenfalls. Mit dem genau darauf zugeschnittenen Räumlichkeiten ist das Triple nun perfekt“. Diese gute Zusammenarbeit bestätigte auch unser politisches Gemeindeoberhaupt: „Die Arbeiten gingen zügig voran; das geplante Zeitfenster wurde eingehalten – und das natürlich nicht zuletzt wegen der guten Kooperation und des Einsatzes der Erzieherinnen und Eltern vor Ort“ so Steinhäuser.

Bereits schon vor dem Umbau ging der Ruf unseres Kindergartens weit über die Grenzen unserer Marktgemeinde hinaus. Viele interessierte Kindergartenteams, die ihr Konzept derzeit überarbeiten, wollten unseren Kindergarten kennenlernen und dessen Konzept hautnah erleben. Und auch die vollendeten Arbeiten am Alt- und Erweiterungsbau tragen bereits erste Früchte: Architekturstudenten, welche Kindergartenum- und neubauten planen, wurden nach Kasendorf geschickt, um sich von unserer Einrichtung inspirieren zu lassen.

Mit dem Dankgottesdienst und dem anschließenden Tag der offenen Tür am Sonntag, den 6. März 2016, endeten offiziell die Bauarbeiten. Viele interessierte Bürgerinnern und  Bürger nahmen die Einladung wahr, überzeugten sich selbst von den hervorragend ausgestatteten Kindergartenräumen und verbrachten dort einen geselligen Tag.

Leiterin Susanne Noe war es auch eine Herzensangelegenheit, an diesem Tag noch einmal allen Beteiligten ihren Dank auszusprechen: „Die Zusammenarbeit mit Planungsbüro, der Kirchengemeinde, der politischen Gemeinde und mit allen Erzieherinnen und Eltern war bestens. Deswegen nutzen wir den heutigen Tag, um einfach noch einmal allen DANKE für ihren Einsatz und ihre Geduld zu sagen. Es war ein langer Weg, der in bester Kooperation gegangen worden ist und dessen Ziel sich gelohnt hat“. 

Ein Lebensretter für Kasendorf

Seit Ende Dezember 2015 findet man am Geschäftsstelleneingang unserer Kulmbacher Bank (KuBa) in Kasendorf nicht nur ein Hinweisschild auf den EC-Automaten, sondern außerdem noch ein eventuell lebensrettendes Hinweiszeichen auf einen Defibrillator.

Unser Kasendorfer Unternehmen ait-Deutschland GmbH rief anlässlich der Einweihungsfeier eines Erweiterungsbaus zu einer Spendenaktion für diese Idee auf und sammelte so mit großer Eigenbeteiligung über 3.000,00 €.

Im Eingangsbereich der KuBa kann es keinen zentraleren Ort in Kasendorf geben – und das ist eines der wichtigsten Kriterien bei einer solchen Anschaffung. Des Weiteren ist er dort auch vor Witterungseinflüssen wie zu starker Hitze oder Kälte geschützt.

Das Prinzip eines solchen angebrachten Defibrillators ist einfach: Sobald der Notruf per Knopfdruck ausgelöst worden ist, meldet sich die Leitzentrale in Bayreuth und gibt den Schutzkasten, in dem sich der Defibrillator befindet, zur Anwendung frei.

Bei Kammerflimmern gilt es, innerhalb der ersten Minuten zu handeln. Auch wenn die Notdienste so schnell wie möglich zum Unfallort eilen, ist es oft schon zu spät. Besonders kritisch ist diese Situation bei uns auf dem Land.

Daher erfreut sich eine zentrale Anbringung von Defibrillatoren in den einzelnen Dörfern seit einiger Zeit einer immer größer werdenden Beliebtheit. Beispielsweise soll demnächst auch am alten Feuerwehrhaus in Azendorf ein solcher Lebensretter angebracht werden. Wenngleich er hoffentlich nicht zum Einsatz kommen muss, so kann er im Ernstfall vielleicht Leben retten. 

Plakatrahmen sorgen für Übersichtlichkeit

Die Plakatrahmen für die Werbeanzeigen in unseren Kasendorfer Ortsteilen sind mittlerweile angebracht worden und werden bereits seit einigen Wochen zu Werbezwecken eingesetzt.

Zeiten, in denen Plakate von der Witterung zerrissen und unvollständig an unseren Straßenlaternen herumhängen, gehören somit der Vergangenheit an.

Wie bereits erwähnt, wurde diese Beschaffungsmaßnahme von unserem Gemeindegremium in seiner Sitzung am 04.11.2015 beschlossen. Zusätzlich zu dieser Beschaffung wurde festgelegt, dass künftig nur noch Werbeplakate in der einheitlichen Rahmengröße A3 an den Laternen in unserem Marktgemeindegebiet angebracht werden dürfen. Ausnahmen gelten lediglich für die Wahlkampfzeiten. Somit ist für die Zukunft eine Übersichtlichkeit und auch Ordnung hinsichtlich der Werbung in unserem Gemeindegebiet gegeben. 

Kasendorfer Friedhofseingang erneuert

Die Bauhofmitarbeiter der Marktgemeinde Kasendorf haben mit verschiedenen Maßnahmen den Eingang zu unserem Kasendorfer Friedhof hergerichtet. So ist ein behindertengerechter Zugang für Rollstuhlfahrer und Personen, die auf einen Rollator angewiesen sind, entstanden. Der unbefestigte Weg zum Eingangstor wurde erneuert und gepflastert und die Säulen des Eingangstores wurden begradigt, sodass das Tor nun auch wieder einwandfrei geöffnet und geschlossen werden kann.

Des Weiteren wurden außerhalb des Friedhofes auf der Parkfläche die einzelnen Parkfelder wieder neu gekennzeichnet. Somit ist auch gewährleistet, dass der neu geschaffene behindertengerechte Zugang stets ohne Hindernisse durch blockierende Fahrzeuge benutzt werden kann. 

Offener Bücherschrank in Kasendorf

Die Arbeitsgruppe zur Attraktivitätssteigerung Kasendorfs beschäftigte sich im Jahr 2015 auch mit dem Gedanken, in Kasendorf einen offenen Bücherschrank aufzustellen. Der Antrag von Marktgemeinderat Norbert Groß für dieses Vorhaben wurde dann in der 21. Sitzung des Gremiums am 01.07.2015 behandelt. Es wurde der grundsätzliche Beschluss zur Durchführung mit 12:2 Stimmen gefasst, sowie danach der Standort und die Ausführung eingehend beraten. Als zentraler Standort wurde das Buswartehäuschen am Marktplatz in Kasendorf ins Auge gefasst.

Nach der ersten Angebotsrunde befand das Gremium in der 24. Sitzung vom 23.09.2015, die Abmessungen nochmals zu reduzieren. Eine neue Ausschreibung wurde notwendig, die entsprechende Skizze von Norbert Groß angefertigt. In der 26. Sitzung des Marktgemeinderates am 04.11.2015 wurde dann, im nichtöffentlichen Sitzungsteil, die Vergabe zur Herstellung an den günstigsten Anbieter beschlossen. Kurz vor Weihnachten wurde der Schrank nun an der Bushaltestelle am Marktplatz aufgestellt und es konnten die ersten Bücher eingeräumt werden. (siehe auch Bild)

Der Grundgedanke von offenen Bücherschränken entstand bereits in den 1990er Jahren, wobei es erste Bücherschränke meist nur in Großstädten gab. Die Idee fand jedoch immer größere Beliebtheit und wurde zahlreich auch in kleineren Gemeinden nachgeahmt. Im Landkreis Kulmbach sind beispielsweise schon am Holzmarkt in Kulmbach oder vor dem ehemaligen Postgebäude in unserer Nachbargemeinde Thurnau zu finden. Dabei gibt es völlig unterschiedliche Varianten. So findet man ausgediente Telefonzellen oder Trafohäuschen, Glaskästen oder wie bei uns in Kasendorf einen angebrachter Schrank aus Holz mit Glastüren. Auch der Standort scheint perfekt, da er zentral liegt und darüber hinaus durch das Buswartehäuschen von Witterungseinflüssen weitgehend geschützt.

Der „Offene Kasendorfer Bücherschrank“ bietet nun allen Bürgerinnen und Bürgern der Marktgemeinde kostenlos die Möglichkeit, ihre ausgelesenen Bücher für die Allgemeinheit einzustellen und sich neuen Lesestoff mit nach Hause zu nehmen. Wir hoffen alle auf rege Beteiligung.

Welschenkahler Dorfhaus wird renoviert

In seiner Sitzung vom 29. September 2015 wurde von unserem Marktgemeinderat einstimmig beschlossen, dass das Welschenkahler Dorfhaus saniert werden soll.

Das Dorfhaus wurde in den 1960er Jahren als Gemeinschaftseinrichtung für Kühltruhen und als Gefrierzelle für geschlachtete Tiere errichtet. Nach und nach hielt der Technikfortschritt auch in den einzelnen privaten Haushalten Einzug und die Gemeinschaftseinrichtung verlor so mit der Zeit an Bedeutung. Nach der Auflösung dieser Gemeinschaft vor etwa 25 Jahren übernahmen die Freiwillige Feuerwehr sowie die Maschinengemeinschaft Welschenkahl das in unmittelbarer Nachbarschaft stehende Gebäude. Im Innenraum wurde ein Versammlungsraum mit Bestuhlung eingerichtet. Außerdem wurde es mit einer Gasheizung und einer Toilette versehen.

Seitdem ist das Dorfhaus Mittelpunkt des Welschenkahler Dorflebens: Die (Jahres-) Hauptversammlungen der Feuerwehr, der Maschinengemeinschaft sowie der Jagdgenossenschaft werden hier ausgerichtet, die Pfarrgemeinde nutzt das Gebäude für Bibelstunden und Dorfbeichten und die Welschenkahler Dorfbewohner finden sich dort gerade in den Wintermonaten zu geselligen Abenden ein.

An dem Gebäude nagt jedoch mittlerweile der Zahn der Zeit und es bedarf dringend einer Sanierung. Als Planungsunterlage dient der Entwurf der Heubscher Architektin Anja Müller. Neben dem bestehenden ca. 30 m2  großen Gastraum wird auch die in die Jahre gekommene Toilettenanlage saniert sowie die komplette Dacheindeckung erneuert.  Die alten Glasbausteine werden ausgebaut und durch neue Fenster ersetzt. Dem bestehenden Bau wird eine ca. 15 m2 große Küche in Richtung Feuerwehrgerätehaus angegliedert; außerdem bekommt das Gebäude einen neuen Gasofen.

Insgesamt ist die Sanierung im Haushaltsplan 2016 mit 70.000 € gemeindlicher Beteiligung veranschlagt. Seitens der Dorfgemeinschaft Welschenkahl ist vorgesehen, durch Eigenleistungen in Höhe von 50.000 € zu diesem Projekt beizutragen.

Somit ist den Welschenkahler Bürgern nicht nur ein weiteres Stück Dorfleben gesichert, das Dorfhaus wird die Ortsmitte unseres Ortsteiles auch vom Optischen aufwerten.

Rahmen statt Wildplakatierung

In unserem Marktgemeindegebiet werden demnächst an verschiedenen Straßenlaternen feste Rahmen für Plakate angebracht. Diese Maßnahme entschied unser Marktgemeinderat in seiner Sitzung vom 4. November 2015 mit einem Stimmenverhältnis von 14:1. Somit sollen in Zukunft nur noch Plakate in die Rahmen mit der Größe A1 angebracht werden können. Ausnahmen gelten für Wahlkampfzeiten sowie für Werbung von örtlichen Vereinen und Verbänden: Selbstverständlich dürfen in diesen Fällen die Plakate wie gehabt und in gewohntem Umfang angebracht werden.

Neben den genannten Ausnahmen wird eine Anbringung von Plakaten nur noch über die Firma CFB Events aus Lichtenfels möglich sein. Diese wird ohnehin schon für über 80 % der bisherigen Werbekunden tätig (darunter beispielsweise das Tanzcenter Deuber, das Nepomuk oder auch die Modefirma Lekra). Schon jetzt hilft sie bei Gestaltung und Druck der Plakate, der behördlichen Genehmigung sowie Anbringung und spätere Entfernung.

Durch die beschlossene Maßnahme werden sich somit keine größeren Veränderungen ergeben und unsere Vereine werden dadurch nicht benachteiligt.

Die festinstallierten Rahmen werden aber ein gepflegteres Straßenbild in unseren Ortschaften ergeben als bisher. Dem Plakatvandalismus dürfte entgegengewirkt werden, denn die Plakatrahmen werden in einer Höhe von 2,50 Metern angebracht. Darüber hinaus werden auch die „Wildplakatierer“ in ihre Schranken gewiesen: Denn alle Plakate, welche in Zukunft nicht durch die Firma CFB Events in die vorgesehenen Rahmen angebracht werden, können ganz einfach als ungenehmigt aufgehängte Plakate identifiziert werden.

Vorerst wird der Vertrag mit der Lichtenfelser Firma für eine Probezeit auf 1 Jahr begrenzt. Außerdem wurde die Anzahl der Plakatrahmen auf 5 pro Ortschaft beschränkt. Die Plakatanbringung in unserem Marktgemeindegebiet konzentriert sich ohnehin hauptsächlich auf die mit großem Durchgangsverkehr belasteten Ortschaften wie Azendorf, Kasendorf und Krumme Fohre.

Bürgerbus fährt auch weiterhin

In der Sitzung vom 29. September 2015 wurde von unserem Marktgemeinderat einstimmig beschlossen, dass der Bürgerbus unserer Marktgemeinde auch im nächsten Jahr eingesetzt werden soll.

Dieser fährt jeden Dienstag die Ortsteile Azendorf, Reuth, Zultenberg, Kasendorf, Heubsch, Krumme Fohre und Döllnitz an und bringt Personen, welche kein anderes Fortbewegungsmittel nutzen können, für eine geringe Fahrtgebühr von 1,00 € zum Einkaufen nach Thurnau. Gerade für die ältere Bevölkerung ist dieses Angebot der Gemeinde eine große Hilfe im Alltag, ohne eigenes Auto zurecht zu kommen.

Durchschnittlich werden die Fahrten von 12 Gemeindebürgern in Anspruch genommen – das ergab die von der Gemeindeverwaltung jährlich angeforderte Auflistung der mit den Bürgerbusfahrten beauftragten Firma Omnibus Schmucker. Für unser Gemeindegremium eine positive Resonanz, sodass einer Verlängerung für das kommende Jahr 2016 nichts im Wege steht.

Die Fahrzeiten (Stand: Nov./2015): Jeden Dienstag um

08:30 Uhr

Azendorf, Bushaltestelle

08:35 Uhr

Reuth, Bushaltestelle

08:40 Uhr

Zultenberg, Bushaltestelle

08:45 Uhr

Kasendorf, Marktplatz

08:48 Uhr

Heubsch, Orstmitte

08:50 Uhr

Krumme Fohre, Bushaltestelle

08:52 Uhr

Alte Krumme Fohre, Bushaltestelle

08:55 Uhr

Döllnitz, Bushaltestelle

10:45 Uhr

Rückfahrt ab Thurnau

Auftaktveranstaltungen und Zukunftswerkstatt ISEK

Am 28. und 29. Oktober 2015 fanden die Auftaktveranstaltungen (Gemeindewerkstätten) zum Interkommunalen Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK)  der Märkte Kasendorf und Wonsees statt. Das beauftragte Büro IPU aus Erfurt informierte zunächst über Hintergründe und Anlass des ISEKs und diskutierte anschließend mit den Bürgern Stärken, Schwächen sowie erste Ideen. An beiden Abenden waren rund 25 BürgerInnen der Einladung gefolgt und konnten neben poltischen Vertretern aus den Marktgemeinden auch mit der Regierung von Oberfranken (Städtebau) in Austausch treten. Hr. Mohnkorn als verantwortlicher Betreuer des Konzepts war sowohl in Wonsees als auch Kasendorf vor Ort und stellte den Bürgern Grundzüge der Städtebauförderung und eines ISEKs dar. Wichtig ist bei einem informellen Planungsprozess – wie ihn ein ISEK darstellt – die Einbindung von Bürgern.

Die nächste Gelegenheit sich einzubringen bietet sich für alle Bürger bereits am 24. November im Musikheim in Kasendorf um 19.30 Uhr. Die Zukunftswerkstatt richtet sich explizit an Bürger beider Märkte, da auch das Konzept beide Märkte betrachtet. Die Zukunftswerkstatt wird sich vor allem mit Ideen und Projekten beschäftigen. Alle Interessierten Bürger aus Kasendorf und Wonsees sind daher recht herzlich eingeladen sich einzubringen und so die Zukunft der Märkte mitzugestalten.

10 - H - Regelung für Gemeindegebiet beschlossen

Zum Beschluss der 10-H-Regelung für unser Kasendorfer Gemeindegebiet war der Sitzungssaal zur öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderates am 8. April 2015 bis auf den letzten Platz gefüllt.

Viele Bürger - vorwiegend aus den oberen Ortsteilen wie Zultenberg, Reuth oder Neudorf - warteten gespannt auf die Abstimmung. Die sogenannte 10-H-Regelung wurde im November vergangenen Jahres in die Bayerische Bauordnung (BayBO) aufgenommen. Demnach dürfen Windkrafträder nur noch in einem Mindestabstand vom 10-fachen der Windradhöhe zu den Gebäuden in Bebauungsgebieten stehen.

Zuvor wurde bereits auf der Bürgerversammlung am 25. März 2015 von Ralf Neumüller aus dem Ortsteil Reuth öffentlich vom Gemeinderat der Beschluss dieser Regelung für das Kasendorfer Gemeindegebiet gefordert. Er sehe diesen Beschluss als ein Entgegenkommen der Marktgemeinde an die Bürger in den oberen Ortsteilen, die bereits in der Nähe von sieben Windrädern leben. Die Zahl der Befürworter für weitere Anlagen hält sich sehr in Grenzen. Nachdruck wurde zusätzlich durch eine Unterschriftenliste von Zultenberger, Welschenkahler, Reuther, Azendorfer und Seubersdorfer Einwohnern verliehen. Wie viele andere Gemeinden im Umkreis, schloss sich Kasendorf der Anwendung dieser Regelung für den Markt Kasendorf an.

Das neue Gesetz ist nicht überall auf Zustimmung gestoßen. Windkraftbefürworter in Bayern befürchten, dass dadurch praktisch keine Neuerrichtung von Windkraftanlagen im Freistaat mehr möglich sein wird. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof prüft diese neue Regelung aktuell noch auf seine Verfassungstauglichkeit.

Bestellung eines Ansprechpartners für die Freiwilligen Feuerwehren des Marktes Kasendorf

Der Marktgemeinderat Kasendorf hat in seiner letzten Sitzung festgelegt, für Feuerwehran-gelegenheiten einen direkten Ansprechpartner aus den Reihen des Marktgemeinderates zu benennen.

Für diese Aufgabe wurde das Marktgemeinderatsmitglied Norbert Groß bestellt. Als langjähriger Ortsbeauftragter des Technischen Hilfswerkes Kulmbach kann Herr Groß ein umfangreiches Fachwissen vorweisen und ist zudem mit den Feuerwehrführungskräften des Landkreises und den anderen Hilfsorganisationen bestens vernetzt.

Die Marktgemeinde erhofft sich durch die Bestellung von Herrn Groß eine verbesserte und effizientere Zusammenarbeit mit seinen Freiwilligen Feuerwehren.

Herr Groß ist wie folgt zu erreichen:

95359 Kasendorf, Heubsch, Am Fichtig 13

Telefon: 0171 52 59 125

 E-Mail: n.e.gross(at)t-online.de

MdB Zeulner besucht Kasendorf

Unsere CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner besuchte am Nachmittag des 08.04.2015 das Kasendorfer Rathaus. Im Sitzungssaal wurde sie von Bürgermeister Bernd Steinhäuser und einigen Marktgemeinderäten zu einem Gespräch empfangen.

Gleich zu Beginn betonte Zeulner, dass die über 50 Kommunen, die in ihrem Bundeswahlkreis Lichtenfels-Kulmbach liegen, bei ihr immer auf eine offene Tür stoßen. Der Kontakt zwischen den Bürgern und ihr als Volksvertreterin in unserem Parlament ist ihr sehr wichtig. In guter Atmosphäre besprach und diskutierte man sowohl über kommunale als auch bundespolitische Themen.

Bürgermeister Steinhäuser betonte sein Unbehagen bezüglich der unterschiedlichen Behandlung bei den Kommunen mit Förderungsmaßnahmen im Freistaat. Bei allem Verständnis für finanzschwache Kommunen sei die Spannweite bei Förderbeträgen unter den einzelnen Kommunen zu hoch. Während manche Kommunen nahezu bei jeder Investitionstätigkeit bis zu 90 % Zuschuss vom Freistaat Bayern erhalten, bekommen finanziell gut gestellte Gemeinden wie Kasendorf selten vernünftige Förderquoten, so Steinhäuser. Dabei wurde auf die für Kasendorf aktuellen Themen wie die Renovierung des Kindergartens oder der geplanten Ortsumgehung von Döllnitz verwiesen. Diesbezügliche Gespräche und Bemühungen unseres Landtagsabgeordneten Martin Schöffel haben bisher leider keinen Erfolg gebracht. Emmi Zeulner machte den Kasendorfern zu diesen schon laufenden Themen wenig Hoffnung.

Beim Thema Erneuerung der Staatsstraße 2189 von Kasendorf in Richtung Krumme Fohre vermittelte Zeulner dem Gemeindegremium jedoch bessere Aussichten. Auch hier hatte der Marktgemeinderat zuvor Kritik bezüglich der Planungen durch das staatliche Straßenbauamt geäußert. Spontan schlug Zeulner ein gemeinsames Treffen und Aussprache mit ihr, den Marktgemeindevertretern aus Kasendorf und Wonsees sowie den Verantwortlichen des Straßenbauamtes vor. Allgemein sei Zeulner das Thema Infrastruktur ein wichtiges Anliegen. So ist sie in diesem Gebiet für mehr Erweiterungen oder auch Neubauten in unserer Gegend, um dadurch unsere heimische Wirtschaft zu stärken und auch für die Zukunft attraktiv zu gestalten. Gerade durch den demographischen Wandel, der in unserer Region bekanntlich stark ausgeprägt ist, ist es wichtig, unsere Gegend für die Zukunft anderen schmackhaft zu machen, um dem Bevölkerungsschwund somit entgegenzuwirken. Den demographischen Wandel kann man bei uns nicht aufhalten, man kann ihn aber beherrschbar machen, so Zeulner.

 Nach weiteren zum Teil kritischen Themen wie der geplanten Stromtrasse sowie der sogenannten "10-H-Regelung" bei Windkraftanlagen endete die insgesamt harmonisch abgelaufene Unterhaltung mit der Aussicht auf einen nächsten Besuch.

In Krumme Fohre entsteht ein Gewerbegebiet

In der Sitzung vom 18.03.2015 beschloss unser Marktgemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Krumme Fohre“. Bürgermeister Bernd Steinhäuser betonte die Brisanz des Themas Gewerbeflächen. In den vergangenen Jahren kamen immer wieder Anfragen, vorwiegend von kleineren Unternehme. Leider stehen aktuell im Marktgemeindegebiet keine geeigneten Flächen mehr zur Verfügung. Die noch wenigen unbebauten Gewerbeflächen im Hauptort Kasendorf stehen aktuell für Dritte nicht zur Verfügung.

Am Südostrand vom Ortsteil Krumme Fohre in Richtung Kulmbach sind bereits zwei Betriebe ansässig. Seit letztem Jahr wurden angrenzend an diese mehrere Grundstücke durch die Gemeinde erworben. Hier sollen nun die neuen Gewerbeflächen für Kasendorf entstehen. Bei der Bürgerversammlung des Marktes am 25.03.2015 erläuterte Steinhäuser, dass es bis dato nicht nur einheimische Interessenten gibt, sondern sich auch Unternehmer von außerhalb mit Anfragen an die Verwaltung in Kasendorf gewandt haben. Im Vermögenshaushalt der Gemeinde wird diese Maßnahme selbstverständlich einschneidend sein. Die Ausgaben für den bereits genannten Erwerb von Grundstücken und die noch bevorstehenden Erschließungsmaßnahmen werden den Haushalt der Gemeinde zunächst einmal belasten. Doch der Marktgemeinderat, einschließlich unseres Bürgermeisters, war sich einig, dass in Sachen Wirtschaft etwas getan werden muss, um unser Gemeindegebiet auch in Zukunft attraktiv darstellen zu können. Hierzu zählt auch die Möglichkeit auf weitere qualifizierte Arbeitsplätze.

Die Erschließung soll zügig in Angriff genommen werden. Die Planentwürfe, die in der Marktgemeinderatssitzung vorgestellt wurden, stammen vom Kronacher Planungsbüro IVS. Diese liegen bis zum 11.05.2015 noch im Kasendorfer Rathaus zu den allgemeinen Öffnungszeiten für alle interessierten Bürger zur Einsichtnahme aus.