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Informationen und Berichte zum Gemeindegeschehen

Kasendorfer E-Bike-Ladestationen „in Betrieb“

Im Zuge der Sanierung des ehemaligen „Schmieds-Haus“ zum Jugendtreff in Kasendorf Marktplatz 2 wurde auch an die Energiewende gedacht. Neben einer effizienten und energiesparenden Wärmepumpe wurden auch 2 moderne Ladestationen für E-Bike´s installiert. Hier können ab sofort die Elektro-Radler ihre E-Bikes von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr bis auf Weiteres kostenlos aufladen. An jeder Ladestation befinden sich 2 feste Anschlusskabel mit je einem Stecker für das Bosch- und das Shimano-Akku-System. Weiterhin stehen jeweils 2 normale 230 V-Steckdosen zur Verfügung, an denen Ladegeräte anderer Systeme angesteckt werden können. Insgesamt sind somit 8 Lademöglichkeiten vorhanden.

Der Radtourismus erfährt durch die E-Bikes einen enormen Aufwind. Diese Art zu radeln lässt es zu, längere Strecken auch über kleine und große Steigungen hinweg zu fahren. Der Radius der Radtouren vergrößert sich damit merklich. Mit E-Bike´s können sich auch ganze Familien bzw. Generationen mobil machen.

„Wir wollen ermöglichen, dass auch weite Radtouren ihren Zielpunkt in Kasendorf finden. Wenn man im Ort das E-Bike laden kann, gibt das Zeit um Pause zu machen, sich in Kasendorf umzusehen und danach wieder sicher nach Hause zu kommen!“, so Erster Bürgermeister Norbert Groß, der noch darauf hinweist, dass noch Haltebügel montiert werden um die Räder zu sichern.

Der Markt Kasendorf arbeitet aktuell mit dem Landkreis zusammen, um das Radwegenetz deutlich zu verbessern. Ziel des Marktes ist es, alle seine Ortschaften auf sicheren Wegen an den Rotmain-Radweg anzubinden um über Gemeindegrenzen hinweg im gesamten Landkreis besser angebunden zu sein.

 

Kneippanlage wird Realität

Der Kasendorfer Marktgemeinderat hat in seiner Sitzung vom 19.11.2020 beschlossen bei einer Förderzusage aus dem Sonderprogramm „Touristische Infrastruktur-Kneippanlagen“ des Freistaates Bayern eine Kneipp-Anlage in Kasendorf zu bauen.

Zum Ende des letzten Jahres kam dann die negative Nachricht von der Regierung für Oberfranken, dass der Markt Kasendorf nicht für eine Förderung vorgesehen ist. Die bereitgestellten Mittel reichen nicht für alle Anträge aus, so dass in Oberfranken 6 Anträge nicht zum Zuge kommen werden, darunter auch Kasendorf.

Erster Bürgermeister Norbert Groß wollte dies aber so nicht einfach hinnehmen und hat über MdL Martin Schöffel interveniert, dass es schon sehr enttäuschend ist, wenn keine Förderzusage aus relativ kleinen Förderprogrammen nach Kasendorf fließt. Man habe sich intensiv mit dem Förderprogramm befasst und alle Kriterien fristgerecht erfüllt. MdL Schöffel sicherte zu, dass er dies aufnimmt und nochmals im Ministerium und der Regierung nachfragen wird.

Ende April 2021 kam nun die Nachricht an den Markt, dass alle restlichen, damals beantragten und nicht berücksichtigten Maßnahmen nun in 2021 gefördert werden, so dass auch Kasendorf die beantragten Fördermittel in Höhe von 18.000 € erhält. Gebaut werden drei Becken, eines für Erwachsene, eines für Kinder und ein Armbecken.

„Mit dieser Zusage können wir nun den MGR-Beschluss aus dem letzten Jahr so wie geplant umsetzen und werden zeitnah durch den Bauhof mit dem Bau der Kneippanlage beginnen. Ich hoffe, dass wir noch im Sommer die Becken füllen und mit dem „Kneippen“ beginnen können!“ erklärt Erster Bürgermeister Norbert Groß sichtlich erfreut und dankt MdL Martin Schöffel für seinen Einsatz.

Darauf hinzuweisen ist, dass das Biotop in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und den Becken direkt vom Mühlbach aus das Wasser zugeführt wird. Aus den Kneipp-Becken fließt das Wasser dann wieder in den Friesenbach zurück.

 

ASK spendet eine Bank am Görauer Anger

Die Kulmbacher Firma ASK August Schneider GmbH & Co. KG spendet seit einigen Jahren den Kommunen der Region Ausstattungen für die Allgemeinheit. So viel in diesem Jahr die Entscheidung von Geschäftsführer Florian Schneider, eine große massive Bank mit Tisch und Dach auf dem Wanderparkplatz in Zultenberg am Görauer Anger aufzustellen.

„Wir fühlen uns der Region verbunden und freuen uns jedes Jahr wieder, wenn wir die Geräte oder Ausstattungen übergeben können!“, so Florian Schneider.

Die ausgewählte Bank, deren Produktion ebenfalls in der Region erfolgte, ergänzt den Wanderparkplatz in hervorragender Weise. Der Markt Kasendorf unterstützte die Spende mit seinem Bauhof, der dazu den Untergrund fachgerecht gepflastert und einen Abfallbehälter aufgestellt hat.

„An unserem Görauer Anger soll die Sitzgarnitur ein zusätzliches Argument sein hier zu verweilen und sich an der wunderschönen Landschaft zu erfreuen!“, so Erster Bürgermeister Norbert Groß, der sicher ist, dass die Bank großen Zuspruch erfährt. Als kleinen Dank überreichte er Herrn Schneider eine Decke des Marktes Kasendorf. Auch Landrat Klaus Peter Söllner lobte die Aktionen der ASK im gesamten Landkreis Kulmbach

 

Baubeginn am „Schwarzen Ross“

Der Umbau des ehemaligen Brauereigasthofes „Schwarzes Ross“ zu einer Tagespflegeinrichtung, die durch den Diakonieverein Kasendorf-Wonsees e. V. betrieben wird, ist ja schon lange beschlossen. Die Pläne für die Sanierung und das Budget wurden noch unter der Amtszeit des Ersten Bürgermeisters Bernd Steinhäuser verabschiedet, die Förderung der Maßnahme durch die Regierung bestätigt und nach Beauftragung eines Architektur-Büro´s auch mit der Planung begonnen.

Leider kam es dann bei den vorbereitenden Ingenieurleistungen zu massiven Verzögerungen, da speziell bei der Statik immer wieder neue Gegebenheiten zu berücksichtigen waren. Immer wieder mussten Probegrabungen und Rückbauten erfolgen um Klarheit über den Bestand zu erhalten. Letztlich wurden Anfang 2021 alle Vorbereitungen abgeschlossen so dass man in die Ausschreibungen der ersten Gewerke gehen konnte.

Nach formgerechter Ausschreibung und der Angebotsabgaben konnten dann Anfang/Mitte April die ersten Gewerke vergeben und die Arbeiten durch die Verwaltung beauftragt werden.

Erstem Bürgermeister Norbert Groß fällt damit ein Stein vom Herzen. „Ich bin schon richtig erleichtert, dass nun auch sichtlich Bewegung in die Sanierung des Objektes kommt. Wir müssen dranbleiben, dass die Sanierung zügig vorankommt, um unseren bedürftigen Senioren tagsüber ein neues Zuhause anbieten zu können!“

Darauf hinzuweisen ist noch, dass durch den Baubeginn längerfristig die Parkplätze an der Kelterei wegfallen, im vorderen Bereich Einschränkungen durch das Gerüst entstehen werden und mit erhöhtem Baustellenverkehr gerechnet werden muss. Schon jetzt bittet der Markt seine Bürgerinnen und Bürger um Verständnis.

 

Neue Wärmebildkamera für FFW Peesten

Die Freiwillige Feuerwehr Peesten hatte im November 2020 den Antrag an den Markt Kasendorf gestellt, eine mittlerweile im Ausstattungsnachweis der Feuerwehr stehende Wärmebildkamera anzuschaffen. Begründet wurde diese Anschaffung mit den Einsatz von Atemschutzgeräteträgern, damit diese im Einsatzfall auch in verrauchten Räumen Menschen finden können. Weiterhin kommt eine Wärmebildkamera immer bei der Suche nach Glutnestern bei gelöschten Bränden zum Einsatz um ein Aufflackern des Feuers zu vermeiden.

In der Marktgemeinderatssitzung vom 09.12.2020 wurde der Antrag behandelt und nach eingehender Beratung beschlossen für die FFW Peesten eine Wärmebildkamera anzuschaffen. Gekauft wurde die Kamera bei der Firma Ludwig in Bindlach zum Preis von 3.587,00 € (Netto).

Bei der Übergabe der Kamera an die im letzten Jahr neu gewählten Kommandanten betonte 1. Bürgermeister Norbert Groß, dass eine solche Kamera im Innenangriff der Feuerwehren unverzichtbar ist. „Wenn schon eine einzige Person durch diese Technik schnell aufgefunden wird und gerettet werden kann, hat sich die Anschaffung schon bezahlt gemacht!“, so Norbert Groß. Der Erste Kommandant Dominik Eichner bedankte sich beim Bürgermeister für die Übergabe und beim Marktgemeinderat für die positive Entscheidung.

 

 

Markt Kasendorf sichert sein Trinkwassernetz ab

Druckstöße und Unterdruck gefährden bei Feuerwehr-Löscheinsätzen mit einer Wasserversorgung über Hydranten die Hygiene im Trinkwassernetz. Systemtrenner an Standrohren und Hydranten verhindern dies und bieten maximalen Schutz des Trinkwassers. Eine Rückschlagklappe und Belüftungsventile tragen bei den Armaturen zur Sicherheit bei.

Alle Feuerwehren im Markt Kasendorf wurden in den letzten Wochen mit diesen Systemtrennern ausgestattet. Diese Armaturen des Herstellers „Honeywell“ wurden im Vorfeld von der Kasendorfer Feuerwehr getestet und auch von den benachbarten Wehren „für gut befunden“. Pro TSA-Feuerwehr wurde 1 Stück und pro Fahrzeug wurden 2 Stück dieser Systemtrenner angeschafft. Insgesamt investierte der Markt Kasendorf in seine Trinkwassernetz-Sicherheit für die 15 Stück 12.502,95 € (Netto), die von der Firma Ludwig gekauft wurden.

Stellvertretend für alle Wehren überreichte 1. Bürgermeister Norbert Groß 4 Armaturen für die beiden Fahrzeuge an die FFW Kasendorf, in Person an den Ersten Kommandanten Michael Groß. „Sollte durch einen Feuerwehreinsatz das Trinkwassernetz tatsächlich verunreinigt werden, würde die Schadensbehebung ein Vielfaches dieser Armaturen kosten!“, rechtfertigte Groß die Beschaffung. „Wir wollen absolute Sicherheit unseres Trinkwassernetzes!“, so Groß weiter.

 

 

Zukunft des „Goldener Anker“ wird gesichert

Der Hotel-Gasthof „Goldener Anker“ ist seit Jahrzehnten das zentrale Gebäude am Marktplatz in Kasendorf. Altersbedingt wird die Besitzerin, Liesl Pohl, den Betrieb nicht mehr lange weiterführen. Damit es aber zu keinem Leerstand kommt, ist der Markt Kasendorf bestrebt eine nachhaltige Lösung für die Zukunft und den Weiterbetrieb zu finden.

Aktuell laufen Prüfungen und Vorarbeiten um die Fördermöglichkeiten eines Kaufs des gesamten Aerials und der notwenigen Sanierung der Gebäude durch den Markt Kasendorf auszuloten. Der Erste Bürgermeister Norbert Groß und Liesl Pohl legen sehr großen Wert darauf, dass der „Goldene Anker“ weitergeführt wird. Als zukünftiger Betreiber konnte die „Frankenfarm“ gewonnen werden. Geschäftsführer Jürgen Stübinger wird seine große Erfahrung in der Gastronomie bereits mit in die Planungen einbringen.

Erster Bürgermeister Norbert Groß: „Wenn es uns letztlich gelingt, den „Goldenen Anker“ als Hotel und Gasthof im Zentrum Kasendorfs zu sanieren und zu modernisieren, bringt dies einen enormen und unbezahlbaren Mehrwert für unseren Markt! Die „Frankenfarm“ als regionaler und erfahrener Betreiber ist die perfekte Lösung um den Markt Kasendorf nachhaltig in der Region zu stärken, so dass auch alle Geschäfte und Betriebe in Kasendorf davon profitieren können!“

Norbert Groß hofft darauf, dass trotz der Corona-Problematik der Markt nach der offiziellen Förderanfrage nun zeitnah Gespräche mit den zuständigen Stellen der Regierung von Oberfranken und dem Denkmalschutz führen kann. Ziel ist es, dem Marktgemeinderat baldmöglichst einen Lösungsvorschlag zur Beschlussfassung vorlegen zu können.

 

 

Der Jugendtreff ist bereit für den Einzug

Planmäßig erfolgte die Bauabnahme für den Innenbereich des Jugendtreffs im sanierten Gebäude Marktplatz 2. Somit können die Jugendlichen zumindest den Umzug aus der Tankstelle durchführen. Wegen den Corona-Beschränkungen ist aktuell leider keine offizielle Übergabe oder Einweihungsfeier möglich. Auch der eigentliche Jugendtreff-Betrieb ist derzeit nicht möglich.

Der Jugendtreff bezieht das komplette Erdgeschoss inkl. einer Küche und den sanitären Anlagen. Herzstück ist der Aufenthaltsraum in dem auch die historische Decke und der größte Anteil ehemaliger Bausubstanz erhalten wurde. Im Obergeschoss belegen die Jugendlichen noch 2 der 5 Räume in denen sie u. a. den Billardtisch schon aufgestellt haben.

„Ich bin sehr froh, dass der Jugendtreff nun endlich einziehen kann. Wir zeigen als Markt Kasendorf mit dieser Einrichtung, welch hohen Wert für uns die Jugendarbeit hat!“, so erster Bürgermeister Norbert Groß. Die Außenanlagen mit Carport, Gehweg und Parkplätzen werden dann so bald es das Wetter zulässt im neuen Jahr fertig gestellt. Dort wird es dann auch Lademöglichkeiten für Elektro-Autos und E-Bikes geben.

Der Jugendtreff steht auf Anfrage auch anderen Einrichtungen und der Gemeinde zur Verfügung, so dass die Nutzungsmöglichkeiten sehr vielfältig sein können.

 

Baustelleninfo: Jugendtreff steht kurz vor der Vollendung

Die Außenfassade bekennt bereits Farbe, die roten Dachziegel stechen ins Auge und auch die neuen Fenster und Türen sind eingebaut – die äußerlichen Baufortschritte am Anwesen Marktplatz 2 deuten bereits darauf hin, dass sich die Sanierung auf seiner Zielgeraden befindet. Auch im Inneren laufen die letzten Arbeiten derzeit auf vollen Touren. Der Einzug des Jugendtreffs ist noch vor Weihnachten geplant.

Im ehemaligen „Schmiedshaus“ herrscht momentan Hochbetrieb. Maurer und Fliesenleger, Installateure und Maler geben sich beinahe täglich die Klinke in die Hand und verschaffen den Innenräumen ein völlig neues Gesicht. Parallel dazu werden auch die letzten größeren Arbeiten an der Fassade des Erdgeschosses getätigt. Insgesamt befindet man sich voll im Zeitplan. „Wenn alles so weitergeht, kann das Gebäude Mitte Dezember an den Jugendtreff übergeben werden“ informierte Verwaltungsleiter Herbert Schmidt den Gemeinderat in der Sitzung vom 14.10.2020. Nach etwa 1 ½ Jahren seit dem Auszug der Jugendeinrichtung aus dem schwarzen Roß werden die Jugendlichen wieder an den Marktplatz zurückkehren und das Areal mit neuem Leben füllen.

Nachdem im September 2019 die ersten Abbrucharbeiten begonnen haben, kam das Ausmaß der desaströsen Bausubstanz zum Vorschein. Bis auf wenige Grundmauern musste das denkmalgeschützte Gebäude abgetragen werden. Doch seit den Wintermonaten 2019/20 ging es stetig bergauf und bereits im April 2020 konnte Richtfest gefeiert werden – coronabedingt ohne Zuschauer.

Die Umgestaltungs- und Pflasterarbeiten im hinteren Bereich des Grundstückes, wo später ein Carport sowie weitere Parkmöglichkeiten geschaffen werden, können erst im nächsten Jahr fertiggestellt werden. In diesem Rahmen hat der Marktgemeinderat in seiner Sitzung vom 23.09.2020 auch beschlossen, eine Ladesäule für E-Autos zu installieren.

Ein Mammutprojekt liegt in seinen Endzügen. Das lange leerstehende und verkommene Gebäude am Tor zum Kasendorfer Marktplatz ist zu einem echten Schmuckstück geworden, in dem die Jugend bald wieder ihren festen Platz im Ortskern haben wird. Wie und in welchem Umfang eine Einweihungsfeier möglich sein wird, ist aufgrund der momentanen angespannten Situation nicht vorhersehbar ist.

  mkr

 

 

Revitalisierung der Schulsportanlage – die Idee von einem Kasendorfer Sportpark

Die Kasendorfer Schulsportanlage dient seit Generationen für die sportliche Betätigung der Jugend. Neben dem regelmäßigen Open-Air-Sportunterricht während der Sommermonate sind vielen Schülerinnen und Schülern vor allem die jährlich stattfindenden Bundesjugendspiele unvergessen. Das etwa 6500m2 große Areal an der Zultenberger Straße ist mittlerweile jedoch deutlich in die Jahre gekommen. Laufbahn und Tartanfläche sind veraltet, Rasenflächen unbespielbar, die Umkleidegebäude in marodem Zustand. Doch das komplette Gelände könnte nun zu neuem Leben erweckt werden. Nachdem der Marktgemeinderat auf die Initiative des ersten Bürgermeisters Norbert Groß hin ein neues Konzept auf den Weg gebracht hat, bewirbt man sich nun um eine Förderung des Bundes.

Der Schwerpunkt des Förderprogrammes liegt nicht auf dem Sportstättenneubau, sondern auf dem Erhalt, der Modernisierung sowie der Erweiterung bestehender Anlagen. Dafür stellt der Bund in Einzelfällen eine 45-prozentige Förderung in Aussicht. „Eine einmalige Chance, die Schulsportanlage nicht nur zu sanieren, sondern mit vielen einzelnen Attraktionen aufzuwerten sowie Kasendorf in sportlicher Sicht ein Alleinstellungsmerkmal in der Region zu verschaffen“ so erster Bürgermeister Norbert Groß. Um ein möglichst breitgefächertes und attraktives Konzept einreichen zu können, hat sich das Hollfelder Architekturbüro Schwarzmann, das bereits mit dem Umbau des Anwesens Marktplatz 2 betraut wurde, mit der Thematik befasst. Mitarbeiterin Anette Putz konnte die ausgearbeiteten Planunterlagen in der Marktgemeinderatssitzung vom 14.10.2020 vorstellen.

Das Konzept sieht eine großflächige Neugliederung des gesamten Geländes vor. Die bestehende Laufbahn sowie die Weitsprunganlage sollen saniert werden, wobei eine Reduzierung der Laufbahn von 100 auf 50 Meter vorgesehen ist. Auf der Rasenfläche ist die Anlage eines Kleinturnierfeldes vorgesehen, das später für G-, F- und E-Jugendturniere genutzt werden könnte. Die Tartanfläche wird zurückgebaut; auf den dort freiwerdenden Flächen steht die Errichtung von fünf großen Sportbereichen im Fokus. Neben einer Multisportarena, einem Beachvolleyballfeld, einer Anlage für Zirkeltraining und einem Hindernisparcours soll auch eine Boulder-Anlage entstehen.

Die Multisportarena ist baulich mit einem Soccer Court vergleichbar, auf dem beispielsweise Fußball, Basketball, Hockey, Tennis oder im Winter auch Eislauf als Sportarten möglich sind. Das Beachvolleyballfeld, das vor allem auch als verstärkter Wunsch im Rahmen der 2019 durchgeführten Zukunftswerkstatt geäußert wurde, könnte mit der Boulderwand kombiniert werden. Der Streetwork- bzw. Zirkeltrainingsbereich soll eine zentrale Anlage für alle Benutzergruppen darstellen. Der Hindernisparcours, der auf einer etwa 400 m2 großen Fläche angedacht ist, würde sich insbesondere auch für Teambildungsmaßnahmen im Berufsleben eignen, aber auch bei Kindern und Jugendlichen prima ankommen. Die Boulder-Anlage ist im hinteren Bereich des Geländes angedacht und würde in die natürliche Steigung des Geländes zur Zultenberger Straße integriert werden. Abschließend ist auch die Einbindung eines Trimm-Dich-Pfades möglich, wo der Start und das Ziel des Rundwegs jeweils bei der Schulsportanlage sein könnte und eine adäquate Lösung für die früher bestehende Anlage am Fritz-Hornschuch-Naturpfad darstellen würde.

Beim bestehenden Umkleidegebäude ist eine komplette Sanierung vorgesehen; ebenso eine Erweiterung um behindertengerechte Sanitäranlagen. Ökologisch abgerundet wird das ganze durch den Bau einer Photovoltaikanlage.

Im Besonderen steht bei der Neukonzeption die Inklusion aller Personengruppen. Ob Sport für den Kindergarten oder die Schule, Teambildung im Berufsleben oder der Breitensport – es ergibt sich eine Möglichkeit, hier alles zu verbinden.

Nach derzeitigem Stand würden sich die Kosten für dieses Projekt auf etwas mehr als 2 Mio. Euro belaufen. Würde man in den Genuss der 45-prozentigen Bundesförderung kommen, würde der Eigenanteil der Gemeinde bei noch rund 1,1 Millionen Euro liegen. Zweifelsfrei ein „großer Brocken“ Geld, wie einige Gemeinderäte betonten. Wichtig war dem Gremium jedoch, hier zumindest einen Versuch zu starten. „Erhalten wir eine Förderzusage, müssen wir das Thema weiter bewerten und dann endgültig entscheiden!“ sagte Norbert Groß. Bis dahin muss nachgedacht werden, inwiefern Sponsoren, ansässige Firmen und Stiftungen aktiviert werden können, um das Projekt zu realisieren. Auch eine Kalkulation der im Falle eines Umbaus anfallenden laufenden Unterhaltskosten der Anlage, die auf die Gemeinde zukommen, muss bis dahin ausgearbeitet werden, wie seitens des Gremiums ebenfalls mehrfach angemerkt wurde.

Letztendlich wurde das Projekt mit 10:2 Stimmen auf den Weg gebracht. Eine Entscheidung, ob die Pläne der Gemeinde förderfähig sind und wenn ja, in welcher Höhe, wird im Januar 2021 erwartet.

mkr

 

 

Peestener Judengasse - So geht es weiter mit der Verkehrssicherung

Die Schandflecken sind verschwunden, der Bauschutt abtransportiert und über die freigewordenen Flächen ist mittlerweile sprichwörtlich Gras gewachsen. Nachdem in der Peestener Judengasse im letzten Jahr zwei baufällige Gebäude abgetragen werden konnten, liegen die Flächen derzeit noch brach. Vorgesehen sind eine Verbesserung der Verkehrssicherung sowie eine komplette Flächenneugestaltung. Die Ausschreibungsphase ist inzwischen abgeschlossen; im Frühjahr 2021 sollen die Umgestaltungsmaßnahmen beginnen. 

Primär geht es um die Entschärfung der Engstelle. Die ehemaligen Gebäude, welche teilweise unmittelbar am Fahrbahnrand standen, hatten für Verkehrsteilnehmer starke Sichteinschränkungen zur Folge. Diese Situation konnte durch den erfolgten Abriss bereits verbessert worden. Allerdings möchte man durch eine Fahrbahnverbreiterung zusätzliche Übersicht und damit insgesamt eine Gefahrenreduzierung schaffen. So wird die Straße um etwa einen Meter in Richtung der freigewordenen Flächen ergänzt. Ein Teil des dafür weichenden Sandsteinfelsens wurde bereits abgefräst. Die derzeit noch stehende provisorische Betonmauer wird durch eine neue aus Sandsteinen ersetzt. Ebenso weicht am oberen Ende der Fläche eine stark in die Jahre gekommene Stützmauer und wird ebenfalls mit Sandsteinen neu errichtet. So erhält das gesamte Areal auch eine optische Aufwertung.

Auf dem schräg gegenüberliegenden Grundstück ist ebenfalls eine Ausweichmöglichkeit vorgesehen. Des Weiteren sollen Parkplätze entstehen. Auch ist die Errichtung einer Boccia-Bahn in den Planunterlagen vorhanden; diese Maßnahme wurde auf Initiative von begeisterten „Boccia-Sportlern“ aus Peesten und Umgebung mit in das Sanierungsprogramm aufgenommen.

Leider hat sich die gesamte Maßnahme, die bereits im Juni 2019 begonnen wurde, um fast ein ganzes Jahr verschoben. Zunächst waren Verzögerungen bei den Ausschreibungen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie Grund für den Verzug; jetzt können aufgrund des derzeit ausgeführten Wasserleistungsbaus an der Verbindungsstraße Peesten-Proß keine Bauarbeiten ausgeführt werden. Hier würden die Zufahrten der direkten Anwohner von beiden Seiten blockiert werden.

Derzeit rechnet man im Frühjahr 2021 mit den Beginn der Umgestaltungsmaßnahmen. Ein Förderbescheid des Freistaates Bayern aus dem Förderprogramm „Nord-Ost-Bayern“ liegt bereits vor. Insgesamt investiert die Marktgemeinde hier 300.000,00 Euro.

mkr

 

 

Christopher Weggel ist Standesbeamter

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kasendorf hat mit Christopher Weggel nun einen weiteren Standesbeamten, der den 2-wöchigen Lehrgang an der Akademie für Personenstandswesen in Bad Salzschlirf absolviert hat. Erster Bürgermeister und Vorsitzender der VG, Norbert Groß, überreichte Christopher Weggel nach bestandener Prüfung am 15.10.2020 die Bestellungsurkunde. Als Ort der Übergabe und Bestellung wählte man im Kasendorfer Rathaus das traditionsreiche Trauzimmer, das nun auch zum Wirkungskreis von Christopher Weggel zählen wird.

„Ich freue mich sehr, wenn sich unsere Mitarbeiter weiterbilden und damit noch flexibler in der Verwaltungsgemeinschaft einsetzbar werden. Weiterbildung ist ein wichtiger Baustein im Berufsleben, den man stets nutzen sollte!“, so Norbert Groß, der hofft dass Christopher Weggel seinen beruflichen Weg weiter im Kasendorfer Rathaus geht.

 

 

Pilotprojekt: AOK Initiative „Gesundes Gewerbegebiet“ startet in Kasendorf

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ mit diesem Zitat des deutschen Philosophen Arthur Schopenhauer wirbt die AOK Bayern für das Pilotprojekt „Gesundes Gewerbegebiet“. Lediglich vier Kommunen aus ganz Bayern wurden für diese Maßnahme ausgewählt, um gemeinsame Konzepte für das betriebliche Gesundheitsmanagement zu erarbeiten und zu realisieren. Dass hierzu auch die Marktgemeinde Kasendorf zählt, ist der Verdienst des Ersten Bürgermeisters Norbert Groß, der durch seine ehrenamtliche Tätigkeit als Beirat in der AOK Direktion Bayreuth-Kulmbach schon seit Beginn der Idee Kasendorf als möglichen Standort in Oberfranken vorgeschlagen hatte und im Vorfeld bei der Konzepterstellung involviert war.

Dieses Projekt lässt nicht nur die ansässigen Unternehmen mit ihren mehr als 1.200 Beschäftigten profitieren, sondern rückt auch kommunale Maßnahmen wie die geplante Kneippanlage in greifbare Nähe.

Ob speziell stattfindende Gesundheitstage, Betriebsfußballmannschaften oder gemeinsame Teilnahme an Firmenläufen – die betriebliche Gesundheitsvorsorge, deren Ziel es ist, Strukturen, Prozesse und das Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten, sind in vielen Firmen bereits fest etabliert. „Daran möchten wir gerne zusammen mit Ihnen anknüpfen“ erklärte Marko Ahrens von der AOK Bayern, als er dem Gemeinderat am 23.09.2020 in einem ersten Schritt das Projekt näherbringen durfte. „Bei der Auswahl des Wohnortes sowie des Arbeitsgebers haben gesundheitliche Aspekte zwischenzeitlich einen hohen Stellenwert. Ziel ist es, die Attraktivität der Unternehmen und damit auch des gesamten Ortes zu steigern“ führte Kollege Daniel Fleißner fort. Gesundheit soll dort erlebbar gemacht werden, wo man einen Großteil seines Alltags verbringt – seinem Arbeitsort.

Konkret erarbeitet die AOK dabei in Kooperation mit der Kommune, Arbeitgebern und den Beschäftigten an den vier Standorten jeweils die Grundlagen für ihre Initiative „Gesundes Gewerbegebiet“ aus. Hier sind völlig unterschiedliche Maßnahmen denkbar, da diese auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen, die hier leben und arbeiten abgestimmt sind. Wichtig ist dabei im Besonderen, dass ein gesundheitsfördernder Zweck im Fokus steht. Die AOK steht der Gemeinde und den Unternehmen hierbei als Koordinationspartner beratend zur Seite, unterstützt die Projekte dabei aber auch finanziell. Ob Beachvolleyballfeld, Chill-Out-Areas oder Fitnesszirkel - an Ideen muss nicht gespart werden. Nach Umsetzung der jeweiligen Maßnahme, soll es eine Auszeichnung „gesundes Gewerbegebiet“ geben, die sich dann mit ihrer Strahlkraft auf andere Kommunen und Regionen ausweiten soll.

Im Fokus steht bei der Konzeptplanung und -umsetzung  vor allem ein 360-Grad-Blickwinkel. Alle Beteiligten sollen stark einbezogen werden. Daher fand auch eine zeitnahe Involvierung der ansässigen Kasendorfer Unternehmer statt. Mehrere Vertreter der regionalen Wirtschaft folgten deshalb am 20.10.2020 einer Einladung von Bürgermeister Norbert Groß und der AOK ins Rathaus. „Wichtig ist jetzt der sogenannte Kick-Off-Schritt“ erklärte Klaus Knorr, Direktor der AOK-Direktion Bayreuth. Damit ist eine Befragung und Ideensammlung gemeint, die jetzt intern  in den Betrieben bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern starten werden. So können auf die einzelnen Beschäftigten abgestimmte Ergebnisse erzielt werden, die dann wiederum in das Gesamtkonzept einfließen werden.

Mit diesem Pilotprojekt stießen die AOK Mitarbeiter bei den Unternehmervertretern auch auf breite Zustimmung. „Gesundheitsmanagement hat in unserem Betrieb bereits seinen festverankerten Platz. Mit dieser Aktion stoßen Sie bei uns auf offene Türen“ zeigte sich beispielsweise Maja-Geschäftsführer Axel Brömstrup begeistert von der Aktion. Auch Annekatrin Bütterich, Geschäftsstellenleiterin der Gesundheitsregion Plus beim Landkreis Kulmbach, unterstrich die Chance, hier nicht nur die betriebliche, sondern die kommunale Gesundheitsförderung in Kasendorf zu optimieren: „Gerade während der Coronazeit hat man gemerkt, wie wichtig das Thema Naherholung ist. Auf diesem Gebiet kann in Kasendorf etwas wirklich Tolles entstehen“.

„Genau ein solches Areal, das insgesamt der alltäglichen Entschleunigung dienen soll, kann man sich seitens der Kommune sehr gut vorstellen!“ so Bürgermeister Norbert Groß. Speziell verfolgt die Gemeinde hier momentan die Errichtung einer Kneippanlage, deren Umsetzung bereits seit längerem diskutiert wird, zuletzt aber an einem geeigneten Standpunkt scheiterte.

„Wir sind gerade in den Verhandlungen mit Grundstückseigentümern im Bereich des Friesenbaches und planen im Zuge der AOK-Initiative nun einen Standort in der Nähe zum Industriegebiet in Kasendorf an, der zu Fuß oder mit dem Fahrrad leicht erreicht werden kann!“, so Norbert Groß weiter.

Darüber hinaus sieht man hier aber noch viel mehr Potential. Die Ideensammlung dafür ist dabei grundsätzlich nicht abschließend. Unabhängig davon welche zusätzlichen Maßnahmen nun von den einzelnen Unternehmen erörtert werden, kann dieses Projekt über Jahre hinweg immer weiterwachsen. Denkbar ist auch ein Einbezug regionaler Vereinigungen. So könnte der Vorschlag des Bürgervereins, einen Ort für Seniorengymnastik zu schaffen, realisiert werden, aber auch Wasserspielgeräte sind denkbar. Ein besonderer Pluspunkt des AOK-Projekts, der sich auf Kasendorf als Kommune positiv auswirken wird ist, dass später nicht nur Firmeninterne auf das Areal Zugriff haben, sondern es allen Bürgern oder auch Touristen offen stehen wird. Soziale Teilhabe ist hier ein positiver automatischer Nebeneffekt.  „Der Bau der Kneipp-Anlage ist für das Gesamtobjekt lediglich der Startschuss! Die stetige Weiterentwicklung und der innovative Ausbau macht den eigentlichen Reiz an diesem Konzept aus!“ ergänzt Bürgermeister Norbert Groß.

Lang ist die Liste bereits jetzt, was im Rahmen des „Gesunden Gewerbegebietes“ in Kasendorf entstehen könnte. Gespannt erwartet man das Ende der Kick-Off-Phase sowie deren Gesamtergebnis. Ein erstes gemeinsames Konzept soll im Frühjahr 2021 stehen; die darauffolgenden Umsetzungen sollen im Sommer 2021 folgen.

mkr

 

Kasendorf aktiviert Gemeinde-App

Was früher Telefon und Fax waren, sind heute Smartphone und Tablet. Mit einem kurzen Blick auf Handy, Smartwatch und Co. holt man sich aus dem Netz innerhalb von Sekunden alle individuell benötigten Informationen. Mit dem Angebot der „Kasendorfer City App“ möchte der Markt Kasendorf diese Technologien jetzt verstärkt nutzen, um seine Dienstleistungen in puncto Bürgerservice und   –freundlichkeit zu optimieren. In Zukunft sollen daher alle Bürgerinnen und Bürger, aber auch Touristen und Beschäftigte in Kasendorf die Möglichkeit haben, auch den zentralen Internetauftritt der Kommune mobil abzurufen.

„Auf dem Gemeindeportal werden regelmäßig Informationen veröffentlicht und Neuigkeiten mitgeteilt. Wir wollen damit mehr Bürger zeitnah erreichen, da das Smartphone eben einfacher und häufiger genutzt wird als der PC zu Hause“ sagt erster Bürgermeister Norbert Groß, der die Einführung der App auf die Tagesordnung setzte.

In der Marktgemeinderatssitzung vom 23.09.2020 hat sich das Gemeindegremium daher mit dem Angebot dieser kommunalen App, die vom Service „City Hub – die Bürger-App“ angeboten wird, beschäftigt und einstimmig beschlossen, einen solchen Dienst anzubieten.

Bürgermeister Norbert Groß erläuterte nach ersten Gesprächen mit dem Anbieter, dass neben den klassischen Pressemeldungen z. B. auch über kurzfristige Straßensperrungen oder geänderte Öffnungszeiten der Verwaltung auch weitere Optionen angeboten werden.

„Ein so genannter Mängelmelder wird es ermöglichen, dass jeder Nutzer der App, der im Gemeindegebiet unterwegs ist und z. B. Schäden erkennt oder andere Anregungen hat, mit dem Handy ein Bild vor Ort macht und über die App direkt ins Rathaus schicken kann!“, so Norbert Groß begeistert.

Vereine sollen dahingehend einbezogen werden, indem Termine über Sportveranstaltungen oder Events bekanntgegeben werden. Darüber hinaus wird man auf den Müllabfuhrkalender des Landkreises zugreifen können. Zentral verwaltet werden alle eingehenden Infos von Mitarbeitern des Rathausteams, die auch die regelmäßige Pflege der App übernehmen werden.

Bisher setzen vor allem Kommunen im südlichen Raum Baden-Württembergs auf diese neue Online-Dienstleistung und digitale Öffentlichkeitsarbeit. In unserer unmittelbaren Nachbarschaft betreibt bereits die Stadt Weismain diese kommunale App. Dritte Bürgermeisterin Tanja Friedrich, die die App direkt getestet hatte zog in der Gemeinderatssitzung eine durchwegs positive Bilanz. „Das ist eine super Möglichkeit für uns als Kommune, den Bürger auf kurzen Wegen zu erreichen. Auch Eilmeldungen finden so in Sekundenschnelle zu den Nutzern!“, so Friedrich.

mkr

 

Kasendorf möchte Ehrenamtsabend etablieren

„Ehrenamtliches Engagement ist bester Beweis dafür, was wir in Kasendorf alles an Gutem haben. Dies gilt es symbolisch stärker zu würdigen“ so der Appell von dritter Bürgermeisterin Tanja Friedrich an den Marktgemeinderat. Sie war es, die die Initiative, in Kasendorf einen Ehrungsabend zu etablieren, ergriff. Eine Idee, die auf breite Zustimmung im Marktgemeinderat traf.

„Gerade in unseren ländlichen Gemeinden leisten ehrenamtliche Einsätze einen enormen Beitrag zum Gemeinwohl“ heißt es in dem offiziellen Antragsschreiben von Friedrich an das Gemeindegremium. Daher sei es auch wichtig, dieses Engagement über die vereinsinternen Ehrungen hinaus von kommunaler Seite auszuzeichnen. Dabei möchte der Marktgemeinderat sich bei einer solchen Auszeichnung nicht nur auf sportliche Erfolge konzentrieren, sondern die Preiskategorien auch auf Einsatz in allen anderen Verbänden und Kirchen oder auch aufgrund außerordentlicher Erfolge bei musikalischen und beruflichen Wettbewerben auszuweiten.

Aufgrund der momentanen Situation ist an eine größere Veranstaltung leider noch nicht zu denken. Zeit genug aber, sich Gedanken für einen Veranstaltungsablauf „nach Corona“ zu machen. Aufgabe ist es daher momentan, die einzelnen Rahmenbedingungen zu schaffen. Diesbezüglich wurde ein verkleinertes Abbild des Gemeindesrates in Form einer „Ehrungskommission“ gegründet, die diese Richtlinien nun erarbeitet

  mkr

 

 

Da geht die Post ab – Filiale der Deutschen Post im Kasendorfer Rathaus eröffnet

Um Punkt 9.00 Uhr öffnet sich das große Tor des Kasendorfer Rathauses, aus den Fensterscheiben des Erdgeschosses leuchten die markanten gelben Postsymbole, erste Kunden treten ein - seit dem 3. August 2020 hat die neue Postfiliale im Kasendorfer Rathaus offiziell geöffnet. Seitdem können Kunden dort von Montag bis Samstag ihre Briefe versenden, Pakete aufgeben oder Briefmarken kaufen. 

Es war eine Entscheidung im Eilverfahren, die Poststelle im Rathaus zu integrieren, als der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am 10. Juni darüber informiert worden ist, dass die Deutsche Post in Kasendorf keinen Servicepartner mehr gewinnen konnte. Allen war es jedoch eine Herzensangelegenheit, die Postdienste weiterhin zentral im Ort zur Verfügung stellen zu können.

Mittlerweile wurde der Schalterraum entsprechend eingerichtet und ausgestattet.  Dem

ehemaligen Haupteingangsbereich des Rathauses, der im Zuge der Rahauserweiterung im Jahr 2002 an die Parkplatzseite verlegt wurde, wurde damit eine neue Funktion gewidmet. Betreut wird die neue Poststelle von Andrea Maier und Simone Schwarz, die beide bereits bei der Gemeinde tätig sind. Besondere Priorität lag hierbei darauf, dass ein Betrieb auch an allen Werktagen gewährleistet ist. Neben den üblichen Angeboten wie Aufgabe von Briefen, Päckchen oder Paketen wird auch eine Postfachanlage angeboten, welche am angrenzenden Rathausparkplatz ihren Platz gefunden hat.  

Geöffnet hat die neue Filiale montags, mittwochs, freitags und samstags von 09.00 bis 11.00 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15.00 bis 17.00 Uhr.

mkr

 

 

 

Kasendorfer Blütenmeer - Sommerboten verschönern Ortsbild

Der Sommer hat inzwischen seine ganze Kraft entfaltet und in Kasendorf ist es richtig bunt: die Blumenwiesen stehen in voller Blüte und bieten Hummeln und Co. ein wahres Schlemmerparadies.

Im Jahr 2018 warb der Landkreis in den einzelnen Gemeinden mit dem Anlegen von Blühstreifen um die Unterstützung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Auch in Kasendorf wollte man einen Beitrag zum lokalen Artenschutz leisten und so entstanden am Ortseingang aus Richtung Krumme Fohre kommend sowie am Schulgarten Flächen für das „Kasendorfer Blütenmeer“. Daneben legten auch viele private Gärtnerinnen und Gärtner Blumenwiesen im eigenen Garten an.

Das Ergebnis lässt sich seit einigen Wochen sehen: Löwenmaul, Kamille, Mohn und Kornblume sorgen dafür, dass die Insekten aus dem Vollen schöpfen können. Dabei unterstützen die Blumenwiesen nicht nur Schmetterlinge, Wildbienen und Hummeln, sondern verschönern mit ihrem bunten und prächtigen Flor auch den ganzen Ort. 

mkr

 

 

 

Fördermittel zugesichert: Geldsegen für Schwarzes Roß

Die Sanierung des Gebäudekomplexes „Marktplatz 5“ wird Millionen verschlingen. Über 5.823.000 Euro wurden bisher für die Gesamtmaßnahme veranschlagt. Nachdem der Marktgemeinderat im vergangenen Oktober den Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken auf den Weg gebracht hat, herrscht über die Förderquote nun Gewissheit: der Freistaat fördert das Megaprojekt und lässt über 4,5 Millionen Euro nach Kasendorf fließen.

Der ehemalige Brauereigasthof ist eines der prägendsten Gebäudeteile der gesamten Ortschaft. Herrschaftlich und wuchtig empfängt er einen auf den ersten Blick am Tor zum Kasendorfer Marktplatz. Doch den Komplex im Kern aus dem Barock stammend zu sanieren und mit neuem Leben zu füllen wird Kraft und Geld kosten. Umso mehr freut man sich, dass das Förderprogramm Förderoffensive Nordost-Bayern eine hohe Förderquote zusagt, die es nun ermöglicht, hier zu investieren, dem Leerstand entgegenzuwirken und den historischen Ortskern wieder zu beleben.

„Wir sind dem Freistaat wirklich sehr dankbar für diese Unterstützung. Nachdem wir die Fördermöglichkeiten nun zugesichert bekommen haben, können wir auch dieses Projekt angehen“ erklärt Bürgermeister Norbert Groß. Ohne zusätzliche Finanzspritzen wäre es dem Markt nicht möglich gewesen, den Innenbereich in diesem Ausmaß aufzuwerten und attraktiver zu gestalten. Über diese einmalige Chance freut man sich auch im Marktgemeinderat wirklich sehr. Neben der Einrichtung der Diakonie-Tagespflegestation wird so neben der Verbesserung der Daseinsvorsorge, auch das bauliche Erbe im Markt dauerhaft erhalten werden. Der Innenbereich von Kasendorf wird enorm davon profitieren.

Insgesamt fließen über 15 Millionen Euro zur Förderung von Städtebauprojekten in den Kulmbacher Landkreis. Fast ein Drittel davon wird dabei in die Marktgemeinde Kasendorf fließen. Mit dieser Zusage hat das Warten bald ein Ende. Die Bauarbeiten werden auch hier nun auf den Weg gebracht werden können.  

mkr

 

 

 

Dreiste Langfinger am Bücherschrank

Seit fünf Jahren bietet der offene Bücherschrank am Kasendorfer Marktplatz allen Interessierten die Möglichkeit, ihre Bücher untereinander auszutauschen. Das Angebot ist vielseitig, das System kostenlos und simpel. Seit Kurzem transportieren jedoch Unbekannte die Lesestoffe kistenweise ab. Ein neues Hinweisschild weist jetzt auf die nichtkommerzielle Nutzung des Angebots hin.

Es war im Frühjahr 2015 als einige Marktgmeinderäte für die Anschaffung eines Bücherhauses in Kasendorf warben, um den Bürgerinnen und Bürgern mehr Freizeitangebote zu bieten. Der Vorschlag fand Zustimmung im Gemeindegremium, im alten Feuerwehrgerätehaus am Marktplatz wurde ein Bücherschrank angebracht und kurz vor Weihnachten konnten die ersten Bände eingeräumt werden. Seitdem herrscht dort eine starke Frequentierung: man bringt ausgelesene Bücher vorbei, findet neue, trifft dabei den ein oder anderen Bekannten. Eine passende Sitzgelegenheit ermöglicht es auch, sich es in der Mittagspause mit einem Buch in der Ortsmitte bequem zu machen.

In den vergangenen Wochen geriet dieses System der Tauschbörse jedoch erheblich aus den Fugen. Denn mehrfach konnte beobachtet werden, dass große Mengen an Büchern von einzelnen Personen entnommen, diese in mitgebrachte Kisten verstaut und schließlich mit dem PKW abtransportiert werden. Dabei handelt es sich meist um neuwertige Bücher, die dann – so die Vermutung – privat veräußert werden. Auf dieses neue „Geschäftsmodell“ wies Marktgemeinderätin Tanja Friedrich hin, die von besorgten Bürgerinnen und Bürgern über die aufgetretene Situation informiert worden war. Konsens herrschte im Marktgemeinderat darüber, dass der Sinn des offenen Bücherschrankes nicht zweckentfremdet werden darf. Daher hat man prompt reagiert und Anfang Juli als ersten Schritt ein neues Hinweisschild anbringen lassen, das auf die ausschließlich private Nutzung des Büchertausches aufmerksam macht.  „Im Interesse aller Nutzer wird die Entnahme von Büchern in größeren Mengen bzw. zum Wiederverkauf ausdrücklich untersagt“ sticht es Besucherinnen und Besuchern aus der Glasscheibe des Schrankes nun ins Auge. Des Weiteren wird dabei auch darum gebeten, nur gut erhaltene Bücher abzugeben. Denn ebenso war man über die teilweise aufgetretene Verschmutzung des Bücherschrankes sowie des Umfeldes verärgert. So wurde seit einer Weile mehrmals festgestellt, dass im Schrank Gegenstände wie Trinkflaschen, Kissenfüllungen oder auch Wäscheklammern abgelegt wurden.

„Man hofft nun auf den Erfolg des Hinweisschildes und setzt auf die Vernunft der Nutzerinnen und Nutzer“ so erster Bürgermeister Norbert Groß. Dabei stehe es außer Frage, dass auch weiterhin mehrere Bücher gleichzeitig ausgeliehen oder behalten werden können. „Nur eben nicht Dutzende auf einmal und schon gar nicht zu Handelszwecken“, so Groß weiter.

mkr

 

 

 

Zug um Zug zum Ziel – „Marktplatz 2“ weiter im Zeitplan

Der erste Stock ist aufgerichtet, das Dach gedeckt, die Fenster eingebaut und das Obergeschoss isoliert – in den vergangenen Wochen konnten beinahe täglich Fortschritte am und im neuen Jugendtreff mitverfolgt werden. Seitdem diese groben Arbeiten abgeschlossen werden konnten, sind äußerlich mittlerweile weniger Veränderungen zu beobachten und die Baustelle wirkt somit etwas ruhiger. Doch dieser Schein trügt. Im Inneren laufen die Baumaßnahmen weiter auf Hochtouren. Das Projekt rückt seinem Ziel immer näher.

Einmal mehr stand die Bauangelegenheit „Marktplatz 2“ auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 10. Juni. Doch nachdem Planung und Beginn der Baumaßnahme der Verwaltung und dem Gemeinderat eher Kopfzerbrechen bereiteten, zeigten sich erster Bürgermeister Norbert Groß und Verwaltungsleiter Herbert Schmidt jetzt sehr positiv gestimmt. „Die Maßnahme macht immer größere Fortschritte. Wir bewegen uns zeitlich als auch finanziell komplett im Rahmen“, so Groß. Dabei verdeutlichte er, dass derzeit der Innenausbau vollzogen wird. So laufen momentan die Elektro- und Heizungsinstallationen sowie die Einrichtung der Sanitäranlagen. Auch die historische und aus Sicht der Denkmalschutzbehörde erhaltenswerte Holzbohlendecke wurde nach einer Reinigung und Restaurierung mittlerweile wieder an ihrem Platz eingebaut. In den nächsten Wochen soll mit den Arbeiten an den Außenanlagen begonnen werden.

Für den Bau eines Carports im hinteren Bereich des Anwesens wurde in der Gemeinderatsitzung grünes Licht gegeben. Hier werden insgesamt sechs neue Stellplätze geschaffen, die später als Parkmöglichkeit von der Diakoniestation genutzt werden können. Nach heutigem Stand rechnet man Ende des Jahres mit einer Übergabe des Gebäudes an den Jugendtreff.

 

 

Zaunfelder am Peestener Friedhof erneuert

„Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei“ – die Kirchengemeinde Peesten nahm das bekannte Frühlingslied des Lehrers und Schriftstellers Hermann Adam von Kamp beim Wort und erneuerte im Frühjahr die Zaunanlage am Friedhofsgelände.

Im März hatte sich der Kirchenvorstand in einer Sitzung mit der Thematik befasst, nachdem die bisherigen Zaunfelder am Weg von der Kirche zum Friedhof mit den Jahren morsch und äußerst unansehnlich geworden waren. Bei der Erneuerung wurde darauf geachtet, dass bei der Restaurierung wieder ein natürliches Material verwendet wird. So wurden insgesamt zwölf neue Zaunfelder, die in der Werkstatt der Rummelsberger Diakonie hergestellt wurden, aus wetterbeständigem Lerchenholz angefertigt. In diesem Rahmen konnte auch ein neuer Handlauf am Haupteingang des Friedhofes angeschafft werden, der gerade für ältere oder geheingeschränkte Besucherinnen und Besucher mehr Sicherheit gewährleistet. Darüber hinaus konnte dadurch auch das Ortsbild erheblich aufgewertet werden.

Insgesamt wurden über 3.600,00 Euro von der Kirchengemeinde für diese Maßnahme investiert. Besonders freut man sich über einen finanziellen Zuschuss seitens der Marktgemeinde in Höhe von 740,00 Euro, den der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 24.06.2020 einstimmig beschlossen hat.

 

Kasendorfer Seniorenlogen – Bauarbeiten stehen kurz vor ihrem Start

Sie werden das Angebot von Senioren in der Marktgemeinde bereichern und die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen weiter ergänzen – mit den Seniorenlogen im ehemaligen Edeka-Markt wird in Kasendorf eine ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaft für insgesamt 12 Bewohner entstehen. Doch nachdem die Corona-Krise dem ersten Spatenstich einen Strich durch die Rechnung machte, wird sich der offizielle Baubeginn wohl auf Herbst verschieben.

Es ist mittlerweile ein Jahr her, seit die Initiatoren Sascha Seuß und Markus Weigel zusammen mit Projektberater Dr. Christian Moosbrugger ihre Planunterlagen in der Juli-Sitzung des Marktgemeinderates vorgestellt haben. Zum damaligen Zeitpunkt peilte man Ende des Jahres 2019 als Zeitpunkt für den Baubeginn sowie eine Bauzeit von etwa einem Jahr an. Allerdings katapultierte die gute konjunkturelle Lage der Handwerksbetriebe den Startschuss für das Millionenprojekt ins Jahr 2020. Darauf folgte Corona, das die Umsetzung der Maßnahme weiter ausbremste.

Derzeit laufen vor allem noch die Anträge beim Landesamt für Pflege über eine Förderung des Vorhabens. „Dieser Förderbescheid ist für unser Projekt jedoch enorm wichtig“ erklärt Sascha Seuß. Das soziale Bestreben der Investoren sei es nach wie vor, dass sich jeder im Alter einen Platz in den Kasendorfer Seniorenlogen leisten kann. Umso wichtiger sei es daher die öffentlichen Mittel, die derzeit verstärkt zur Verfügung gestellt werden, für dieses Bauvorhaben abzurufen. Am Ende sollen so wenig Kosten wie möglich auf die zukünftigen Bewohner umgelegt werden müssen. „Natürlich ist es bedauerlich, dass sich der Baubeginn verzögert; bei einer Maßnahme dieser Größenordnung gilt es allerdings auch, nichts zu überstürzen, nur um schnellstmöglich fertig zu werden. Die Senioren-WG soll Hand und Fuß haben“ so Seuß weiter.

Solange die bürokratischen Mühlen weitermahlen, wollten Seuß und Weigel dennoch keinen Tag ungenutzt lassen, um die Verzögerung so gering wie möglich zu halten. So wurde der Zeitplan für das Projekt nochmals überdacht und modifiziert. Die Sanierung der Wohnräume über dem ehemaligen Lebensmittelmarkt zu insgesamt drei Wohnungen, die ohnehin Teil der Planungen war, wurde somit kurzerhand vorgezogen. Noch in diesem Sommer möchte man mit dem Umbau der Wohnungen beginnen. Sobald dann der erwartete Förderbescheid eingeht, kann auch der Ausbau der Wohngemeinschaft im Erdgeschoss direkt angeschlossen werden. „Dadurch verhindern wir auch, dass Handwerker, die uns bereits zugesagt haben, wegen der Verzögerung wieder abspringen“ erklärt Markus Weigel. Für ihn ist es auch kein Grund, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken: „Das ist die Wohnform der Zukunft. Dass alleine das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege ein gesondertes Förderprogramm für diese Art von Seniorenbetreuung aufgelegt hat, beweist, dass wir mit unserem Projekt hier in Kasendorf in die richtige Richtung gehen und einen prima Mehrwert für die Seniorinnen und Senioren schaffen. Eine Herzensangelegenheit braucht manchmal eben etwas mehr Zeit, um wirklich gut zu werden“, zeigt er sich optimistisch eingestimmt.

Nach Fertigstellung, mit der nach heutigem Stand im Frühjahr bzw. Mitte 2021 gerechnet wird, stehen in Kasendorf insgesamt 11 Wohneinheiten für 12 Bewohner zur Verfügung. Dabei werden 10 Einzelapartments, jeweils mit eigenem Bad sowie einem Zugang zum Garten geschaffen. Darüber hinaus wird es auch ein Doppelapartment für Ehepaare geben. Auch werden großzügig gestaltete Gemeinschaftsräume wie Küche und Wohnzimmer entstehen.  

Die ambulant betreute WG bietet dann die Möglichkeit, in Gemeinschaft selbstbestimmt alt zu werden. Dabei stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Seniorinnen und Senioren an oberster Stelle. Gemeinsam entscheiden sie bzw. die Angehörigen wie das Zusammenleben gestaltet wird.

 

Ortssprecher und Ortsvertreter sind gewählt

In der konstituierenden Sitzung des Marktgemeinderates am 13.05.2020 legten die Räte einstimmig fest, dass in den Ortschaften die keinen Gemeinderat stellen auch wieder Ortssprecher und Ortsvertreter gewählt werden können. Ortssprecher können die ehemaligen als Gemeinde eigenständigen Ortschaften wählen. Dieser darf in den öffentlichen wie auch den nicht öffentlichen Sitzungen an den Beratungen teilnehmen, hat jedoch kein Stimmrecht.

Ortsvertreter können von allen Ortschaften gewählt werden, auch wenn sie aus der Geschichte heraus keine eigenständige Gemeinde waren. Die Ortsvertreter dürfen nur in den öffentlichen Sitzungen ohne Stimmrecht an den Beratungen teilnehmen.

Der Wunsch nach Sprechern muss durch die Bürger der Ortschaften schriftlich erklärt werden, was im Falle der Ortschaften Azendorf, Welschenkahl und Neudorf erfolgte.

Am Samstag, den 27.06.2020 wurden dann ab 14 Uhr zu den Ortsversammlungen im Stundenrhythmus geladen. „Ich halte es für wichtig, dass möglichst aus jeder Ortschaft ein Sprachrohr im Gemeinderat vertreten ist, wobei wir auch ohne Sprecher immer ein offenes Ohr für unsere Bürgen haben werden!“, so Bürgermeister Norbert Groß bei jeder Eröffnung der einzelnen Sitzungen. Folgende Ergebnisse brachten dann die einzelnen Wahlen, die von Geschäftsstellenleiter der VG Kasendorf Herbert Schmidt organisiert und durchgeführt wurden:

Azendorf:  

Alleinkandidat Kilian Hammond wurde mit 35 von 40 Stimmen zum Ortssprecher gewählt. Die Wahl zum Gemeinderat hatte er knapp verpasst, ist nun aber als Ortssprecher das erste Mal im Gemeinderat vertreten.

Welschenkahl:    

Reinhold Frankenberger wurde mit 9:7 Stimmen zum Ortsvertreter gewählt, der Gegenkandidat war Werner Schmidt. Reinhold Frankenberger war auch schon in den Wahlperioden vorher der Vertreter.

Neudorf:    

Alleinkandidat Lothar Hörner wurde mit 24 von 24 Stimmen zum Ortssprecher gewählt. Auch er gehörte schon als Ortsvertreter für Neudorf dem Gemeinderat an.

 

Markt heißt neue Jugend- und Seniorenbeauftragte willkommen

Direkte Ansprechpartner für Jugendliche und Senioren, Vermittler bei Anregungen und Problemen, Initiatoren für Projekte und Aktivitäten - die Jugend- und Seniorenbeauftragten unserer Marktgemeinde sind das Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlicher Altersklassen und dem Gemeinderat. In der zweiten Sitzung des Gemeindegremiums beschäftigte man sich daher auch mit der Bestellung dieser ehrenamtlichen Posten. Dabei wurden Philipp Hacker und Jutta Reichel offiziell für diese Ämter bestimmt.

Erster Bürgermeister Norbert Groß freute sich besonders darüber, dass sich zu Beginn der neuen Amtsperiode wieder engagierte Mitbürger für diese Aufgaben zur Verfügung gestellt haben. Nachdem die bisherige Seniorenvertreterin Hannelore Hanel, die diese Aufgabe über 12 Jahre lang ausgeführt hat, signalisierte, für die kommende Amtszeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen, konnte Jutta Reichel aus Kasendorf als Nachfolgerin gewonnen werden. Frau Reichel ist bei der Diakoniestation Kasendorf-Wonsees beschäftigt und hat gerade durch die tägliche Arbeit mit Senioren gute Verbindungen zur älteren Generation im Gemeindegebiet.

Auch bei der Stelle des Jugendbeauftragten gab es eine personelle Veränderung. Nachdem Maximilian Krüger aus Peesten diese Aufgabe während der letzten sechs Jahre innehatte, wurde diese an Philipp Hacker übergeben. Herr Hacker ist durch sein Engagement in der Kasendorfer Kirchengemeinde sowie insbesondere durch seine Arbeit im Jugendtreff einem großen Teil der Bevölkerung bekannt und bringt damit ebenfalls beste Voraussetzungen für einen direkten Draht zu den Jugendlichen mit sich.

„Uns sind die Probleme, Belange und Ideen aller Bevölkerungsgruppen innerhalb der Gemeinde wichtig“ so Norbert Groß. Deshalb gilt es auch, jeder Altersschicht einen konkreten Ansprechpartner zur Seite zu stellen, um ein funktionierendes Netzwerk zum Gemeinderat herstellen zu können. Die Jugend- und Seniorenbeauftragten können jederzeit bei Anfragen kontaktiert werden. Zu erreichen sind sie unter folgenden Kontaktdaten:

Jugendbeauftragter Philipp Hacker:

Handy: 015256549446
Email: philipp-kasendorf(at)web.de
Seniorenbeauftragte Jutta Reichel: 09228 9966799

 

Post-Partnerfiliale ab dem 3. August im Kasendorfer Rathaus

Eingang zur Post über großes Tor

Nachdem die Tankstelle ihren Verkaufsraum und Getränkemarkt im letzten Jahr geschlossen hatte, übernahm die Elektrofirma Bauer in Kasendorf eine Basis-Poststelle. Leider kündigte Herr Bauer die Poststelle zum 30.06.2020. Da die Deutsche Post eine Versorgungsverpflichtung für Gemeinden über 2.000 Einwohner hat, musste deren Außendienstmitarbeiter eine neue Bleibe suchen. Monatelang wurde versucht Kasendorfer Läden und Unternehmer für die Dienstleistungen der Post zu gewinnen, was leider ohne Erfolg blieb.

Da blieb nur noch der Gang zum Bürgermeister, um ihn über die aktuelle Situation zu informieren. Die allerletzte Möglichkeit wäre es, wenn die Kommune die Poststelle integriert. Ansonsten müsste sich die Post aus Kasendorf zurückziehen. „Dies darf auf keinen Fall soweit kommen!“ machte Erster Bürgermeister Norbert Groß in der Marktgemeinderatssitzung am 10.06.2020 seinen Gemeinderäten deutlich und ergänzte: „Wir alle sind es unseren Bürgern schuldig, in dieser Situation diese Dienstleistung sicherzustellen. Wir müssen den Trend endlich stoppen, dass uns in Kasendorf immer mehr Service am Bürger wegbricht!“

Somit beschlossen die Räte einstimmig, die Post-Partnerfiliale, so wie sie früher in der Tankstelle geführt wurde, im Rathaus anzusiedeln. „Wir werden im Erdgeschoss das große Tor wieder öffnen und im bisherigen Besprechungsraum die Post unterbringen. Dann haben die Bürger einen kurzen Weg zur Post, der auch die Maßnahmen bzgl. der Corona-Pandemie im Rathaus nicht beeinträchtigt!“, so Groß weiter.

Ziel ist es die Post-Filiale zumindest kostendeckend zu führen, was kontinuierlich überprüft wird. Ein Appell geht jedoch auch an die Kasendorfer Bürger und Unternehmer, die zur Sicherstellung des dauerhaften Verbleibes der Poststelle diese auch rege nutzen sollten.

Die Partner-Filiale der Post im Rathaus öffnet am Montag den, 03.08.2020, wobei die Postfächer bereits ab dem 02.07.2020 am Rathausparkplatz gegenüber des Eingangs stehen werden.

Folgende Öffnungszeiten wird die Post im Rathaus haben:

Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag           9.00 Uhr bis 11.00 Uhr

Dienstag und Donnerstag                              15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

 

Ein ruhiger Sommer – viele Gemeindeevents abgesagt

An Gregori ziehen die Kinder mit Fähnchen und Blumenkränzen durch den festlich geschmückten Ort, die Peestener Kerwajugend tanzt zum „Rehragout“ auf der Tanzlinde und zum Kellerfest wehen bunte Bänder über den Kasendorfer Festplatz – der Veranstaltungskalender in unserer Marktgemeinde ist von einer Vielzahl an traditionellen Festen geprägt. Doch all dies kann in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden; der Kasendorfer Sommer wird wohl so ruhig wie nie.

Aufgrund des Beschlusses der Bundesregierung, dass bis mindestens 31. August alle Großveranstaltungen untersagt sind, haben bereits viele Vereinsvorstände und Organisationsteams reagiert und die verschiedenen Events in und um Kasendorf offiziell abgesagt. So kann die Peestener Lindenkirchweih, die jetzt am zweiten Juniwochenende wieder tausende Besucherinnen und Besucher in die Gemeinde gelockt hätte, nicht stattfinden. Auch der Kasendorfer Gesangverein Liederkranz hat mit einer offiziellen Meldung mitgeteilt, dass das Kasendorfer Sommerevent 2020 ausfallen muss. Ebenso trifft es beispielsweise das weithin bekannte Zultenberger Johannifeuer oder auch die Heubscher Schupfenkerwa mit ihren berühmten Brathähnchen. Was aus allen geplanten Veranstaltungen in den Herbstmonaten, wie etwa der Kasendorfer Kerwa auf dem Rathausplatz, den Nachkerwas oder den Veranstaltungen im Advent und zur Weihnachtszeit wird, bleibt bisher offen. „Wir hängen diesbezüglich noch komplett in der Luft und können nur auf weitere Signale der Bundes- und Landesregierung warten“ so Bürgermeister Norbert Groß.

Es werden sicherlich ungewöhnliche Sommermonate im Markt und unseren Ortsteilen, umso mehr hoffen die einzelnen Vereine und Dorfgemeinschaften jedoch auf ein gemeinsames Wiedersehen im nächsten Jahr und freuen sich schon jetzt darauf viele Gäste aus nah und fern begrüßen zu können.

mkr

 

Konstituierende Sitzung – So hat sich der Kasendorfer Marktgemeinderat formiert

Vereidigungen, Ausschussbesetzungen und eine Vielzahl an organisatorischen Fragen: nachdem bei der Kommunalwahl im März die Karten der Gemeindepolitik neu gemischt worden sind, hat der neue Kasendorfer Marktgemeinderat seine Arbeit offiziell aufgenommen. Bei der konstituierenden Sitzung am 13. Mai wurde Norbert Groß als erster Bürgermeister vereidigt und in sein Amt eingeführt. Zusammen mit ihm stehen in den nächsten sechs Jahren Klaus Amschler als zweiter Bürgermeister sowie Tanja Friedrich als dritte Bürgermeisterin an der Spitze der Gemeinde. 

Die COVID-19 geschuldeten Einschränkungen bestimmten auch die erste gemeinsame Zusammenkunft des neugewählten Gemeindegremiums. Aufgrund des zu geringen Mindestabstandes blieben die Lichter im Sitzungssaal des Rathauses aus; stattdessen musste man auf das Musikheim ausweichen, wo alle entsprechenden Vorgaben und Verhaltensregeln eingehalten werden konnten. Die Vereidigung von Norbert Groß als erster Bürgermeister nahm dabei Marktgemeinderatssenior Klaus Amschler vor, der ihm bei seiner neuen Aufgabe stets eine glückliche Hand sowie allgemein ein gutes Miteinander wünschte. Direkt im Anschluss stand mit der Vereidigung der neugewählten Gemeinderatsmitglieder auch die erste offizielle Amtshandlung von Groß auf der Tagesordnung. Den Amtseid legten Winfried Gräf, Dr. Antje Hammon und Maximilian Krüger (alle CSU/OL), Philipp Hacker und Michael Zboron (Freie Wähler) sowie Michael Otte (FDP) als die „Neuen“ im Gemeindeparlament ab.

Ebenso stand auch die Wahl der weiteren Bürgermeister im Fokus des Abends. Als alleiniger Kandidat für den direkten Stellvertreter von Norbert Groß wurde Klaus Amschler vorgeschlagen, der dieses Amt bereits seit dem Jahr 2008 innehat. Gemeinderat Roland Hübner betonte hierbei, diesen Posten mit Amschlers langjährigen Erfahrungswerten auch in der kommenden Amtsperiode sicher und zuverlässig zu besetzen. Bei der Wahl des weiteren Bürgermeisters stellten sich zwei Kandidaten zur Wahl. Maximilian Krüger plädierte hierbei für Tanja Friedrich (CSU/OL), während Monika Brandt ihren Parteikollegen Michael Zboron (FW) ins Rennen schickte. Tanja Friedrich, die dem Marktgemeinderat bereits seit 6 Jahren angehört, konnte die Wahl für sich entscheiden. Somit wird der Posten des weiteren Stellvertreters erstmals in der Geschichte Kasendorfs von einer Bürgermeisterin ausgeübt.

Die Bestellung der Vertreter für die Ausschüsse sowie die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft und des Abwasserzweckverbandes konnten zügig abgehandelt werden. Von den einzelnen Parteigruppierungen waren bereits im Vorfeld Delegierte bestimmt worden, sodass die endgültige Beschlussfassung über die Ausschusszusammensetzungen eine reine Formsache darstellte. Als Novum wurde hierbei die Bildung eines sogenannten Sonderausschusses behandelt. Hierbei handelt es sich um einen beschließenden Ausschuss, der im Falle einer Verschlechterung der Corona-Pandemie und einer damit eventuell verbundenen nichtbeschlussfähigen Mehrheit des Gesamtgemeinderates tagen würde. So wäre eine Aufrechterhaltung des allgemeinen Geschäftsganges gewährleistet.

Weitere Posten wie die des Senioren- und Jugendbeauftragten oder des Gemeindechronisten sollen in der nächsten Sitzung bestimmt werden. Als genereller Sitzungstermin wurde jeweils der zweite Mittwoch des Monats festgelegt. 

Bei seiner Antrittsrede betonte Norbert Groß insbesondere, dass bei der bevorstehenden gemeinsamen Arbeit weiterhin der bestehende Kasendorfer „kommunale Geist“, der von einem fraktionslosen und mit wenig Ausschüssen bestückten Gremium geprägt ist, im Fokus stehen solle. „Jeder von uns hat verschiedene Pflicht-, dabei aber auch Küraufgaben zu bewältigen. Die im Wahlkampf vielseitig angesprochenen Ideen sollen respektvoll diskutiert werden“, so Groß. Dabei gelte es vor allem darum, sorgfältig abzuwägen, was Kasendorf weiter voran und einen Mehrwehrt bringe. Voller Optimismus, Motivation und Elan appellierte Norbert Groß abschließend an sein Gremium: “Uns erwarten spannende sechs Jahre. Packen wir‘s gemeinsam an!“

Die Ausschussbesetzungen

 

Rechnungsprüfungsausschuss

Sonderausschuss

 

Winfried Gräf

Jörg Hargens

Martinas Hollweg

Monika Brandt

 

 

Klaus Amschler

Tanja Friedrich

Dr. Antje Hammon

Jörg Hargens

Monika Brandt

Philipp Hacker

 

Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft

Zweckverband zur Abwasser-beseitigung Friesenbachtal

 

Klaus Amschler

Tanja Friedrich

Volker Hohenberger

 

 

Tanja Friedrich

Roland Hübner

Maximilian Krüger

Michael Zboron

Michael Otte

 

mkr

 

Man sagt zum Abschied leise „Servus“ – Bernd Steinhäuser verlässt nach 18 Jahren das Rathaus

Die Folgen der Corona-Pandemie brachten auch den Wechsel und die Übergabe der kommunalpolitischen Ämter aus den Fugen. An gewöhnliche Verabschiedungsveranstaltungen war nicht zu denken. Keine Grußworte, kein Händedruck, keine Umarmungen. Doch besondere Situationen, erfordern auch besondere Maßnahmen: um den nötigen Sicherheitsabstand einhalten zu können, bereiteten die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft ihrem Chef einen internen Empfang in der Kasendorfer Bauhofhalle, von wo aus Bernd Steinhäuser in den politischen Feierabend entlassen wurde.

Die Blicke der insgesamt 19 Kolleginnen und Kollegen schweiften nach oben, als Bauhofarbeiter Wieland Hollweg den scheidenden Bürgermeister in luftiger Höhe auf einem Frontlader in die Bauhofhalle fuhr. Ob Verwaltungsteam, Reinigungskräfte oder Bauhofkollegen - für alle ein ergreifender Moment, als dabei der Titel „Ciao Amore“ durch die Halle erklang.

Voller Dankbarkeit für die gemeinsamen Arbeitsjahre zeigte sich Verwaltungsleiter Herbert Schmidt und attestierte dem Gemeindeoberhaupt neben dem hohen Einsatz und Engagement für die durchgeführten Maßnahmen und Projekte dabei auch einen ausgezeichneten Führungsstil seiner Mitarbeiter: „Die Fluktuation geht gegen null. Wer einmal bei uns ist, fühlt sich wohl und möchte nicht mehr gehen, was wesentlich auf Deine Art und Weise der guten Zusammenarbeit im Kollegium zurückzuführen ist“. Diesen lobenden Worten konnte sich auch Bürgermeisterkollege Andreas Pöhner aus Wonsees nur anschließen, indem er das überaus gute Miteinander ebenfalls würdigte und auch hervorhob, mit welchem Respekt man in Wonsees die Entwicklung Kasendorf innerhalb der letzten Jahre verfolge.

Gleiches konnte Bernd Steinhäuser allen Anwesenden dabei nur zurückgeben: „Es hat mir auch wirklich immer sehr viel Freude gemacht, für die Gemeinde zu arbeiten; gerade auch weil ich auf eine intakte Mannschaft an meiner Seite zählen konnte“. Dennoch sei er nach wie vor davon überzeugt, den richtigen Zeitpunkt für seinen Rückzug aus dem Rathaus gewählt zu haben. „Wenn man die letzten 18 Jahre Revue passieren lässt, kommt es einem eigentlich gar nicht so lange vor. Genau deshalb führt man sich immer öfter vor Augen, wie schnell doch die Zeit vergeht und dass es neben der Politik noch andere Dinge im Leben gibt“ so Steinhäuser. Er werde es nun ruhiger angehen lassen. Oberster Anspruch gelte jetzt seiner Familie.

Von 1996 bis 2002 bereits den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters innehabend, übernahm Bernd Steinhäuser im Mai 2002 die Amtsgeschäfte seines Vorgängers Hans Eschenbacher. Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen aus dem Marktgemeinderat konnte Vieles erreicht werden. Ortsbildprägende Maßnahmen, wie beispielswiese die Neugestaltung des Rathausplatzes oder der Kelterei standen anfänglich auf der Agenda; ebenso die Arbeiten zur Rathaussanierung und  -erweiterung, mit denen inmitten des Ortskerns ein echtes Schmuckstück geschaffen werden konnte. Mit Straßensanierungen oder dem Bau der Ortsumgehung Welschenkahl wurde die Infrastruktur verbessert, die auch in den jeweiligen Ortsteilen nicht vergessen wurde. Beste Beispiele dafür sind Bau- und Modernisierung der Dorfgemeinschaftshäuser in Peesten oder Welschenkahl. Neben dem Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen bestimmten zuletzt vor allem die Megaprojekte am Marktplatz den Arbeitsalltag. Hier konnten die Weichen bereits wesentlich gestellt und eine Grundlage geschaffen werden, auf der sich zukünftig aufbauen lässt.

Für Kasendorf geht nun eine Ära zu Ende. Nach fast zwei Jahrzehnten durchaus erfolgreicher Kommunalpolitik verlässt Bernd Steinhäuser seinen Rathausposten. Gebührende Abschiedsfeiern in stilvollem Ambiente, mit Laudationen verschiedener politischer Vertreter und Weggefährten sehen zwar anders aus, allerdings spiegelt diese Art der Verabschiedung gerade auch den Charakter des zukünftigen „Altbürgermeisters“ wider: bescheiden, bodenständig und ohne Allüren. Es war ein leises „Ade“ nach 18 Jahren Einsatz und Engagement für Kasendorf, aber ein Abschied, der von Herzen kommt.

mkr

 

Bürgermeister Steinhäuser feiert 60. Geburtstag

Anlässlich des runden Geburtstags von Bürgermeister Bernd Steinhäuser am 31.10. ließen es sich viele nicht nehmen, dem Kasendorfer Gemeindeoberhaupt persönlich ihre Glückwünsche zu überbringen.

So zählten neben Landrat Klaus Peter Söllner weitere Vertreter der Kommunalpolitik, Führungskräfte der ansässigen Betriebe und Banken ebenso zu den Gratulanten, wie die Vorstände der örtlichen Vereine, Kollegen aus Marktgemeinderat und Rathaus sowie natürlich Kasendorfer Bürger.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt des Bürgermeisterchors, der sich mit einer großen Zahl an Sängern im Musikheim einfand, um einem seiner stimmkräftigsten Mitglieder ein Ständchen darzubringen. Eigens hierfür wurde auch ein neues Musikstück einstudiert.

In den Grußworten von Landrat Söllner und den Bürgermeister-Kollegen Klaus Amschler und Andreas Pöhner wurde die Zusammenarbeit mit dem Jubilar in den vergangenen Jahrzehnten gewürdigt, der sein Amt stets zielstrebig und verantwortungsvoll bekleidete. Die Marktgemeinde zählt nicht zuletzt durch sein gutes und stetes Verhältnis zu den ansässigen Wirtschaftsbetrieben zu einer der finanzstärksten Kommunen im Landkreis. Die während seiner Amtszeit begonnenen ortsbildprägenden Projekte „Schwarzes Ross“ und „Jugendtreff“  werden wohl zu den größten Maßnahmen der Marktgemeinde Kasendorf gehören.

Als Ausblick in die Zukunft wünscht sich Bernd Steinhäuser nun eine „ruhigere Zeit“ zusammen mit seiner Familie und schöne Reisen mit seiner Ehefrau Karin, bevor er  nach seiner Zeit als Kommunalpolitiker in einigen Jahren auch dem aktiven Arbeitsleben den Rücken kehrt.

Für die anlässlich seines Geburtstages überbrachten Glückwünsche, Geschenke sowie Spenden zu Gunsten von Diakonie und Kindergarten bedankt sich Bürgermeister Steinhäuser auf diesem Wege ganz herzlich.

Bald rollen die Bagger an – Bebauung der Brunnengasse kann bald beginnen

Ein Großteil der Bauplätze war bereits reserviert, ehe die Grundstücke überhaupt vermessen waren. Mittlerweile ist die Parzellierung des etwa 8000 m2 großen Neubaugebiets „Brunnengasse“ in Peesten abgeschlossen.  

Im Juli letzten Jahres beschloss der Marktgemeinderat die baurechtlichen Voraussetzungen für eine Erweiterung des 2012 ausgewiesenen Baugebiets „Nussallee“. So wurden insgesamt sieben neue Parzellen mit herrlichem Blick auf den Görauer Anger geschaffen. Pünktlich mit Verkauf des letzten noch freien Grundstückes in der Nussallee, kann nun die Bebauung im zweiten Bauabschnitt beginnen.

Der Bebauungsplan kann unter https://www.kasendorf.de/baugebiete/wohngebiete/ eingesehen werden.

mkr

Peestener Judengasse: Abrissarbeiten abgeschlossen

Im unteren Teil Peestens ging es bei den Abrissarbeiten im Bereich des Anwesens    Nr. 31 Schlag auf Schlag: Die Baumaschinen der Marktgraitzer Firma Herold liefen auf Hochtouren und binnen weniger Tage waren Wohnhaus und Scheune verschwunden. Nach Beseitigung dieses jahrelangen Schandflecks geht es nun an die Neugestaltung der Flächen.

Während der Arbeiten in den ersten Juliwochen glich die Judengasse unterhalb der Tanzlinde einem Bienenstock: Die Abbruchzange bohrte sich durch Dächer und Mauern, Schutt wurde tonnenweise abtransportiert, Bodenflächen planiert. Trotz der sehr ungünstigen verkehrstechnischen Lage kam es sowohl für Anlieger als auch für den Durchgangsverkehr nur zu geringen Einschränkungen oder Behinderungen. 

Die Rest- und Aufräumarbeiten sind aktuell noch in vollem Gange. Die Ausschreibe- und Vergabemaßnahmen für die Neugestaltung laufen ebenfalls. Die Planungsunterlagen für das Projekt stammen vom Kulmbacher Architekturbüro IBP. Diese sehen im Bereich des ehemaligen Wohnhauses eine Sandsteinmauer vor, die die später verbreitete Fahrbahn zu den mittlerweile freigelegten und sichtbar gewordenen Sandsteinfelsen abschließen wird. „Aus alt mach neu“ lautet hier das Motto, denn die abgebrochenen Sandsteinquader aus dem Wohnhaus werden wiederverwendet und so eine optische Harmonie herstellen. Das gesamte Areal wird darüber hinaus mit Sitzgelegenheiten, Blumen und viel Grün den naturnahen Charakter in diesem Bereich verstärken. Neben dem primären Ziel, die beengten Straßenverhältnisse zu entschärfen wird eine Aufwertung des Ortsbildes realisiert. Die Marktverwaltung rechnet Mitte 2020 mit der Fertigstellung des Projekts.

mkr

Kasendorfer Seniorenlogen - Investoren stellen Konzept für Wohngemeinschaft vor

Noch zeugt das gelb-blaue Werbeschild mit der typischen Edeka-Schriftart von der Zeit, in der es am Hinteren Markt Obst und Gemüse, Haushaltswaren oder Waschpulver gab. Doch der seit über einem Jahrzehnt leerstehende Lebensmittelmarkt ist nun verkauft und wird mit neuem Leben gefüllt: Am Fuß des Turmbergs entsteht eine betreute Wohngemeinschaft für Senioren. Das Konzept für das Projekt wurde dem Marktgemeinderat in seiner Sitzung am 24.07.2019 vorgestellt und traf auf breite Zustimmung im Gremium. Im nächsten Jahr soll die Anlage bezugsfertig sein und eine Lücke im Bereich des Pflegeangebots im Markt schließen.

Selbst- und Eigenbestimmtheit, Wohnen in vertrauter Umgebung – die obersten Prämissen für den Betrieb einer Senioren-WG, wie Sascha Seuß, Geschäftsführerin der PflegeNest Franken GmbH und Investorin für das Projekt verdeutlichte. Sie ist bereits Eigentümerin des Anwesens am Hinteren Markt Nr. 15. Zusammen mit Markus Weigel aus Kulmbach wird sie das Gebäude umbauen und für die Einrichtung einer komfortablen, ambulant betreuten Wohngemeinschaft zur Verfügung stellen.

Dr. Christian Mossbrugger, Projektberater im Bereich Sozialwirtschaft, stellte die Planungsunterlagen hierfür in einer Präsentation vor. Demnach werden insgesamt  10 Einzelapartments sowie 1 Doppelapartment, je mit einem eigenen Bad, im ehemaligen Verkaufsraum entstehen – barrierefrei, zusammenhängend. Die privaten Räume sind über eine offene Wohnküche sowie einen großzügigen Wohnraum als Mittelpunkt der Anlage miteinander verbunden. Zusätzlich wird es eine große gemeinschaftliche Gartenanlage geben; aber auch einzelne, „private“ Freisitze mit individuellen Zugängen von den Apartments. Außerdem werden in den ehemaligen Lagerräumen zwei Einliegerwohnungen errichtet. Die Wohnungen in den oberen Stockwerken des Gebäudes werden weiterhin als Mietobjekte zur Verfügung stehen.

Die zukünftigen Bewohner werden hier die Möglichkeit bekommen, sich ein Apartment zu mieten – analog zu einem Pflegeheim. Der wesentliche Unterschied hierzu liegt allerdings im Betrieb der Einrichtung: Im Plenum wird von allen Bewohnern gemeinschaftlich beschlossen, welcher ambulante Pflegedienst die Versorgung übernimmt und wer als Präsenzkraft eingestellt wird. Bei diesen handelt es sich um geschultes Pflegepersonal, die sich 24 Stunden um die Betreuung der Senioren sowie die Tagesgestaltung kümmern werden. In welcher Form dies ablaufen soll, obliegt allein den Senioren.

Besonders am Herzen lag dem Gemeinderat bei der Befürwortung dieses Projekts vor allem, dass es zu keinem Konflikt mit dem Angebot der Kasendorfer Diakonie kommen wird. Doch Markus Weigel gab Entwarnung: „Wir haben in den vergangenen Tagen ebenfalls Gespräche mit der Diakonie geführt, um auch dort das Projekt vorzustellen. Da es allein nach dem Willen der zukünftigen Bewohner gehen wird, kann hier beispielsweise auch die Diakonie als ortsbekannter Pflegedienst engagiert werden. Eine Konkurrenz wird es so nicht geben.“

Direkt nach der Projektvorstellung stand die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für die Nutzungsänderung auf der Tagesagenda. Einstimmig befürwortete das Gremium das Vorhaben und drückte auch seine Freude aus, dass ein solches Projekt in Kasendorf realisiert wird. „Die Senioren-WG wird zusammen mit dem entstehenden Tagespflegezentrum der Diakonie das Angebot für Senioren im Markt ideal ergänzen und bereichern. Ich finde, das wertet unseren Markt auf“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser.

Auch Hannelore Hanel, Seniorenbeauftragte der Marktgemeinde, wandte sich in der öffentlichen Sitzung kurz zu Wort: „Ich habe jahrelang in der Heimfürsorge gearbeitet. In großen Heimen mit mehreren Stockwerken kommt das soziale Miteinander oft zu kurz. Das Projekt am Hinteren Markt finde ich eine wirklich tolle Sache für uns Kasendorfer Senioren“.

Als nächster Schritt wird der Bauantrag an das Landratsamt zur Genehmigung weitergeleitet. Auch hier kündigte Bürgermeister Steinhäuser seine Unterstützung an:

„Die Verwaltung wird das Projekt so gut es geht mit vorantreiben, dass die Umsetzung bald begonnen werden kann“, so Steinhäuser. Laut Investoren ist der Startschuss für die Umbauarbeiten noch in diesem Jahr geplant.

Ende 2020 sollen die Senioren dann ihr neues Domizil beziehen können. Erste Interessensbekundungen wurden bereits geäußert. Reservierungen sind laut Seuß prinzipiell ab sofort möglich.

mkr